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Das Wirtschaftslexikon

 

Wir bieten Ihnen hier ein einfach gehaltenes Wirtschaftslexikon an, welches jedoch durch umfassende und professionelle Informationen in dieser Form im Internet ein Novum darstellt.

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Unsere neuesten Artikel sind :


27. 07. 2017

Stammkapital - (capital stock) Gezeichnetes Kapital der GmbH Nominalkapital >>> Stammkapital


Devisen - Forderungen und Guthaben in fremder Währung. Devisenkurs; Sorten. Bezeichnung für Forderungen/Guthaben, die auf ausländische Währungseinheiten lauten. Gegenstand des Devisenhandels sind die Fremdwährungsguthaben auf Bankkonten. >>> Devisen


staatliche Sparführung - Als für gesamtwirtschaftliche Entwicklung und breite Vermögensbildung wichtig wird das Sparen >>> staatliche Sparführung



26. 07. 2017

Exportfinanzierung - Vergabe von Krediten zur Vorfinanzierung von Exportgeschäften an die exportierenden Unternehmen oder an die Importeure >>> Exportfinanzierung


Ablauforganisation - In der Wirtschaftssoziologie: Aufbau- und Ablauforganisation 1. Definition Die Ablauforganisation beschreibt die inhaltliche, räumliche und zeitliche Abfolge von Aktivitäten, um eine  Aufgabe zu erfüllen. Sie regelt den Ablauf des betrieblichen Geschehens unter Berücksichtigung der Anforderungen an das gewünschte Ergebnis und des Leistungsvermögens von Personen und verfügbarer Sachmittel. Die jeweilige betriebliche Ablauforganisation ist dokumentiert in Arbeitshandbüchern, Leitfäden und Vorschriften, um eine wiederholbare, nachvollziehbare Ausführung jeder Aufgabe des Ablaufes mit gleichbleibender Qualität sicher zu stellen. 2. Abgrenzung Die Komplexität einer Aufgabe, die eine Ablauforganisation zu realisieren hat, bestimmt die benötigte Qualifikation der ausführenden Personen oder die technologische Vielfalt der eingesetzten Sachmittel. Bei umfangreicheren Aufgaben — beispielsweise der Herstellung eines Produktes — ergibt sich daher meist eine Spezialisierung der Personen auf bestimmte Tätigkeiten und damit auch die Zuordnung der benötigten Sachmittel. Gebäude, Einrichtungen, Maschinen, Werkzeuge Informationssysteme oder Daten sind auf die einzelnen Aufgabenschwerpunkte zugeschnitten. Ausserdem gestaltet sich der Gesamtablauf oft derart lang, dass eine Zergliederung in Teilabläufe sinnvoll ist. Insofern entsteht eine Abl.     die Befriedigung des Kundenwunsches bestehend aus Tell-Ablauforganisationen, die teils sequentiell teils parallel ihre Teilaufgaben abarbeiten. Die Vorkalkulation im Rahmen der Erstellung eines Angebotes, die Erprobung bei der Entwicklung eines neuen Produktes oder die Lackierung einer Rohkarosse sind Beispiele für derartige Teilabläufe. Mit steigender Komplexität, Spezialisierung und Zergliederung verliert die Ablauforganisation allerdings an Übersichtlichkeit und Flexibilität. Daraus ergibt sich ein grösserer Planungs- und Koordinierungsaufwand. Fasst man jetzt die spezialisierten Tätigkeiten zusammen, um Grössenvorteile zu nutzen, beispielsweise ein zentraler Einkauf oder Qualitätssicherung, oder lagert die Planungs- und Kontrollfunktionen aus dem Ablauf aus, so ergibt sich eine Struktur: die sog.  Aufbauorganisation. Dieser Schritt ist überall dort anschaulich nachzuvollziehen, wo ein kleines „Start-up-Unternehmen” um Grössenordnungen wächst. Arbeitet anfangs noch jeder in jeder Funktion, bilden sich schnell Spezialisierungen, die in eine Aufbauorganisation mit festen Zuständigkeiten mündet. Insofern sind reine Ablauforganisationen ohne Aufbauorganisation nur in Kleinstuntemehmen mit einfachen Aufgaben zu finden und auch nur dann, wenn jeder Mitarbeiter alle Tätigkeiten des Ablaufes gleich gut beherrscht. Ablauf-und Aufbauorganisation sind also nahezu untrennbar miteinander verwoben. Der reine Ablauf erhält eine übergeordnete Struktur. Diese Struktur sollte allerdings so klein wie möglich sein, da sie oft nicht direkt an der Wertschöpfung beteiligt ist und die Zunahme ablaufinterner   Schnittstellen zusätzliche Kosten und Verzögerungen bedeutet. 3. Ziele Die Ziele der Ablauforganisation haben sich in den letzten dreissig Jahren verändert. Früher dominierte die Auslastung aller am Ablauf beteiligten Ressourcen die Zielvorgaben. Heute stehen überwiegend kundenorientierte Ziele im Vordergrund wie termingerechte Ausführung, hohe Qualität, geringe Kosten, kurze Durchführungszeiten, hohe Flexibilität, Service- und Kundenfreundlichkeit und die Fähigkeit zu kundenspezifischen innovativen Lösungen. 4. Gestaltung der Ablauforganisation Voraussetzungen der Ablauforganisation für die Erreichung der o.g. Ziele sind minimale Bestände an Material, Sachmitteln und Personal. Ist die zu erfüllende Aufgabe einfach, hat wenig Wertschöpfungsstufen, keine oder wenig Varianten mit hoher Ähnlichkeit und grosse Stückzahlen, dann kann der Grad der Arbeitsteilung höher und die Qualifikation der am Ablauf Beteiligten geringer sein. Steigt die Komplexität der Aufgabe oder die Variantenvielfalt empfiehlt es sich oft, den Grad der Arbeitsteilung zu reduzieren und Planungs-, Kontroll- und Unterstütztuigstätigkeiten aus zentralen Funktionsbereichen in den Ablauf selbst zu verlagern. Dies verringert Schnittstellen und ermöglicht eine höhere Reaktionsfähigkeit auf Ablaufstörungen. Diese Art der Dezentralisierung führt allerdings zu höheren Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation >>> Ablauforganisation


