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Das Wirtschaftslexikon

 

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25. 03. 2019

Arbeitsteilung - In der Wirtschaftssoziologie: division of labor, frz.: division du travail, [1] bezeichnet bei E. Durkheim sowohl die historisch-gesellschaftliche Tendenz zur relativen Trennung und Verselbständigung von politischen, administrativen, wirtschaftlichen usw. Funktionen und Institutionen (frz.: division du travail social) als auch die historisch-sozioökonomische Tendenz zur relativen Trennung und Verselbständigung von Berufstätigkeiten, Arbeitsgängen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. [2] In der älteren Sozialwissenschaft ist Arbeitsteilung Bezeichnung für die Aufsplitterung von grösseren Produktionsgängen auf eine Vielzahl von Produzenten bei gleichzeitiger Koordination (in der Einheit Betrieb) im Interesse grösserer Produktivität (A. Smith). [3] Die marxistische Theorie unterscheidet zwischen der Arbeitsteilung im allgemeinen, im besonderen und im einzelnen. Unter der Arbeitsteilung im allgemeinen versteht K. Marx die gesellschaftliche A., die „ Trennung der gesellschaftlichen Produktion in ihre grossen Gattungen, wie Agrikultur, >>> Arbeitsteilung


Bürgschaft - Durch einen Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten, für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten mit seinem gesamten Vermögen einzustehen. Aval. Die Bürgschaft zählt zu den persönlichen   Kreditsicherheiten (Kreditsicherungsmitteln). Bei ihr ver­pflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger für die Verbindlichkeit eines Schuldners einzustehen (765 BGB). Grundsätzlich muss sich der Gläubiger zum Zweck der Bezahlung seiner Forderung zu­nächst an den Schuldner wenden. Der Bürge kann seine Inanspruchnahme vor der des Schuldners durch die sog. Einrede der Vorausklage verhindern (§ 771 BGB). Diese Möglichkeit besteht erstens nicht (§ 349 HGB), wenn sich ein Kaufmann i.S.d. §§ 1 ff. HGB verbürgt hat und die Bürgschaft in seinen Geschäftsbereich fällt (§§ 343, 344 HGB). Zweitens schliessen die Parteien die Einrede der Vorauskla­ge in der Praxis oft selbst aus (§ 773 Abs. 1 Nr. 1 BGB). Es einsteht dadurch eine selbstschuldnerische Bürgschaft, bei der der Gläubiger unmittelbaren Zugriff auf das Vermögen des Bürgen nehmen kann. Die Bürgschaft entsteht durch eine entsprechende vertragliche Vereinbarung zwischen den >>> Bürgschaft


Wechselkurs - Preisverhältnis, zu dem verschiedene Währungen getauscht werden; Wechselkurse werden auch als „ Paritäten" bezeichnet. Jeder Staat legt im Rahmen seiner Währungspolitik Wechselkurs-Regeln für seine Währung fest. Wird der Wechselkurs den Marktkräften überlassen, spricht man von flexiblem Wechselkurs. Bei einem System fester Wechselkurse (Bretton-Woods-Abkommen) werden feste Paritäten (Leitkurse) zu anderen Währungen fixiert und notfalls durch staatliche Interventionen am Devisenmarkt verteidigt (Bandbreite). Paritäten mehrerer Währungen zueinander können auch dadurch festgelegt werden, dass für alle diese Währungen eine Parität >>> Wechselkurs



