Das Wirtschaftslexikon
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Unsere neuesten Artikel sind :
30. 03. 2026
Mindestreserve - Von den Kreditinstituten bei der Bundesbank zinslos festzulegende Gelder (1986: etwa 45 Mrd. € im Jahresdurchschnitt). Die Höhe der Mindestreservehaltung eines Kreditinstituts richtet sich nach Art und Höhe seines Einlagenbestandes. Für Sicht-, Termin- und Spareinlagen gibt es unterschiedliche Reservesätze, die höchsten >>> Mindestreserve
Regelkreis - In der Wirtschaftssoziologie: geschlossenes System mit Rückkopplung, das aus Regler, Stellgrösse, Steuer- oder Regelstrecke und Regelgrösse besteht. Die Regelstrecke besteht aus den Teilen des Systems, die in der Regelung so beeinflusst werden, dass die Regelgrösse einem vorgegebenen Sollwert, auch Führungsgrösse, entspricht. Stellt >>> Regelkreis
Betriebsstatistik - Neben der Amtlichen Statistik wird im Rahmen der Sekundärforschung insb. die Betriebsstatistik (synonym: Betriebswirtschaftliche Statistik) zur Lieferung von Daten bestimmter Tatbestände herangezogen. Sie kann - neben der Kosten- und Leistungsrechnung sowie der Investitionsrechnung - als eines der Hauptelemente des internen Rechnungswesens verstanden werden und ist somit eine der wichtigsten internen Datenquellen. Die Betriebsstatistik stellt nicht nur bewertete Prozesse (z. B. Umsatzstatistik, Preisstatistik) dar, sie gibt auch in physikalischen Einheiten gemessene Sachverhalte wieder (z.B. Lagermengen, Verkaufsfläche, Personal). Die Daten müssen in entscheidungsrelevanter Untergliederung vorliegen. Hier empfiehlt sich bspw. die in der Absatzseg- mentrechnung übliche Untergliederung der Daten (Umsatz, Aufträge, Kosten etc.) nach - Produkten bzw. Produktgruppen - Verkaufsgebieten - Absatzwegen >>> Betriebsstatistik
29. 03. 2026
Goldwährung - Auch Goldstandard; Währungssystem, in dem die Währungseinheit an einen bestimmten Goldbetrag gebunden ist. Verschiedene Spielarten werden unterschieden: - Bei der Goldumlaufswährung sind >>> Goldwährung
Prospekt - Im engeren Sinne: gesetzlich vorgeschriebene Zusammenstellung von Angaben über eine Gesellschaft, die Aktien oder Anleihen zum amtlichen Handel (amtliche Notierung)ar >>> Prospekt
Standortfaktoren - Gegebenheiten bzw. Bestimmungsfaktoren, die für die Auswahl des Standorts einer Bank bzw. ihrer Zweigstellen bzw. für die Standortentscheidung massgebend sind.
jene Eigenschaften eines Standortes, die Einfluß auf die Zielerreichung einer Unternehmung haben. Da Unternehmungen im Regelfall kosten-, erlös- und finanzwirtschaftliche Ziele anstreben, enthalten Kataloge von Standortfaktoren jene Merkmale eines Standortes, die Einfluß auf die Höhe der Kosten, der Erlöse und der finanziellen Situation einer Unternehmung haben. Für den Industriebetrieb stehen dabei die kostenwirtschaftlichen Auswirkungen im Vordergrund, im Handelsbetrieb sind zusätzlich die absatzwirtschaftlichen Gesichtspunkte von vorrangiger Bedeutung (Standort im Handel). Die Kataloge von Standortfaktoren sind in der theoretischen Literatur zunehmend differenziert und systematisiert worden. Behrens (1965) unterscheidet: Absatz und Standort Bedarf Verkehr Kaufkraft Absatzkonkurrenz Gütereinsatz und Standort Betriebsraum Arbeit Waren Umfangreicher ist der von Nauer (1970) für die Standortbewertung im Handel zusammengestellte Katalog, der folgende Faktoren auflistet:
DemographischeFaktoren