Portfolioanalyse - (im  Marketing). Eine Portfolioanalyse ist ein Instrument der strategischen  Situationsanalyse, mit dem die gegenwärtige Marktposition von   strategischen Geschäftseinheiten (SGEs),  Produkten, Kunden, Wettbewerbern und anderen Analyseobjekten sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten unter-sucht und visualisiert werden können. Mit Hilfe der Portfolioanalyse können Schlussfolgerungen für eine strategische Neuorientierung dieser >>> Portfolioanalyse



25. 07. 2017

Realisationsprinzip - (A)  (Jahresabschluss, deutscher). Gewinne dürfen in der Bilanz erst zum Ansatz gebracht werden, wenn sie durch Umsatz realisiert sind. Nicht realisierte Gewinne dagegen dürfen nicht ausgewiesen werden, § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Das Realisationsprinzip hat wichtige Konsequenzen für die Bewertung, da­nach dürfen Wertsteigerungen des Vermögens nicht gewinnerhöhend wirken; siehe auch   Anschaf­fungswertprinzip. (B) (handelsrechtlich, betriebswirtschaftlich). Das Realisationsprinzip besagt, dass Gewinne aus der unter­nehmerischen Leistung erst dann erfolgswirksam erfasst werden dürfen, wenn sie realisiert sind. Als Realisationszeitpunkt wird nach herrschender Meinung der Zeitpunkt angesehen, zu dem eine Liefe­rung vollzogen (= Gefahrenübergang) oder eine Leistung erbracht wurde. Das Realisationsprinzip ver­hindert den Ausweis unrealisierter Gewinne aus >>> Realisationsprinzip


Gewinn - (profit) Positiver Saldo zwischen Erträgen und Aufwendungen siehe Jahresüberschuss, siehe auch Gewinnkonzept der Rechnungslegung. Differenz zwischen den bewerteten Leistun­gen (Erlösen) und den Kosten, im Marke­tingkontext meist gleichbedeutend mit Deckungsbeitrag verwendet (Marketingziele, Marketing-Controlling). I. in der Volkswirtschaftslehre : 1. Differenz zwischen Erlösen aus verkaufter Produktion und vollständigen Opportunitätskosten (Kosten) der für diese Produktion eingesetzten Produktionsfaktoren . In dieser Definition enthält der Gewinn den Unternehmerlohn, Eigenkapitalverzinsung sowie Risikoprämie für Vermögensverlust (Vermögen) bei Mißerfolg. 2. Unternehmerlohn als Einkommen für dispositive Arbeit. Hierunter fallen auch Einkommen der freien Berufe. 3. G.i.e.S., das Unternehmereinkommen vermindert um Unternehmerentlohnung und Eigenkapitalverzinsung, oft als Nicht-Faktoreinkommen oder auch Residualeinkommen (Einkommen) bezeichnet. Wird in der Theorie allgemein als Differenz zwischen Erlösen und Kosten einer bestimmten Periode definiert und in den Modellen der Preisbildung in der Analyse des kurzfristigen oder langfristigen >>> Gewinn


Leverage-Effekt - Leverage. Der Begriff Leverage-Effekt bezeichnet die Hebelwirkung der Fremdkapitalkosten auf die Eigenkapi­talrentabilität. Diese Hebelwirkung entsteht, wenn die Gesamtkapitalrentabilität eines Unternehmens signifikant höher (oder niedriger) als die Fremdkapitalzinsen ist. In diesem Falle steigt (oder sinkt) die Eigenkapitalrentabilität überproportional. Der Leverage-Effekt ist daher i.A. ein wichtiges Kriterium >>> Leverage-Effekt