24. 03. 2019

Aktie - Urkunde über einen rechtlichen Anspruch auf einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft in der Höhe des aufgedruckten Geldbetrages (Nennwert). Aktien werden in der Regel durch Kauf erworben. Ihr Marktpreis wird von der zu erwartenden Dividende, aber auch vom Interesse an dem Besitz eines Aktienpaketes bestimmt. Der Preis wird oft auch künstlich beeinflusst (Mediennachrichten. Bilanzveröffentlichungen usw.). Die Aktie verbürgt ein Stimmrecht auf der Hauptversammlung der Aktionäre und einen Anspruch auf Zahlung der dort beschlossenen Dividende. Die Dividende wird aus dem Profit der Aktiengesellschaft bezahlt, macht aber nur einen kleinen Teil des Gesamtprofits aus. Von den verschiedenen Formen der Aktie sind hervorzuheben: die Vorzugsaktie (meist höhere Dividende, dafür Verlust des Stimmrechts) und die Mehrstimmrechtsaktie (sie verleiht dem Inhaber auf der Hauptversammlung mehr Stimmen, als ihrem Nennwert entspricht). Bei den Depotaktien handelt es sich um Aktien, deren Verwaltung und Stimmrecht an Banken übertragen wurde. Mit diesem Depotstimmrecht üben Banken entscheidenden Einfluss in Aktiengesellschaften aus. Der Vorteil für die Aktienbesitzerinnen besteht darin, dass die Anteile leicht gehandelt werden können und ihre augenblickliche Bewertung leicht feststellbar ist. Die Unternehmen (Aktiengesellschaften) haben dadurch den Vorteil der einfachen Kapitalbeschaffung bei einer großen von Anzahl Kapitalgebern und die Unkündbarkeit der Aktien (sie können nur verkauft werden). Durch den niederen Mindestbetrag pro Aktie können auch kleinste Kapitalbeträge zur Finanzierung der Konzerne mobilisiert werden und es wird dadurch eine hohe Vergesellschaftung erreicht. Aktien >>> Aktie


Handelsbilanz - (commercial balance sheet) Die Handelsbilanz ist der nach handelsrechtlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung. AG und GmbH müssen noch einen Anhang anfertigen. (A)(im   Aussenhandel) Die Handelsbilanz als Teil der Zahlungsbilanz erfasst in einem Zeitraum den Wert der Ausfuhren (Exporte) und der Einfuhren >>> Handelsbilanz


Steuerbilanz - (tax balance sheet) Die Steuerbilanz ist der nach steuerlichen Vorschriften erstellte Jahresabschluss. Bilanz für die Besteuerung eines UnternehmenSteuerbilanz In ihr müssen die einzelnen Posten nach den Bestimmungen der Steuergesetze bewertet werden. Sie kann daher von der Handelsbilanz abweichen. Den Begriff S. kennt das Gesetz >>> Steuerbilanz



23. 03. 2019

Global Sourcing - zählt zu den   Sourcingstrategien im Einkauf. Global Sourcing beschreibt die Erweiterung der Be­schaffungspolitik auf internationale Quellen. Vorrangige Zielsetzung ist die Reduzierung der Beschaf­fungskosten. Vorteile ergeben sich aus der Steigerung der Transparenz von globalen Leistungen, gere­gelte Versorgung mit im Inland knappen Gütern, Ausnutzung von Konjunktur- und Wachstumsunter­schieden, Senkung der Materialkosten sowie die Schaffung neuer Absatzmärkte. Nachteile des Global Sourcings sind Wechselkursrisiken, Transport- und Qualitätsrisiken, Kommunikationsschwierigkeiten sowie der Aufbau höherer Sicherheitsbestände. Siehe auch  Beschaffungsmanagement,   Supply Chain Management,   Globalisierung, jeweils mit Literaturangaben sowie  Sourcing-Strategien und   Logistik. Konzept zur Neuorientierung der Be­schaffungsstrategie von Unternehmen. Dabei werden deren strategische Aufgaben­stellungen >>> Global Sourcing


Skonto - Prozentsatz, der bei sofortiger Bezahlung oder bei Zahlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraums vom Rechnungsbetrag abgezogen werden kann. Unter Skonto ist ein Preisnachlass zu verstehen, der bei frühzeitiger Zahlung der Rechnung gewährt wird. Skonto wird in der Regel für die ersten zwei Wochen ab dem >>> Skonto


Standortfaktoren - Gegebenheiten bzw. Bestimmungsfaktoren, die für die Auswahl des Standorts einer Bank bzw. ihrer Zweigstellen bzw. für die Standortentscheidung massgebend sind. jene Eigenschaften eines Standortes, die Einfluß auf die Zielerreichung einer Un­ternehmung haben. Da Unternehmungen im Regelfall kosten-, erlös- und finanzwirtschaftliche Ziele anstreben, ent­halten Kataloge von Standortfaktoren jene Merkmale eines Standortes, die Einfluß auf die Höhe der Kosten, der Erlöse und der fi­nanziellen Situation einer Unternehmung haben. Für den Industriebetrieb stehen dabei die kostenwirtschaftlichen Auswirkungen im Vordergrund, im Handelsbetrieb sind zusätzlich die absatzwirtschaftlichen Ge­sichtspunkte von vorrangiger Bedeutung (Standort im Handel). Die Kataloge von Standortfaktoren sind in der theoretischen Literatur zunehmend dif­ferenziert und systematisiert worden. Beh­rens (1965) unterscheidet: Absatz und Standort Bedarf Verkehr Kaufkraft Absatzkonkurrenz Gütereinsatz und Standort Betriebsraum Arbeit Waren Umfangreicher ist der von Nauer (1970) für die Standortbewertung im Handel zusam­mengestellte Katalog, der folgende Faktoren auflistet: DemographischeFaktoren Bevölkerungsbestand und Verteilung >>> Standortfaktoren