Bevölkerungsbestand und Verteilung >>> Standortfaktoren
28. 03. 2026
Stiftung Warentest - Die Stiftung Warentest (StiWa) in Berlin ist die bedeutsamste Institution des vergleichenden Warentests in der Bundesrepublik Deutschland. Sie wurde 1964 von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um mit der Markttransparenz der Verbraucher den leistungsfähigen Wettbewerb im Konsumgütersektor zu fördern und zu sichern. Als unabhängige, staatlich unterstützte Testorganisation führt sie keine Auftragstests durch, auch wenn sie diesbezüglich immer wieder Anfragen erhält. Die Tests erfolgen in unabhängigen externen Prüfinstituten. Für diese entwirft die StiWa das Prüfprogramm; sie besorgt auch die zu testenden Produkte. Im Vordergrund der Tests steht die Funktionsprüfung, also der überprüfbare Gebrauchswert von Produkten. Analoges gilt für den Dienstleistungstest, der immer wichtiger geworden ist. Nicht wenige Tests erfolgen in sog. Gemeinschaftstests, v. a. als Kooperationsvorhaben westeuropäischer Testinstitutionen (EuropeanTesting Group). Die Kommunikation zwischen der StiWa und den Konsumgüteranbietern ist nicht nur möglich, sondern auch erwünscht. Was das Testprogramm angeht, so sollten die Anbieter die Chance nutzen, bestimmte Testvorhaben anzuregen. Aus dem Testprogramm, das im Kuratorium beraten wird (ihm gehören auch Vertreter von Industrie und Handel an), wählt die StiWa pro Jahr ca. 80 bis 90 Warentests und etwa 20 Dienstleistungstests aus. Eine Kommunikation mit den Anbietern ist bei den einzelnen Testvorhaben ebenfalls >>> Stiftung Warentest
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion - Ziel der wirtschaftlichen Integration Europas; umfaßt eine weitgehende Harmonisierung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten >>> Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
Äquivalenzprinzip - In der Wirtschaftssoziologie: Grundsatz der Gleichwertigkeit von Leistung und Gegenleistung. Legitimiert in der Sozialpolitik die Bemessung der Sozialleistungen nach der Höhe der Beiträge.
(in der Versicherungswirtschaft) ist ein Prinzip der Prämienkalkulation tmd besagt, dass die Versicherungsprämie so zu kalkulieren ist, dass sie dem Erwartungswert der Versicherungsleistung entspricht. In die erwartete Versicherungsleistung gehen dann neben den erwarteten Risikokosten auch Betriebs-kosten, Rückversicherungs- und Kapitalkosten ein. Das Äquivalenzprinzip kann auf ein einzelnes Risiko >>> Äquivalenzprinzip
27. 03. 2026
Indossament - Auf der Rückseite eines Orderpapiers angebrachte, vom Aussteller zugelassene Erklärung, mit der der Inhaber (Indossant) das Eigentum an und damit die Rechte aus diesem Papier auf den von ihm in dem Indossament Genannten (Indossatar) überträgt.
(bei Wechseln).
(1) Der Remittent, das ist derjenige, an den bzw. an dessen Order ein Wechsel zu zahlen ist, kann den Wechsel durch Indossament auf andere übertragen. Das Indossament wird in der Regel auf die Rückseite des Wechsels gesetzt und vom Übertragenden, der als Indossant bezeichnet wird, unterschrieben.
(2) Wird der neue Wechselberechtigte (der Indossatar) im Indossament ausdrücklich genannt, dann liegt ein sog. Vollindossament vor. Ist dagegen der Indossatar nicht genannt, sondern lediglich die Unterschrift des Übertragenden (des Indossanten) auf die Rückseite des Wechsels gesetzt, dann spricht man von einem Blankoindossament.
