In der Wirtschaftssoziologie: im 19. Jahrhundert nach den Ideen von C.H. de Saint-Simon und C. Fourier entstandene Zusammenschlüsse einzelner Produzenten oder Konsumenten nach den Prinzipien der Selbsthilfe und der kooperativen Verwaltung bzw. Kontrolle. Genossenschaft wurde als Gegenmassnahme gegen die Marktmacht von Grossunternehmen verstanden, z.T. auch mit explizit antikapitalistischem Grundverständnis als Antizipation zukünftiger umfassender Gemeinwirtschaft gegründet. In Deutschland waren von besonderer praktischer Bedeutung die Ansätze von H. Schulze-Delitzsch (gewerbliche G.n) und R.W. Raiffeisen (landwirtschaftliche G.n).
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