22. 03. 2019

Quellensteuer - (tax of source, with-holding-tax) liegt vor, wenn aus Gründen der Verwaltungsvereinfachung und Si­cherung des Steueraufkommens z.B. die   Einkommensteuer teilweise bereits an der Quelle erhoben wird. Hierzu gehören bspw. In Deutschland die  Lohnsteuer, die   Kapitalertragsteuer >>> Quellensteuer


Kapitalherabsetzung - 1.1.weitest.S. jede Form der Verminderung des einer Unternehmung zur Verfügung stehenden Kapitals. 2.1.eigentl.S. Verringerung des Nominalkapitals bei Kapitalgesellschaften. Bei AG: ordentliche, vereinfachte, Kapitalherabsetzung durch Einziehung von Aktien, z.T. mit Gläubigerschutzbestimmungen. Ggs.: Kapitalerhöhung. vor allem bei der   Aktiengesellschaft verwendeter Begriff. Die nominelle vereinfachte Kapitalherab­setzung verfolgt vor allem im Rahmen von Unternehmenssanierungen den Zweck, das Grundkapital >>> Kapitalherabsetzung


Wirtschaftlichkeitsprüfung - In der Gesundheitswirtschaft: efficiency audit Die Überwachung der Wirtschaftlichkeit in der vertragsärztlichen Versorgung ist eine gemeinsame Aufgabe der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung nach § 106 SGB V wird zwischen Auffälligkeits- und Zufälligkeitsprüfungen unterschieden. Auffälligkeitsprüfungen werden vorgenommen, wenn die ärztlich verordneten Leistungen die Richtgrößen überschreiten. Auffälligkeitsprüfungen sollen nach dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG) in der Regel für nicht mehr als fünf Prozent der Ärzte einer Fachgruppe durchgeführt werden. Sofern der Arzt verpflichtet wird, Rückzahlungen an eine Krankenkasse zu leisten, muss diese Festsetzung innerhalb von zwei Jahren nach Ende des geprüften Verordnungszeitraums erfolgen. Nach dem GKV-WSG sollen insbesondere auch Ärzte geprüft werden, deren ärztlich verordnete Leistungen in bestimmten Anwendungsgebieten deutlich von der Fachgruppe abweichen sowie insbesondere auch verordnete Leistungen von Ärzten, die an einer Untersuchung nach § 67 Abs. 6 des Arzneimittelgesetzes beteiligt sind. Bei Zufälligkeitsprüfungen werden pro Quartal bei zwei Prozent der Ärzte arzt- und versichertenbezogene Stichproben gezogen. Die Zufälligkeitsprüfungen >>> Wirtschaftlichkeitsprüfung