(3) Ein Indossament erfüllt drei Funktionen: (a) Transportfunktion: Das Indossament überträgt alle Rechte auf den >>> Indossament
Plankostenrechnung - Teil des internen Rechnungswesens der Bank. Planung der Kosten von Bankabteilungen und -leistungsarten als Plan- oder Standardkosten, um die Wirtschaftlichkeit des Arbeitens Ersterer bzw. die Selbstkosten Letzterer möglichst exakt zu planen. Diese werden als Sollkosten vorgegeben. In der späteren Kontrollphase werden die Abweichungen der Plan- von den Istkosten >>> Plankostenrechnung
Ökonometrie - wissenschaftliches Teilgebiet der Ökonomie, das sich mit ökonomisch-mathemati- schen Modellen mit dem Ziel befaßt, ökonomische Theorien bzw. Modelle empirisch zu testen und zu schätzen. Dazu bedient sie sich mathematisch-statistischer Methoden, die z.T. Grundlagen der Multivariatenanaly- se in der Marktforschung bilden.
ist ein Teilgebiet der Wirtschaftswissenschaften, das sich von anderen Teilgebieten nicht durch die zentralen Fragestellungen unterscheidet, wie z.B. die Wirtschaftstheorie von der Wirtschaftspolitik (Theorie der Wirtschaftspolitik), sondern durch die benutzten Begründungsverfahren. Ihr Ziel ist es, ökonomische (Einzel) -Hypothesen und Theorien quantitativ zu spezifizieren und empirisch zu prüfen; d.h., es sollen anhand von allgemein verbindlicher Information, z.B. von Daten der Wirtschaftsstatistik, die Parameter quantitativer ökonomischer Hypothesen und Theorien numerisch bestimmt geschätzt und es soll geprüft werden, ob die postulierten Hypothesen und Theorien bzgl. bestimmter Bereiche der ökonomischen Umwelt zutreffen. Diese Hypothesen und Theorien stammen z.T. aus der Wirtschaftstheorie, z.T. werden sie in der Angewandten Ökonometrie entwickelt. Damit eine quantitative Hypothese oder Theorie empirisch geprüft werden kann und ihre Parameter geschätzt werden können, müssen sie als ökonometrische Modelle formuliert werden. Dabei entsprechen ökonometrischen Einzelgleichungsmodellen einzelne Hypothesen und ökonometrischen Mehrgleichungsmodellen (ganze) Theorien. Am Beispiel eines einfachen Einzelgleichungsmodells sollen einige wichtige Begriffe eingeführt werden. Die Keynessche Konsumhypothese (Keynessche Theorie), gemäß der der reale private Konsum einer Periode t, Ct, im wesentlichen vom realen verfügbaren Einkommen derselben Periode, Yt, abhängt, wird als lineares ökonometrisches Modell formuliert.
(1) Ct = a + bYt + ut t = 1, 2, ..., T Da die Keynessche Konsumhypothese nur für eine Gesellschaft mit freier Konsumwahl und Geldwirtschaft gültig sein kann, stellt die Vorgabe des Zeitintervalls [1, T eine Randbedingung für die Gültigkeit des Modells dar.
(1) ist ein Beispiel für ein ökonometrisches Einzelgleichungsmodell
(2) Yt = f (x1t, x2t, ..., xnt) t = 1, 2, ..., T Yt heißt abhängige oder endogene Variable oder Regressand. Die x1, x2, ...xn heißen unabhängige oder exogene Variable oder Regressoren, weil sie nicht durch das Modell erklärt also nicht abhängig von anderen Modellvariablen bestimmt werden. a und b bzw. die entsprechenden Größen der Funktion f heißen Parameter. ut ist eine Zufallsvariable und heißt Störvariable. Durch sie werden die nicht explizit beachteten in ihrem Einfluß auf den Regressanden vernachlässigbaren Variablen zusammengefaßt. Häufig wird f als linear postuliert. Die >>> Ökonometrie
26. 03. 2026
Wissenschaftstheorie - In der Wirtschaftssoziologie: Sammelbegriff für alle metawissenschaftlichen Erörterungen über Wissenschaft, zu denen insbesondere die logische Analyse der Begriffe der Wissenschaft, der wissenschaftlichen Methoden und der Wissenschaftsvoraussetzungen gehört. Die moderne Wissenschaftstheorie arbeitet mit formallogischen und sprachanalytischen Mitteln und hat damit unter anderem die Unzulänglichkeit (weil Eindimensionalität) der Kriterien für den Begriff der Erklärung und der empirischen Signifikanz nachweisen können. Sie hat auch zeigen können, dass eine Präzisierung wissenschaftlicher Vorgehensweisen >>> Wissenschaftstheorie
Beobachtung - In der Wirtschaftssoziologie: [1] allgemein: mehr oder weniger gezielte Wahrnehmung von Sachverhalten und Vorgängen. In diesem Sinn kann systematisierte Beobachtung als Bezeichnung für alle Arten empirischer Forschung dienen.