24. 07. 2017

Firma - (A)(deutsches Recht) ist der Name, unter dem ein  Kaufmann seine Geschäfte betreibt (§ 17 HGB). Siehe auch   Handelsrecht,   Firmenbeständigkeit,  Firmenunterscheidbarkeit,   Firmenwahrheit,  Priorität (Firma). (B)Firma (österreichisches Recht) Die Firma ist der in das   Firmenbuch eingetragene Name eines   Unter­nehmers, unter dem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt (§ 17 öUGB). Je nachdem, ob die Firma den Namen eines oder mehrer Gesellschafter enthält oder sich auf den Geschäftsgegens­tand bezieht, wird zwischen Personen- und Sachfirmen unterschieden. Auch das Verwenden der Ge­schäftsbezeichnung oder das Führen einer Fantasiefirma ist möglich, sofern diese sich zur Kennzeich­nung von Unternehmen eignet und nicht irreführend ist. Die Rechts- oder Gesellschaftsform des Unter­nehmens ist zwingend in die Firma aufzunehmen (§ 19 öUGB). ist im Handelsrecht der Handelsname des Vollkaufmannes, unter dem der Vollkauf­mann sein Geschäft betreibt, unterzeichnet und unter dem er klagen und verklagt werden kann (§ 17 HGB). In der Umgangssprache wird der Begriff Firma häufig fälschlicher­weise mit dem des Unternehmens oder des Betriebes gleichgesetzt. >>> Firma


Arbeitsmarkt - Durch die Verwandlung der Arbeitskraft der Arbeiterinnen in eine Ware entstandener spezifischer Markt der kapitalistischen Gesellschaft, der Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften erfasst. Bis 1995 war die Arbeitsvermittlung ein staatliches Monopol. Privatisiert wurde vor allem die Vermittlung und Vermietung von qualifizierten Facharbeiterinnen und Zeitarbeit. Siehe Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, zweiter, Arbeitsmarktflexibilität. Arbeitsmarktpolitik. Beschäftigungsstand, hoher, Beschäftigungspolitik, Flexibilisierung in der Theorie Teilmarkt einer Volkswirtschaft (Wirtschaft), auf dem Arbeitsleistungen von den Haushalten angeboten (LS) und den Unternehmen (Betrieb , I., 1.) nachgefragt (LD) werden. Der Schnittpunkt von Arbeitsangebots >>> Arbeitsmarkt


Gesamtkostenverfahren - Verfahren der Erstellung der Bank-GuV-Rechnung. Sämtlichen im Geschäftsjahr angefallenen Erträgen werden sämtliche Aufwendungen gegenübergestellt. Anders: Umsatzkostenverfahren. nach dem Bilanzrichtliniengesetz zugelassenes und in Deutschland vordem aktienrechtlich vorgeschriebenes Verfahren zur Aufstellung der Gewinn - und Verlustrechnung. Nach ihm werden sämtliche Aufwendungen der Rechnungs-periode, >>> Gesamtkostenverfahren



23. 07. 2017

Rabattgesetz - Das Gesetz über Preisnachlässe (Rabattge­setz) vom 25. November 1933 schränkt die Möglichkeit der Gewährung von Rabat­ten für den Einzelverkauf von Waren oder Leistungen des täglichen Bedarfs an den letz­ten Verbraucher ein. Das Gesetz will also nicht den Rabatt als ein seit langem übliches Mittel im Wettbewerb um Kundschaft gänz­lich verbieten, sondern die Gewährung von Preisnachlässen auf einen „gesunden erzie­herischen Kern“ zurückführen und Preis­nachlässe nur tolerieren, „solange sie sich in­nerhalb einer vernünftigen gesunden kaufmännischen Preisrechnung bewegen“ (Begründung zum Gesetz über Preisnachläs­se). Wie die Zugabeverordnung will auch das Rabattgesetz der Preistransparenz dienen. Zudem sollten v. a. kleine und mittle­re Betriebe gegen einen ungezügelten Ra­battwettbewerb geschützt werden. Das Ra­battgesetz ist heftig umstritten und würde heute sicherlich nicht erlassen werden. Das Bundesverfassungsgericht hat es aber für verfassungskonform erklärt. Preisnachlässe (Rabatte) sind nach der Defi- nitiondes Gesetzes in § 1 Abs. 2 Rabattgesetz Nachlässe von den Preisen, die der Unter­nehmer ankündigt oder allgemein fordert, oder Sonderpreise, die wegen der Zugehörig­keit zu bestimmten Verbraucherkreisen, Be­rufen, Vereinen oder Gesellschaften einge­räumt werden. Im geschäftlichen Verkehr für Waren des täglichen Bedarfs im Einzelver­kauf an den letzten Verbraucher oder bei der Ausführung gewerblicher Leistungen des täglichen Bedarfs für den letzten Verbrau­cher dürfen Rabatte nur nach den Vorschrif­ten des Rabattgesetzes angekündigt oder ge­währt werden (§ 1 Abs. 1 Rabattgesetz). Dabei werden die Begriffe „Waren oder ge­werbliche Leistungen des täglichen Bedarfs“ sehr weit ausgelegt. Nach der Rechtspre­chung fallen hierunter alle Waren, für welche in der Bevölkerung jederzeit ein Bedarf ein- treten kann, wobei es genügt, wenn ein ent­sprechendes Bedürfnis nur bei einem kleinen Verbraucherkreis existent ist. Ausgenom­men sind daher vor allem Luxusgegenstände und langlebige Güter. Der Preisnachlaß be­zieht sich auf den angekündigten oder allge­mein geforderten Preis, den sog. Normal­preis des Händlers. Wann der Händler einen Preis angekündigt oder allgemein gefordert hat, kann im Einzelfall durchaus Schwierig- kciten bereiten, insb. bei der Heranziehung der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers als Grundlage für die Verkaufs­gespräche. Der BGH hat neuerdings ent­schieden, dass das Benutzen der Preisliste des Herstellers, die unverbindlich empfohlene Preise enthält, nicht die Angabe des Normal­preises des Händlers darstellt. Daraus folgt, dass es keinen Verstoß gegen das Rabattge­setz darstellt, wenn der Händler unter Her­anziehung der Preisliste des Herstellers dem Kunden einen günstigeren Preis als den un­verbindlichen empfohlenen Preis im Einzel- verkaufsgespräch anbietet. Entscheidend da­für, ob eine Preisgestaltung sich als Preisnachlaß i. S. des Rabattgesetzes dar­stellt, ist nicht das Vorstellungsbild des Händlers, sondern allein die Sicht des Ver­kehrs, d.h. des durchschnittlichen Verbrau­chers. Wenn diesem gegenüber durch die Art der Ankündigung der Eindruck erweckt wird, ihm werde im >>> Rabattgesetz