21. 03. 2019

Wechsel - Ausdrücklich als solcher bezeichnete Zahlungsanweisung in gesetzlich vorgeschriebener Form. Man unterscheidet zwei Arten: die Tratte (gezogener Wechsel) und den Solawechsel (eigener Wechsel). Die Tratte ist eine Anweisung des Ausstellers an den Bezogenen (Schuldner), den im Wechsel angegebenen Betrag an einem bestimmten Tag an den Begünstigten zu zahlen. Der Bezogene verpflichtet sich durch sein Akzept (Unterschrift quer am Rande des Wechsels) zur Zahlung. Durch den Solawechsel verpflichtet sich der Aussteller, den Wechselbetrag zum angegebenen Zeitpunkt dem Wechselnehmer (Inhaber des Wechsels) zu zahlen. Als Zahlstelle wird meistens die Bank angegeben, bei der der Aussteller oder der Bezogene sein Konto hat. Wird das Zahlungsversprechen nicht eingehalten, so kann in wenigen Tagen ein Zahlungsbefehl oder ein Urteil im Urkundenprozess (als Beweismittel dienen nur Urkunden und Parteivernehmung) erwirkt werden, woraus sofort vollstreckt werden kann. Im Rahmen ihres Kreditgeschäftes kaufen Banken Wechsel an (Diskontkredit). Ein Wechsel weist folgende Merkmale (Bestandteile) auf: (1) Ein Wechsel muss (von seltenen Ausnahmen bei Auslandswechseln abgesehen) ausdrücklich die Bezeichnung „Wechsel”, „Bill of Exchange”, „Lettre de Change” o.Ä. tragen. Mehrere Ausfertigungen eines Wechsels kommen nur noch selten vor. (2) Der gezogene Wechsel muss die unbedingte Zahlungsanweisung enthalten, eine bestimmte Geld­summe zu bezahlen, z.B. „Gegen diesen Wechsel zahlen Sie ...”, „Pay against this Bill of Exchange ...”. (3) Die Wechselurkunde muss, um rechtsgültig zu sein, den Namen des Bezogenen enthalten. Bei In­landswechseln ist darüber hinaus in aller Regel bereits das Akzept des Bezogenen eingeholt, bevor sie in Verkehr gebracht werden. Im Auslandsgeschäft kommen dagegen auch Wechsel vor, die noch nicht akzeptiert sind, und die als  Tratten bezeichnet werden (so z.B. bei   Dokumenteninkassi gegen Akzept). (4) Die Verfallzeit eines Wechsels kann alternativ lauten (a) auf einen bestimmten Tag (Tagwechsel, Zeitwechsel); (b) auf eine bestimmte Zeit nach der Ausstellung des Wechsels (Datowechsel); (c) auf Sicht (Sichtwechsel); (d) auf >>> Wechsel


Rabattgesetz - Das Gesetz über Preisnachlässe (Rabattge­setz) vom 25. November 1933 schränkt die Möglichkeit der Gewährung von Rabat­ten für den Einzelverkauf von Waren oder Leistungen des täglichen Bedarfs an den letz­ten Verbraucher ein. Das Gesetz will also nicht den Rabatt als ein seit langem übliches Mittel im Wettbewerb um Kundschaft gänz­lich verbieten, sondern die Gewährung von Preisnachlässen auf einen „gesunden erzie­herischen Kern“ zurückführen und Preis­nachlässe nur tolerieren, „solange sie sich in­nerhalb einer vernünftigen gesunden kaufmännischen Preisrechnung bewegen“ (Begründung zum Gesetz über Preisnachläs­se). Wie die Zugabeverordnung will auch das Rabattgesetz der Preistransparenz dienen. Zudem sollten v. a. kleine und mittle­re Betriebe gegen einen ungezügelten Ra­battwettbewerb geschützt werden. Das Ra­battgesetz ist heftig umstritten und würde heute sicherlich nicht erlassen werden. Das Bundesverfassungsgericht hat es aber für verfassungskonform erklärt. Preisnachlässe (Rabatte) sind nach der Defi- nitiondes Gesetzes in § 1 Abs. 2 Rabattgesetz Nachlässe von den Preisen, die der Unter­nehmer ankündigt oder allgemein fordert, oder Sonderpreise, die wegen der Zugehörig­keit zu bestimmten Verbraucherkreisen, Be­rufen, Vereinen oder Gesellschaften einge­räumt werden. Im geschäftlichen Verkehr für Waren des täglichen Bedarfs im Einzelver­kauf an den letzten Verbraucher oder bei der Ausführung gewerblicher Leistungen des täglichen Bedarfs für den letzten Verbrau­cher dürfen Rabatte nur nach den Vorschrif­ten des Rabattgesetzes angekündigt oder ge­währt werden (§ 1 Abs. 1 Rabattgesetz). Dabei werden die Begriffe „Waren oder ge­werbliche Leistungen des täglichen Bedarfs“ sehr weit ausgelegt. Nach der Rechtspre­chung fallen hierunter alle Waren, für welche in der Bevölkerung jederzeit ein Bedarf ein- treten kann, wobei es genügt, wenn ein ent­sprechendes Bedürfnis nur bei einem kleinen Verbraucherkreis existent ist. Ausgenom­men sind daher vor allem Luxusgegenstände und langlebige Güter. Der Preisnachlaß be­zieht sich auf den angekündigten oder allge­mein geforderten Preis, den sog. Normal­preis des Händlers. Wann der Händler einen Preis angekündigt oder allgemein gefordert hat, kann im Einzelfall durchaus Schwierig- kciten bereiten, insb. bei der Heranziehung der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers als Grundlage für die Verkaufs­gespräche. Der BGH hat neuerdings ent­schieden, dass das Benutzen der Preisliste des Herstellers, die unverbindlich empfohlene Preise enthält, nicht die Angabe des Normal­preises des Händlers darstellt. Daraus folgt, dass es keinen Verstoß gegen das Rabattge­setz darstellt, wenn der Händler unter Her­anziehung der Preisliste des Herstellers dem Kunden einen günstigeren Preis als den un­verbindlichen empfohlenen Preis im Einzel- verkaufsgespräch anbietet. Entscheidend da­für, ob eine Preisgestaltung sich als Preisnachlaß i. S. des Rabattgesetzes dar­stellt, ist nicht das Vorstellungsbild des Händlers, sondern allein die Sicht des Ver­kehrs, d.h. des durchschnittlichen Verbrau­chers. Wenn diesem gegenüber durch die Art der Ankündigung der Eindruck erweckt wird, ihm werde im >>> Rabattgesetz