[2] In Absetzung zu experimentellen Vorgehensweisen werden als Beobachtung auch nur solche Erhebungsverfahren bezeichnet, bei denen sich der Forscher gegenüber seinem Untersuchungsgegenstand rein passiv registrierend verhält.
[3] a) Beobachtung wird im Kontext soziologisch-systemtheoretischer Argumentationen a) als Operation verstanden, die auf der Grundlage einer Unterscheidung eine Bezeichnung setzt und damit Information erzeugt. Beobachtung erzeugt nach dieser Definition eine Zwei-Seiten-Form, die dem Mechanismus der Überschussproduktion und Selektion folgt, weil sie immer nur die eine Seite einer Unterscheidung bezeichnen kann, andererseits aber beide Seiten gleichzeitig gegeben sind. Welche Unterscheidung von einem beobachtenden System verwendet wird, ist dabei vom System abhängig. b) B.en sind immer Operationen empirischer Systeme. Soziale Systeme sind in diesem Sinne beobachtungsfähig, wenn sie Unterscheidungen verwenden, wobei schon bei basalen Operationen der Kommunikation B.en (anhand der Differenz Information/Mitteilung) konstitutiv sind. c) B.en sind für sich selbst nicht beobachtbar, sondern nur durch eine andere B., die eine erste Beobachtung von etwas unterscheiden kann. Dies leistet eine Beobachtung zweiter Ordnung (B. der B.).
ist die zielgerichtete Erfassung von sinnlich wahrnehmbaren Sachverhalten im Augenblick ihres Auf-tretens durch Personen und/oder technische Hilfsmittel. Gegenstände der Beobachtung in der Markt-forschung sind Bestände (z.B. Absatzmengen), Verhaltensweisen (z.B. Kauf oder Nichtkauf) und Ei-genschaften (z.B. äusserlich wahrnehmbare Eigenschaften von Konsumenten). Siehe auch Marktfor-schungsmethoden (mit Literaturangaben).
Erhebungsmethode der Primärforschung zur planmäßigen Erfassung (Registrierung) wahrnehmbarer Sachverhalte oder Vorgänge durch Personen bzw. Geräte. Der Vorzug einiger Beobachtungsmethoden gegenüber der Befragung von Personen besteht darin, dass man nicht auf die Mitarbeit der Auskunftspersonen angewiesen ist. Daneben lassen sich durch Einsatz technischer Geräte bestimmte Sachverhalte mit größerer Genauigkeit erfassen (z.B. Registrierung von Abverkäufen durch Scanner, Blickregistrierung bei Betrachtung von Werbeanzeigen, apparative Zuschauerforschung wie Telerim etc.). Beobachtungsmethoden werden anhand des Standardisierungsgrades, nach dem Bewusstseinsgrad des Beobachteten, nach der Teilnahme des Beobachters und der Beobachtungsform untergliedert. Der Standardisierungsgrad von Beobachtungen reicht von den Extremen der völlig standardisierten bis zur nichtstandardisier- ten Beobachtung. Im einen Falle liegt ein präzises Beobachtungsschema vor, in dem alle Beobachtungskategorien aufgeführt sind. Erfaßt werden nur Sachverhalte, die in die angegebenen Beobachtungskategorien fallen. Diese Beobachtungsform eignet sich nur für relativ einheitliche, leicht überschaubare Vorgänge, schränkt aber andererseits den Beobachtereinfluß bei der Erfassung und Kodierung der relevanten Tatbestände ein. Demgegenüber >>> Beobachtung
Kosten - In der sozialistischen Wirtschaftslehre: In Geld- oder Mengeneinheiten bewerteter Ge- oder Verbrauch vergegenständlichter (Güter) und (in Lohn u.a. Vergütungen ausgedrückter) lebendiger Arbeit sowie sonstige Geldausgaben zur Produktion oder zum Absatz von Waren und Dienstleistungen.