Stille Gesellschaft - Beteiligung eines Dritten mit einer Einlage an einem Handelsgewerbe, ohne dass der Dritte nach außen in Erscheinung tritt. Der stille Gesellschafter haftet nur mit seiner Einlage. ist keine juristische Person, sondern eine Personengemeinschaft, bei der sich jemand (stiller Teilhaber) an dem Handelsgewerbe eines Kaufmanns mit einer Einlage beteiligt. >>> Stille Gesellschaft


Prognose - [s.a. Technological Forecasting] Das Ziel von Prognosen ist die Beschreibung zukünftig möglicher Untemehmungs-und Umweltzustände. Die Prognose baut auf vergangenheitsbezogenem Erfahrungsmaterial auf und projeziert es mittels eines zeitunabhängigen Kalküls in die Zukunft. Im Falle realtheoretisch fundierter Prognosen muss daher allgemeines Wissen in Form bestätigter Gesetzesaussagen vorliegen (vgl. Horväth, 1998, S. 389f.; Macharzina, 1999, S. 299). Im Gegensatz hierzu ist Planung als systematisches, zukunftsbezogenes Durchdenken und Festlegen von Zielen sowie von Maßnahmen und Ressourceninput zur Zielerreichung zu verstehen (vgl. Pfohl, 1981, S. 16; Macharzina, 1999, S. 297f.). Wesentliches Merkmal des Planungsprozesses ist die Unsicherheit, d.h., die verfügbaren Informationen lassen keine eindeutigen Erwartungen zu. Auf Grund dieser Unsicherheit kommt der Prognose im Planungs-prozess große Bedeutung zu. Gegenstand von Absatzprognosen im Rahmen des Marketing sind nach Meffert (2000) das Marktpotenzial, das Absatzpotenzial, das Marktvolumen, das Absatzvolumen sowie der Marktanteil. Grundsätzlich wird zwischen Entwicklungs- und Wirkungsprognosen differenziert. Bei Entwicklungsprognosen werden die Wirkungen der einsetzbaren bzw. eingesetzten Instrumentalvariablen, z.B. des Marketinginstrumentariums (Marktinginstrumente) der eigenen Unternehmung oder des Wettbewerbs, nicht berücksichtigt. Wirkungsprognosen sollen dagegen die Wirkung >>> Prognose