Amortisation - Ratenweise Tilgung einer Schuld nach einem festgelegten Plan. 1. i.d.R. planmäßige Rückzahlung einer Verbindlichkeit neben der Zinszahlung (Annuität). 2. freiwillige oder zwangsweise Einziehung >>> Amortisation



20. 03. 2019

Kreditkarte - Ausweiskarte, die den Inhaber zu bargeldlosem Bezahlen in solchen Geschäften, Hotels usw. berechtigt, die dem Kartensystem als Vertragsunternehmen angeschlossen sind. Bis zur Abrechnung des Betrages vom Bankkonto nimmt der Karteninhaber Kredit in Anspruch. Die Kreditkarte ist in der Bundesrepublik (anders als in den USA) kein Massenzahlungsmittel, es wird nur eine spezielle Form der Kreditkarte, die Travel and Entertainment-Karte, von einem begrenzten Inhaberkreis verwendet. Bonitätsausweis, der dem Inhaber den Bezug von Gütern und Bargeld bei den Vertragsunternehmen der Kreditkarte-norganisation bis zu einem bestimmten Höchstbetrag bei Einräumung eines Zahlungszieles ermöglicht. Im Umfang erfolgter Inanspruchnahme erhält der Kunde kurzfristigen Kredit. Die Banken der Kreditkarte-norganisation verpflichten sich i.d.R. gegenüber dem Verkäufer zum Ankauf der offenen Rechnungen >>> Kreditkarte


Return on Investment (ROI) - (allgemeine Charkterisierung) (engl. Return on Assets) ist eine gewinnbasierte Rentabilitätskennzahl. Der ROI entspricht der Rendite auf das Investierte Kapital, und ist definiert als Quotient aus Gewinn und Gesamtkapital. Der ROI, traditionell auf Geschäftsbereichsebene als interne Steuerungsgrösse eingesetzt, wurde zu­nehmend durch andere, wertorientierte Kennzahlen ersetzt. Ein wesentlicher Problempunkt beim ROI besteht - neben den allen Rentabilitätskennzahlen anhaftenden Schwächen — in der inkonsistenten Er­mittlung der Gewinn- und Kapitalgrössen. Im Nenner wird der Buchwert des Gesamtkapitals und im Zähler der Gewinn (Jahresüberschuss) nach Fremdkapitalzinsen angesetzt, so dass sich Fremdkapital aufgrund des Zinsabzugs im Gewinn senkend auf den ROI auswirkt. Siehe auch   Cash Flow Return on Investment >>> Return on Investment (ROI)


Rente - Generell ist die Rente ein regelmäßiges Einkommen aus angelegten Kapital. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird darunter meist eine Leistung der gesetzlichen oder privaten Renten- oder Unfallversicherung verstanden. regelmäßige Zahlung von Geldbeträgen auf Grund von Rechtsansprüchen oder auf Grund einer bestimmten Konstellation: Nach der Dauer der Auszahlung unterscheidet man >>> Rente