in Geld bewerteter Verzehr von Inputeinheiten materieller und immaterieller Art zur Erstellung und Marktverwertung (Absatz,
1.) betrieblicher Leistungen sowie Aufrechterhaltung hierfür notwendiger Kapazitäten. Die Inputbewertung kann mit Preisen, die auf dem Markt gebildet wurden (Anschaffungswert), erfolgen oder mit opportunity costs siehe Alternativ-K., die zur Erzeugung eines Guts x aufgewendeten Kosten, gemessen am Verzicht des sonst alternativ erzeugbaren Guts y (Wirtschaft,
2.). Den dem Unternehmen (Betrieb, I.) produktionsbedingt anfallenden K., die als private K. bezeichnet werden, stehen die gesamtwirtschaftlichen K. siehe volkswirtschaftlichen K. siehe sozialen K. gegenüber, es sind die der Volkswirtschaft (Wirtschaft) insgesamt entstehenden Kosten, so z.B. einschließlich jener K., für die die Gesellschaft als Ganzes für die Beseitigung der produktionsbedingten Umweltschädigung aufkommen muß. In den betriebs- und volkswirtschaftlichen Modellen sind sie i.d.R. vernachlässigt. Produktionsbedingte K. sind interne K., wenn sie einem Unternehmen entstehen und von diesem zu tragen sind. Tritt ohne Outputvariation eine K.-minderung ein, z.B. weil die Produktionsausweitung der gesamten Branche dem betreffenden Unternehmen zu kostengünstigeren Transportleistungen verhilft, handelt es sich für dieses Unternehmen um externe K. (external). Die zur Abwicklung einer Transaktion erforderlichen Kosten sind Transaktions-K., so z.B. K. für Vertragsabschlüsse, zur Durchsetzung von Vertragsansprüchen bei Streitigkeiten, für Transport der Güter, für Wartezeiten bis zur Verfügbarkeit. Die klassische Theorie des Gleichgewichts (Nachfragetheorie des Haushalts, Kostentheorie , Unternehmenstheorie) >>> Kosten
25. 03. 2026
Indossament - Auf der Rückseite eines Orderpapiers angebrachte, vom Aussteller zugelassene Erklärung, mit der der Inhaber (Indossant) das Eigentum an und damit die Rechte aus diesem Papier auf den von ihm in dem Indossament Genannten (Indossatar) überträgt.
(bei Wechseln).
(1) Der Remittent, das ist derjenige, an den bzw. an dessen Order ein Wechsel zu zahlen ist, kann den Wechsel durch Indossament auf andere übertragen. Das Indossament wird in der Regel auf die Rückseite des Wechsels gesetzt und vom Übertragenden, der als Indossant bezeichnet wird, unterschrieben.
(2) Wird der neue Wechselberechtigte (der Indossatar) im Indossament ausdrücklich genannt, dann liegt ein sog. Vollindossament vor. Ist dagegen der Indossatar nicht genannt, sondern lediglich die Unterschrift des Übertragenden (des Indossanten) auf die Rückseite des Wechsels gesetzt, dann spricht man von einem Blankoindossament.
(3) Ein Indossament erfüllt drei Funktionen: (a) Transportfunktion: Das Indossament überträgt alle Rechte auf den >>> Indossament
Unternehmen - In der Wirtschaftssoziologie: bezeichnet in allgemeiner Weise die wirtschaftliche Seite, spezieller die rechtliche Selbstständigkeit einer an Gewinn >>> Unternehmen
Ertragswert - Wert einer Kapitalanlage (z. B. eines Unternehmens oder Hauses), der aufgrund einer an >>> Ertragswert
24. 03. 2026
Protektionismus - Schutzmaßnahmen des Staates - z. B. durch Zölle und Kontingente (= Höchstmengen) - für inländische Produzenten, um sie gegenüber ausländischen Wettbewerbern abzuschirmen. Der Protektionismus beeinträchtigt den internationalen Wettbewerb und die internationale Arbeitsteilung. >>> Protektionismus
Kapitalherabsetzung - 1.1.weitest.S. jede Form der Verminderung des einer Unternehmung zur Verfügung stehenden Kapitals.