22. 07. 2017

Grundschuld - Dingliche Belastung eines Grundstücks in der Weise, dass an den Gläubiger eine bestimmte Geldsumme aus dem Grundstück zu zahlen ist. Unterschied zur Hypothek: Eine Forderung ist nicht Voraussetzung für die Entstehung der Grundschuld. Wie die   Hypothek ist die Grundschuld ein Grundpfandrecht und damit ein dingliches Kreditsiche­rungsmittel (siehe auch   Kreditsicherheiten), welches den Grundschuldbesteller im Fall der Nicht­zahlung einer ausstehenden Forderung verpflichtet, die Duldung der Zwangsvollstreckung in sein Grundstück zu dulden (1147, i.V.m. 1191 BGB). Die Regeln über die Hypothek sind daher grundsätz­lich auch auf die Grundschuld anwendbar (§ 1192 BGB). Im Unterschied zur Hypothek besteht bei der Grundschuld keine Abhängigkeit vom Sicherungsgegenstand (hier Grundschuld) und Forderung (Ak­zessorietät). Die fehlende Akzessorietät der Grundschuld ermöglicht den Parteien zwar speziell das Auswechseln und Austauschen von Forderungen für eine bereits bestehende Grundschuld. Im Gegen­satz zur Hypothek braucht eine Grundschuld daher nicht kostenintensiv für jede neu zu sichernde For­derung neu bestellt zu werden. Das Auseinanderfallen von Forderung und dem Sicherungsmittel der Grundschuld beinhaltet jedoch erhebliche wirtschaftliche Gefahren: Beispielsweise bewirkt die Aufga­be der Verknüpfung von Forderung und >>> Grundschuld


Forfaitierung - Spezielle Form der Außenhandelsfinanzierung. Bei der Forfaitierung kauft z. B. eine Bank später fällig werdende Forderungen aus Warenlieferungen gegen entsprechende Sicherheiten, z. B. Garantie (Aval) einer ausländischen Bank, von einem Exporteur an und verzichtet dabei gleichzeitig auf einen Rückgriff auf den Verkäufer der Forderung oder andere vorherige Forderungseigentümer. Abtretung. 1. Charakterisierung und Merkmale: Die Forfaitierung ist neben dem   Factoring eine Form des For­derungsverkaufs, die insbesondere bei Exportgeschäften Anwendung findet: Die Exporteure verkaufen mittel- bis langfristigen Exportforderungen ä forfait, d.h. mit Überwälzung der Forderungsrisiken an Forfaiteure (Banken). Echte Forfaitierung liegt bei vorbehaltloser Übernahme aller mit der angekauften Exportforderung verbundenen Risiken (d.h. Übernahme des   Delkredererisikos, der  politischen Risiken und des   Wechselkursrisikos bei Fremdwährungsforderungen) durch den Forfaiteur vor. Die maximale Laufzeit ankauffähiger Exportforderungen ist wegen des politischen Risikos abhängig von jenem Land, in dem der Importeur bzw. die für die Zahlung haftende Bank den Sitz hat. Die Forfaiteure kaufen sowohl Euro-Exportforderungen als auch Fremdwährungs-Exportforderungen an. Der Mindest­betrag (die Höhe einer vom Importeur zu zahlenden Rate) sollte nicht unter 30.000 Euro bzw. Fremd­währungsgegenwert liegen. Die Forfaitierungskosten beruhen i.d.R. auf internationalen Zinssätzen, wie z.B.   LIBOR oder   EURIBOR zuzüglich einer Risikoprämie für die forfaitierende Bank. Die Risi­koprämie ist gestaffelt nach Importländern, nach Laufzeiten der anzukaufenden Exportforderungen sowie nach weiteren Kriterien, die das Risiko der forfaitierenden Bank beeinflussen. 2. Sicherheiten zugunsten des Forfaiteurs: Neben den Zahlungsansprüchen an den Importeur sind für den forderungsankaufenden Forfaiteur i.A. weitere Sicherheiten bestellt: (1) Die zu forfaitierenden >>> Forfaitierung


Konzern - (group) Der Konzern ist eine wirtschaftliche Einheit von mehreren rechtlich selbstständigen Unternehmen, die unter einer einheitlichen Leitung stehen. Der Konzern erstellt ebenfalls einen Abschluss, der aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang besteht. Eine Mehrzahl von Unternehmen, die rechtlich selbständig sind, aber tatsächlich - aufgrund von Beteiligungen oder Unternehmensverträgen - unter einheitlicher Leitung stehen. Organgesellschaft; verbundene Unternehmen. (siehe auch   Konzernabschluss). Der Konzern ist eine Form einer Unternehmensverbindung, bei der mehrere rechtlich selbstständige Unternehmen unter der  einheitlicher Leitung bzw. des beherr­schenden Einflusses (Control-Konzept) eines   Mutterunternehmens stehen. Ein Konzern besteht zwar aus rechtlich selbstständigen Unternehmen, stellt aber infolge der finanziellen und/oder personel­len Abhängigkeitsverhältnisse eine wirtschaftliche Einheit dar (Einheitstheorie). Die geschäftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen   Konzernunternehmen, namentlich der Lie­ferungs- und Leistungsverkehr zwischen ihnen, sind, da sie von der Konzernleitung gesteuert werden können, wirtschaftlich anders zu beurteilen als die geschäftlichen Beziehungen zwischen nicht nur rechtlich, sondern auch wirtschaftlich selbstständigen Unternehmen. Die Jahresabschlüsse der einzel­nen Konzernunternehmen (Einzelabschluss) bieten daher, auch wenn man sie nebeneinander stellt, nur ein unvollkommenes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der einzel­nen Konzernunternehmen. Um den Interessenten des Konzerns respektive einzelner Konzernunternehmen dennoch aussagekräfti­ge Informationen an >>> Konzern