19. 03. 2019

Lohnstruktur - In der Wirtschaftssoziologie: Bezeichnung für die Struktur der Löhne und Gehälter der Lohnabhängigen in einem Betrieb, einer Region, einer Gesellschaft, nach Höhe, Form, Häufigkeit, >>> Lohnstruktur


Wettbewerbsstrategie - (Industrie und Einzelhandel). Michael Porter diskutiert drei allgemeine Strategietypen, mit Hilfe derer Unternehmen eine erfolgreichere Marktposition einnehmen können als ihre Konkurrenten: Umfassende Kostenführerschaft („overall cost leadership”), Differenzierung („differentiation”) und Konzentration auf Schwerpunkte („focus”), wobei die Schwerpunkte entweder mit der Kostenführerschafts- oder mit der Differenzierungsstrategie bearbeitet werden sollen. Die These, dass Kostenführer bzw. Differenzierer erfolgreicher sind als solche Unternehmen, die sich weder für die eine noch die andere Strategie entscheiden können und damit laut Porter „zwischen den Stühlen sitzen”, kann im Prinzip durch empirische Forschung bestätigt werden. Allerdings kann im Zu­ge der Marktevolution der Erfolg von der Fähigkeit des Unternehmens abhängen, einen Kosten- und Differenzierungsvorteil zugleich zu realisieren (= Outpacing Strategie). Outpacing-Unternehmen verbessern also entweder erst die Leistung und streben dann Kostenreduktionen an oder sie gehen in umgekehrter Reihenfolge vor. Siehe auch   Marketing, Internationales (mit Literaturangaben). Die Wettbewerbsstrategie als Teil des Strategischen Marketing ist dadurch ge­kennzeichnet, dass ein Unternehmen seine Strategie nicht isoliert entwickelt, sondern am gesamten relevanten Umfeld ausrichtet. Ziel der Wettbewerbsstrategie ist die Errei­chung bzw. Verteidigung einer gewinnopti­malen Position innerhalb einer Branche bzw. deren Wertkette. Bestimmungsfaktoren der Wettbewerbsstrategie sind auf der einen Seite die B ranchenstruktur undaufder ande­ren Seite die relative Position im Vergleich zu den Konkurrenten. Die Branchenstruktur wird nach Porter (1983) im wesentlichen durch fünf Wettbe­werbskräfte determiniert: Verhandlungsstärke der Abnehmer: Die Attraktivität einer Branche und hier insb. die Profitabilität wird wesentlich von der Verhandlungsmacht der Kunden be­stimmt. Starke Abnehmer oder Nachfra­gemonopole können Preise und Qualitä­ten der Produkte und damit auch die Gewinnspanne bestimmen (vertikales Marketing). Verhandlungsstärke der Lieferanten: Analog den Kunden können auch Liefe­ranten eine so starke Position besitzen, dass sie Preise und Konditionen bestim­men. Falls die Unternehmen die höheren Kosten nicht über höhere Preise an ihre Kunden weitergeben können, ergeben sich direkte negative Konsequenzen für die Profitabilität der Branche. Bedrohung durch neue Konkurrenten: Neue Marktteilnehmer bedeuten neue Kapazitäten und häufig auch neue Spielre­geln des Wettbewerbs, beides potentielle Gründe für eine sinkende Rentabilität. Schutz vor neuen Konkurrenten bieten nur hohe Markteintrittsbarrieren, die es für neue Konkurrenten unmöglich oder unattraktiv machen, in den Markt herein­zukommen. Gefahr durch Substitutionsprodukte: Un­ternehmen müssen permanent damit rechnen, dass neue innovative Produkte zur Verdrängung der existierenden Pro­dukte führen. Änderungen im Konsu­mentenverhalten können auch zu einer Substitution durch bestehende Produkte führen. Der Grad der Rivalität zwischen existie­renden Wettbewerbern: Die Rentabilität innerhalb einer Branche hängt ebenfalls von dem Grad der aktuellen Wettbe­werbsintensität ab, der zwischen friedlich und kriegerisch variieren kann. Wichtig ist i. d. R. die Frage, mit welchen Instrumen­ten der Wettbewerb primär ausgetragen wird. Bei vorherrschendem Preiswett­bewerb befinden sich alle Unternehmen bis auf den Kostenführer in einer schwierigen Situation. Bei Wettbewerb über vorwiegend nichtpreisliche Instru­mente sind die Rentabilitätserwartungen d. R. besser. Neben der Branchenstruktur ist für die Wettbewerbsstrategie des individuellen Un­ternehmens entscheidend, welche relative Wettbewerbsposition es z. Z. einnimmt. Der gedankliche Rahmen zur Beantwortung die­ser Frage ist das Strategische Dreieck. Die eigene Leistungsfähigkeit, die Leistungs­fähigkeit der Konkurrenz sowie die Erwar­tungen und Wahrnehmungen der Kunden beeinflussen gleichermaßen die Wettbe­werbsstrategie eines Unternehmens. Ein wichtiger Punkt ist hierbei die Wahrneh­mung der Kunden. Es kommt neben der ob- jektiv-technischen Leistungsfähigkeit auch auf die von den Kunden wahrgenommenen Stärken und Schwächen an, also auf die sub­jektiv wahrgenommene Leistungsfähig­keit. Bei Diskrepanzen zwischen objektiv­technischer und subj ektiv wahrgenommener Leistung resultieren die in der Abb. darge- stelltenStrategieempfehlungen. Basis für den letztlichen Erfolg der Wettbe­werbsstrategie ist die positive Differenzie­rung eines Unternehmens von seinen Kon­kurrenten, es benötigt einen Strategischen Wettbewerbsvorteil. In Analogie zur Evolu­tionstheorie muss ein Unternehmen zumin­dest einen strategischen Wettbewerbsvorteil besitzen, umlangfristigüberlebenzukönnen. Porter unterscheidet auf Basis des strategi­schen Dreiecks drei Basisformen von Wett­bewerbsstrategien: die Strategie der Kostenführerschaft, die Differenzierungsstrategie und die Konzentration auf ganz bestimmte Marktsegmente (Marktsegmentie­rung), womit im Grunde an die im Rahmen der Marktsegmentierung entwickelten Op­tionen >>> Wettbewerbsstrategie