2.1.eigentl.S. Verringerung des Nominalkapitals bei Kapitalgesellschaften. Bei AG: ordentliche, vereinfachte, Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien, z.T. mit Gläubigerschutzbestimmungen. Ggs.: Kapitalerhöhung.
vor allem bei der Aktiengesellschaft verwendeter Begriff. Die nominelle vereinfachte Kapitalherabsetzung verfolgt vor allem im Rahmen von Unternehmenssanierungen den Zweck, das Grundkapital >>> Kapitalherabsetzung
Relationship-Marketing - Konzepte des Relationship-Marketing gewinnen in zunehmendem Maße an Bedeutung, und insbesondere in der amerikanischen Diskussion beflügelt Relationship-Marketing Wissenschaft und Praxis dazu, von einem Paradigmawechsel im Marketing zu sprechen. Gegner hingegen sehen in diesem Konzept lediglich alten Wein in neuen Schläuchen.
Relationship-Marketing wird im weitesten Sinne als Partnerschaft oder strategische Kooperation mit allen internen und externen Anspruchsgruppen gekennzeichnet. Der Begriff des Relationship-Marketing weist damit eine hohe Ähnlichkeit mit dem deutschen Begriff „ Beziehungsmanagement “ auf. Im Rahmen eines Beziehungsmanagement wird versucht, durch eine sorgfältige Analyse der Beziehungsstrukturen, -profile und -Perspektiven mit verschiedensten Partnern eines Unternehmens eine strategisch orientierte, auf spezifische Beziehungsziele hin ausgerichtete „ Außenpolitik “ zu entwerfen, die u. U. sogar spezifische Wettbewerbsvorteile durch größere Nähe zu diesen Partnern und Teilnahme am Netzwerk aller Partner verschafft.
Konzepte des Relationship-Marketing schärfen somit die Aufmerksamkeit für die langfristige Gestaltung der Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Kunden sowie allen anderen Anspruchsgruppen. Eigentlich wird hiermit eine originäre Aufgabe des Marketing angesprochen, denn zumindest die Hersteller-Kundenbeziehung ist der Kern aller Marketingaktivitäten. Was ist also das Besondere am Relationship-Marketing? Drei Besonderheiten lassen sich mit der Beantwortung der folgenden Fragen hervorheben: Welche Unternehmen sehen heute im Relationship-Marketing neue Erfolgschancen? Welcher Partner steht im Relationship-Marketing im Mittelpunkt der Betrachtungen? Wie werden Konzepte des Relationship-Marketing im Entscheidungsprozeß des Marketing berücksichtigt?
Relationship-Marketing bildet bereits seit mehreren Jahrzehnten zumindest implizit den Gegenstand von Forschung und Praxis im Dienstleistungsbereich, Investitionsgütermarketing und vertikalen Marketing. Die Integration des Kunden als sog. externen Faktor bei der Dienstleistungserstellung oder bei der Auftragserstellung eines Anlagengutes erfordert im Vergleich zum Massenguthersteller eine ausführliche Analyse und Gestaltung der Hersteller-Kundenbeziehung. In klassischen Massenmärkten wurde dieser Aspekt vernachlässigt. Hier glaubten Unternehmen, über ihre „ Markenpersönlichkeiten “ zum Konsumenten >>> Relationship-Marketing
23. 03. 2026
Selbstkosten - Berechnungsschema siehe Zuschlagskalkulation,
die totalen Stückkosten (Kosten), also variable >>> Selbstkosten
OPEC - Abk. für Organization of Petroleum Exporting Countries.
Abk. für Organization of Petroleum Exporting Countries. Organisation >>> OPEC
Eigenleistungen - (self-constructed plants)
Eigenleistungen sind innerbetriebliche Leistungen des Unternehmens, die nicht für den Verkauf bestimmt sind. >>> Eigenleistungen
22. 03. 2026
Industrieobligation - Anleihe eines privaten Unternehmens; die Rückzahlung von Industrieanleihen wird meist durch die Verpfändung von Boden und Gebäuden (Grund-Pfandrecht) oder durch die Sicherungsübereignung von langlebigen Wirtschaftsgütern (z. B. Maschinen) sichergestellt.