21. 07. 2017

Konnossement - Dokument, mit dem der Empfang der vom Reeder zur Beförderung im Seeverkehr übernommenen Ware bestätigt wird. Es enthält die Verpflichtung des Reeders zur Auslieferung der Ware an den berechtigten Inhaber des Konnossements. Das Konnossement ist ein Traditionspapier, d. h., es hat für den Empfänger die gleiche Wirkung wie die Übergabe der Ware. vom Verfrachter oder von einem anderen Vertreter des Reeders ausgestelltes Dokument , das dem Ablader die Annahme der Güter bescheinigt mit der Verpflichtung, dem legitimierten Inhaber des Konnossement die Ladung auszuhändigen. Somit >>> Konnossement


Operations Research (OR) - (auch: Operationsforschung, Unternehmensforschung. mathematische Entscheidungsvorbereitung) Modellgestützte Vorbereitung von Entscheidungen zur Gestaltung und Steuerung >>> Operations Research (OR)


Marktbeherrschung - Ein U nternehmen ist nach § 22 Abs. 2 GWB marktbeherrschend im Sinne des Kartell­rechts, wenn es als Anbieter oder Nachfrager einer bestimmten Art von Waren oder ge­werblichen Leistungen ohne Wettbewerber ist oder keinem wesentlichen Wettbewerb ausgesetzt ist oder eine im Verhältnis zu sei­nen Wettbewerbern überragende Marktstel­lung hat. Die Feststellung der Marktbeherr­schung auf einem bestimmten Markt setzt die Abgrenzung des relevanten Marktes von anderen Märkten voraus. Die Marktabgren­zung erfolgt sachlich, räumlich und zeitlich nach dem Konzept der funktioneilen Aus­tauschbarkeit. Zu einem Markt werden dabei alle Waren gerechnet, die aus der Sicht der verständigen Marktgegenseite zur Deckung eines bestimmten Bedarfs nach sachlichen, räumlichen und zeitlichen Kriterien angese­hen werden. Marktbeherrschung wird vom Kartellrecht grundsätzlich hingenommen. Das GWB läßt aber eine Fusionskontrolle nach § 24 G WB zu, wenn durch den Zusammenschluß das Entstehen oder Verstärken einer markt­beherrschenden Stellung zu erwarten ist. Ferner verbietet § 22 Abs. 4 und 5 GWB marktbeherrschenden Unternehmen die mißbräuchliche Ausnutzung ihrer marktbe­herrschenden Stellung. Marktbeherrschende Unternehmen unterliegen ferner ebenso wie marktstarke Unternehmen nach § 26 Abs. 2 GWB dem Diskriminierungsver- bot. Diese Schranken für die wettbewerbli­che Handlungsfreiheit von marktbeherr­schenden Unternehmen beruhen auf der Erkenntnis, dass der Wettbewerb auch durch Unternehmen beschränkt sein kann, die über tatsächliche, vom Wettbewerb nicht kon­trollierte Verhaltensspielräume verfügen. Das GWB koppelt die Marktbeherr­schung demgemäß an - durch den Wettbe­werb nicht hinreichend kontrollierte - Ver­haltensspielräume >>> Marktbeherrschung



20. 07. 2017

Währungsreform - Neuordnung des Geldwesens durch den Staat, meist als Folge der Zerrüttung der Währung durch starke Inflation. grundlegende Neuordnung der Geldverfassung eines Landes mit der Emission einer neuen Währungseinheit. Auslöser für W. ist die Zerrüttung des Geldwesens mit der Folge, daß Geld wenigstens eine seiner Funktionen (Geldfunktionen) nicht mehr erfüllen kann. Deutschland erlebte im 20. Jh. zwei W., so einmal Ende 1923, als die Mark des deutschen Kaiserreiches fast wertlos geworden war und Anfang 1924 mit Hilfe der Rentenmark stabilisiert und schließlich durch die Reichsmark abgelöst wurde, und schließlich am 20.6.1948, als die am Ende des Zweiten Weltkrieges von den nationalen Währungen durch nationalsozialistische Kriegs- und Schuldenwirtschaft am stärksten zerrüttete Währung durch die neue Valuta Deutsche >>> Währungsreform