Organschaft - Begriff des Steuerrechts; unter Organschaft versteht man die wirtschaftliche, finanzielle und organisatorische Unterordnung eines Unternehmens unter ein anderes. Die Untergesellschaft (Organgesellschaft) hat den Weisungen der Obergesellschaft zu folgen. Wenn ein rechtlich selbständiges Unternehmen (Organ) einem anderen Unternehmen >>> Organschaft



18. 03. 2019

Branche - Gruppe von Unternehmen, die Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten, die sich aus Sicht des Kunden gegenseitig ersetzen können bzw. einen ähnlichen Nutzen >>> Branche


Bankgeschäfte - 1. I.w. S. von Banken entspr. ihren Unternehmenszielsetzungen betriebenen Geschäfte. 2.1. e. S. Bez. des KWG in § 1 für diejenigen Geschäfte, die ein Unternehmen, >>> Bankgeschäfte


Verrechnungspreis - (transfer price; im   Steuerrecht, Internationales). Verrechnungspreis ist der Preis, zu dem Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Unternehmens(verbundes) angesetzt werden. Verrechnungspreise werden oft (steuer-)gestaltend eingesetzt. Besonders international tätige Unternehmen versuchen durch den Einsatz von Verrechnungspreisen Gewinne auf Unternehmensteile im niedrigbesteuernden Ausland zu verlagern. >>> Verrechnungspreis



17. 03. 2019

Dispositionskredit - Besondere Form des Kontokorrentkredits für Privatkunden (auch Überziehungskredit, Verfügungskredit) ; dem Kunden wird >>> Dispositionskredit


Kurssicherung - Maßnahme zum Schutz vor sog. Wechselkursrisiken im Zahlungsverkehr mit dem Ausland. Wechselkursrisiken bestehen darin, dass der € -Wert >>> Kurssicherung


OECD - Abk. für Organization for Economic Cooperation and Development. Abk. für Organization for Economic Cooperation and Development, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Abk. für: Organization for Economic Cooperation and Development = Organisation >>> OECD