Anleihe, die von privaten Unternehmen >>> Industrieobligation
Kundendienst - Produktbegleitende Dienstleistungen lassen sich i.W. nach zwei Dimensionen einteilen. Zunächst nach dem Inhalt in den kaufmännischen Service (z.B. Kostenvoranschlag, Rentabilitätsrechnung) und den technischen Service (z.B. Massanfertigung, Installation). >>> Kundendienst
Prämienlohn - variable Entgeltkomponente, die in Abhängigkeit von festgelegten Kriterien, z.B. Qualität, vergeben wird. Siehe >>> Prämienlohn
21. 03. 2026
Marketingziel -
(1) Begriff Allgemein kann ein Marketingziel als angestrebter, künftiger Zustand, der vor allem durch den Einsatz der Marketinginstrumente erreicht werden soll, definiert werden. Marketingziele müs-sen kompatibel mit den grundlegenden Unternehmenspositionen wie Vision, Unternehmensleitbild, Unternehmensgrundsätze und strategische Unternehmensziele sein. Zudem müssen sie auf der Markt-segmentebene mögliche Zielbeziehungen berücksichtigen, im Sinne einer Mittel-Zweck Relation hie-rarchisch aufgebaut und anhand eindeutiger Messvorschriften operationalisierbar sein. Notwendig für eine Zielpräzisierung sind fünf Zieldimensionen:
(1) die Festlegung der Zielart bzw. Zielgrösse,
(2) der Bezug auf ein bestimmtes Produkt bzw. eine Produktgruppe,
(3) der Käufersegmentbezug,
(4) die Festlegung des Zielausmasses und
(5) der Bezug auf eine bestimmte Planperiode. Die Festlegung des Zielinhaltes verlangt dabei eine Entscheidung darüber, was im Marketing angestrebt wird. Die im Zielbildungsprozess festgelegten Unternehmens- und Marketingziele haben im Rahmen der konzeptionellen >>> Marketingziel
Neuen Werkstoffe - Nicht zuletzt aufgrund der Neuen Werkstoffe stellt das Einsatzstoffe-Marketing ein Gebiet des Industriegütermarketings dar, welches in jüngerer Zeit verstärkt Aufmerksamkeit erfährt. „Neue Werkstoffe“ entstehen entweder durch eine neuartige Kombination bekannter Eigenschaften, durch eine bekannte Kombination bekannter Eigenschaften mit neuer, bislang nicht erreichter Ausprägung oder durch neuartige stoffliche Zusammensetzungen. Als Ergebnis der Einführung „Neuer Werkstoffe“ ist - Erfolg vorausgesetzt - mit einer Verdrängung bzw. Ergänzung bisheriger Problemlösungen zu rechnen. Schwerpunkte in diesem Bereich sind Verbundwerkstoffe, Keramik, Legierungen/beschichtete Werkstoffe sowie Kunststoff e/T extilien. Unter den zahlreichen Problemen, die sich mit der Einführung der Werkstoffe ergeben, ragen drei Bereiche heraus. Sehr wichtig für den Einsatzstoffanbieter ist die Überwindung von Marktwiderständen, die u.a. auf hohen Umstellungskosten der Verwender, auf technologischen Unsicherheiten bezüglich der Nutzung sowie auf fehlendem Know-how beim Nachfrager beruhen können. Die Höhe der Marktwiderstände ist dabei allerdings entscheidend davon abhängig, ob und inwieweit der Nachfrager in die Werkstoffentwicklung >>> Neuen Werkstoffe
Bilanzänderungen - (changes in balance sheet)
Bilanzänderung bedeutet, einen richtigen Bilanzansatz durch einen anderen zu ersetzen. Eine Bilanzänderung kann vorgenommen werden, wenn handelsrechtlich oder steuerrechtlich ein Bilanzierungs- oder Bewertungswahlrecht >>> Bilanzänderungen
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