Investitionsgüter-Marketing - Bei Investitionsgütern handelt es sich um Leistungen, die von Organisationen mit dem Ziel beschafft werden, diese zur Erstellung eigener Produkte zu verwenden. Die Abgrenzung von Konsum- und Investitionsgütern erfolgt damit im wesentlichen anhand der Merkmale Nachfrager und Verwendungszweck. Während es sich bei den Kunden im Konsumgüterbereich um Endabnehmer handelt, sind dies im Investitionsgüter-Marketing Organisationen wie Industrieunternehmen, Verbände oder öffentliche Verwaltungen. Darüber hinaus dient das Investitionsgut nicht dem Konsum, sondern wird im eigenen Leistungserstel-lungsprozeß des Kunden eingesetzt. Wenn auch der Grundgedanke der marktorientierten Unternehmensführung für den Konsum- und Investitionsgüterbereich derselbe ist, so ergibt sich aus dieser Abgrenzung doch eine Reihe von Besonderheiten, die eine eigenständige Betrachtung des Investitionsgüter-Marketing rechtfertigen. Zu diesen Besonderheiten zählen die über mehrere Marktstufen abgeleitete Nachfrage, das organisationale Beschaffungsverhalten sowie die häufig langfristig angelegten, interaktiven Geschäftsbeziehungen. Die Nachfrage von Organisationen resultiert aus der Nachfrage nachgelagerter Marktstufen. Dieser wesentliche Unterschied zum Konsumgüter-Marketing ist sowohl für die Beurteilung des Entscheidungsverhaltens von Unternehmenskunden als auch für die Prognose der Absatzentwicklung von Investitionsgütern von entscheidender Bedeutung. Da Investitionsgüterkunden sich auf einem eigenen Markt behaupten müssen, wird sich das Entscheidungsverhalten stets an der Frage orientieren, ob die angebotene Leistung in der Lage ist, die eigene Wettbewerbssituation zu verbessern. Der zu kommunizierende, zentrale Nutzenvorteil eines Produktes besteht somit in dessen Fähigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Kunden aufrechtzuerhalten bzw. auszubauen. Die nachgelagerten Marktstufen sind ebenso bei der Prognose der Absatzentwicklung zu berücksichtigen. Da Investitionsgüter der Leistungserstellung dienen, ergibt sich der Bedarf des Kunden letztlich aus der Nachfrage nach dessen eigenen Produkten. Veränderungen auf nachgelagerten Marktstufen können sich unmittelbar auf die Nachfrage nach Investitionsgütern auswirken, z. B. auf den Bedarf an Komponenten, oder sich zeitverzögert bemerkbar machen, z. B. durch die zeitliche Hinausschiebung von Ersatzbeschaffungen bei Produktionsanlagen. Das organisationale Beschafffungsverhalten ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich häufig um einen formalisierten Kaufprozeß handelt. Dieser umfaßt unterschiedliche Phasen, die von der Bedarfserkennung über die Angebotserstellung bis hin zum Kaufabschluß reichen. Seitens des Kunden sind an dem Prozeß mehrere Personen beteiligt, die das sog. Buying Center bilden. Dieses ist vielfach als gedankliches Konstrukt zu bezeichnen und wird nur in wenigen Fällen als institutionalisierte Gruppe in Erscheinung treten. Für das Unternehmen ist es von größter Bedeutung, detaillierte Informationen über >>> Investitionsgüter-Marketing


Wahrnehmung - In der Wirtschaftssoziologie: Perzeption, allgemeine und zusammenfassende Bezeichnung für den gesamten Vorgang, durch den Lebewesen Informationen über ihre Umwelt und über ihren eigenen Zustand aufnehmen und verarbeiten. Physikalisch-physiologisch gesehen ist Wahrnehmung ein Prozess, bei dem bestimmte, aus der Aussenwelt oder dem Organismus selbst stammende Reize durch die Sinnesorgane in Erregung von Nervenzellen verwandelt werden, die dann als elektrische Impulse in den sensorischen Bahnen weitergeleitet werden und schliesslich zur Erregung bestimmter Ganglienzellen in der Hirnrinde führen. Die Psychologie versucht eine theoretische Klärung des Problems, auf welche Weise sich dabei bestimmte W.sgegenstände und W.sinhalte >>> Wahrnehmung



19. 07. 2017

Konnossement - Dokument, mit dem der Empfang der vom Reeder zur Beförderung im Seeverkehr übernommenen Ware bestätigt wird. Es enthält die Verpflichtung des Reeders zur Auslieferung der Ware an den berechtigten Inhaber des Konnossements. Das Konnossement ist ein Traditionspapier, d. h., es hat für den Empfänger die gleiche Wirkung wie die Übergabe der Ware. vom Verfrachter oder von einem anderen Vertreter des Reeders ausgestelltes Dokument , das dem Ablader die Annahme der Güter bescheinigt mit der Verpflichtung, dem legitimierten Inhaber des Konnossement die Ladung auszuhändigen. Somit >>> Konnossement