16. 03. 2019

Handelspanel - Ausprägungsform des Panels, bei dem die Erhebungen bei einem repräsentativ ausge­wählten, im Prinzip gleichbleibenden Kreis von Absatzmittlern (i.d.R. Einzelhan­delsgeschäfte) in regelmäßigen Abständen über einen längeren Zeitraum hinweg zum im Prinzip gleichen Untersuchungsgegen­stand durchgeführt werden. Damit hegt der besondere Vorzug des Handelspanels, ähn­lich wie beim V erbraucherpanel, in der dy na- mischen Betrachtung, also der Verfolgung von Veränderungen und Entwicklungen im Zeitablauf. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Ebenen der Handelspanelfor- schung unterscheiden: erstens auf der Ein­zelhandels- und zweitens auf Großhandels­ebene. Auf der Einzelhandelsebene lassen sich Einzelhandelspanels und Fachhan­delspanels unterscheiden. Auf der Großhan­delsebene spricht man dementsprechend von einem Großhandelspanel. Ein Repräsentanzproblem beim Handelspa­nel ergibt sich aus der in den seltensten Fällen gewährleisteten vollständigen Marktabdek- fcung (Coverage-Effekt). Da die Abneh­mer von Panelinformationen (v. a. Marken­artikler) naturgemäß Zahlen über ihren gesamten Distributionsbereich wünschen, müßte vom Panel eine entsprechende totale Erfassung gefordert werden. Zwar erfolgt in den Stichprobengeschäften eine vollständige Erhebung aller Artikel der untersuchten Wa- rengruppen (z.B. Markenartikel, Handels­marken, No Names), jedoch können vom Handelspanel nicht alle für ein Produkt mög­lichen Absatzkanäle erfaßt werden. So fallen beim Einzelhandelspanel Beziehungskäufe für Letztabnehmer (z.B. beim Großhandel, ab Fabrik) zwangsläufig aus der Erhebung. Umgekehrt muss aus verschiedenen Grün­den darauf verzichtet werden, jedem Ab wan­dern bestimmter Gütergruppen in neue, nicht erfaßte Verteilerstellen durch eine ent­sprechende Erweiterung der Grundgesamt­heit Rechnung zu tragen. Weitere Einschrän­kungen resultieren aus einer Vielzahl von Teilnahmeverweigerungen von z.T. markt­starken Handelsunternehmen (Coverage- , Effekt). Erhoben werden jeweils Lagerbestände so­wie die An- und Äbverkäufe in den interes­sierenden Warengruppen. Dabei liegt das folgende einfache Erfassungsprinzip zu­grunde: Inventur des Lagerbestands zu Beginn der Periode + Registrierung der getätigten Einkäufe in der betreffenden Periode (anhand von Lieferscheinen bzw. Rechnungen) - Inventur des Lagerbestandes zum Ende der Periode = (Ab-)Verkäufe zwischen den Erhebungs­intervallen Da der Einzelhandel bislang nicht durchgän­gig über eine artikelgenaue Registrierung sei­ner Bestände und Abverkäufe in kurzen zeit­lichen Abständen verfügt, ist die Erhebung dieser Daten nur über solche vergleichsweise sehr aufwendigen Inventuren möglich. Die Warenbewegungen des Handels werden durch geschulte Außendienstmitarbeiter der Marktforschungsinstitute erfaßt. Die Panel­geschäfte werden in regelmäßigen Abstän­den von den Mitarbeitern >>> Handelspanel


Normalverteilung - Die Normalverteilung (auch: Gauß-Vertei­lung, „ Glockenkurve“) erhält ihre herausra­gende Bedeutung dadurch, dass sie und ihre „Abkömmlinge“ zumindest approximativ vielen Verfahren der Inferenzstatistik zu­grunde liegen. Sie ist stetig, symmetrisch, ein- gipflig und gekennzeichnet durch 2 Parame­ter; |l in der Mitte („arithmetisches Mittel“, „Median“ und „Modus“ zugleich) und der Standardabweichung <7. Setzt man - im Ein­klang mit den wahrscheinlichkeitstheoreti­schen Axiomen - die gesamte von der Nor- malverteilungskurve umschlossene Fläche gleich 1 (oder 100), so kann der Anteil der je­weils umschlossenen Fläche in u-Einheiten berechnet werden. (So umschließt 1 <T 68,3 %, 1,96(7 95%, 2a 95,5% usw.) Die mit ji = 0 und ct= 1 gegebene Normalverteilung be­zeichnet man als Standard-Normalver- teilung. Die vielfach wiedergegebenen Tafeln beziehen sich hierauf (wobei allerdings die Art der Tabellierung durchaus >>> Normalverteilung


Beizulegender Wert - Der beizulegende Wert ist der Wert, mit dem die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der Vermö-gensgegenstände im   Umlaufvermögen >>> Beizulegender Wert