Ablauforganisation - In der Wirtschaftssoziologie: Aufbau- und Ablauforganisation 1. Definition Die Ablauforganisation beschreibt die inhaltliche, räumliche und zeitliche Abfolge von Aktivitäten, um eine  Aufgabe zu erfüllen. Sie regelt den Ablauf des betrieblichen Geschehens unter Berücksichtigung der Anforderungen an das gewünschte Ergebnis und des Leistungsvermögens von Personen und verfügbarer Sachmittel. Die jeweilige betriebliche Ablauforganisation ist dokumentiert in Arbeitshandbüchern, Leitfäden und Vorschriften, um eine wiederholbare, nachvollziehbare Ausführung jeder Aufgabe des Ablaufes mit gleichbleibender Qualität sicher zu stellen. 2. Abgrenzung Die Komplexität einer Aufgabe, die eine Ablauforganisation zu realisieren hat, bestimmt die benötigte Qualifikation der ausführenden Personen oder die technologische Vielfalt der eingesetzten Sachmittel. Bei umfangreicheren Aufgaben — beispielsweise der Herstellung eines Produktes — ergibt sich daher meist eine Spezialisierung der Personen auf bestimmte Tätigkeiten und damit auch die Zuordnung der benötigten Sachmittel. Gebäude, Einrichtungen, Maschinen, Werkzeuge Informationssysteme oder Daten sind auf die einzelnen Aufgabenschwerpunkte zugeschnitten. Ausserdem gestaltet sich der Gesamtablauf oft derart lang, dass eine Zergliederung in Teilabläufe sinnvoll ist. Insofern entsteht eine Abl.     die Befriedigung des Kundenwunsches bestehend aus Tell-Ablauforganisationen, die teils sequentiell teils parallel ihre Teilaufgaben abarbeiten. Die Vorkalkulation im Rahmen der Erstellung eines Angebotes, die Erprobung bei der Entwicklung eines neuen Produktes oder die Lackierung einer Rohkarosse sind Beispiele für derartige Teilabläufe. Mit steigender Komplexität, Spezialisierung und Zergliederung verliert die Ablauforganisation allerdings an Übersichtlichkeit und Flexibilität. Daraus ergibt sich ein grösserer Planungs- und Koordinierungsaufwand. Fasst man jetzt die spezialisierten Tätigkeiten zusammen, um Grössenvorteile zu nutzen, beispielsweise ein zentraler Einkauf oder Qualitätssicherung, oder lagert die Planungs- und Kontrollfunktionen aus dem Ablauf aus, so ergibt sich eine Struktur: die sog.  Aufbauorganisation. Dieser Schritt ist überall dort anschaulich nachzuvollziehen, wo ein kleines „Start-up-Unternehmen” um Grössenordnungen wächst. Arbeitet anfangs noch jeder in jeder Funktion, bilden sich schnell Spezialisierungen, die in eine Aufbauorganisation mit festen Zuständigkeiten mündet. Insofern sind reine Ablauforganisationen ohne Aufbauorganisation nur in Kleinstuntemehmen mit einfachen Aufgaben zu finden und auch nur dann, wenn jeder Mitarbeiter alle Tätigkeiten des Ablaufes gleich gut beherrscht. Ablauf-und Aufbauorganisation sind also nahezu untrennbar miteinander verwoben. Der reine Ablauf erhält eine übergeordnete Struktur. Diese Struktur sollte allerdings so klein wie möglich sein, da sie oft nicht direkt an der Wertschöpfung beteiligt ist und die Zunahme ablaufinterner   Schnittstellen zusätzliche Kosten und Verzögerungen bedeutet. 3. Ziele Die Ziele der Ablauforganisation haben sich in den letzten dreissig Jahren verändert. Früher dominierte die Auslastung aller am Ablauf beteiligten Ressourcen die Zielvorgaben. Heute stehen überwiegend kundenorientierte Ziele im Vordergrund wie termingerechte Ausführung, hohe Qualität, geringe Kosten, kurze Durchführungszeiten, hohe Flexibilität, Service- und Kundenfreundlichkeit und die Fähigkeit zu kundenspezifischen innovativen Lösungen. 4. Gestaltung der Ablauforganisation Voraussetzungen der Ablauforganisation für die Erreichung der o.g. Ziele sind minimale Bestände an Material, Sachmitteln und Personal. Ist die zu erfüllende Aufgabe einfach, hat wenig Wertschöpfungsstufen, keine oder wenig Varianten mit hoher Ähnlichkeit und grosse Stückzahlen, dann kann der Grad der Arbeitsteilung höher und die Qualifikation der am Ablauf Beteiligten geringer sein. Steigt die Komplexität der Aufgabe oder die Variantenvielfalt empfiehlt es sich oft, den Grad der Arbeitsteilung zu reduzieren und Planungs-, Kontroll- und Unterstütztuigstätigkeiten aus zentralen Funktionsbereichen in den Ablauf selbst zu verlagern. Dies verringert Schnittstellen und ermöglicht eine höhere Reaktionsfähigkeit auf Ablaufstörungen. Diese Art der Dezentralisierung führt allerdings zu höheren Anforderungen an die Mitarbeiterqualifikation >>> Ablauforganisation


Urheberrecht - Urheber ist der Schöpfer eines Werkes im Sinne des Urheberrechtgesetzes. Urheber­recht bezeichnet das absolute, d. h. gegen je­dermann wirkende Recht des Urhebers an seinem Werk. Das Urheberrecht wirkt wie das Eigentum absolut, unterscheidet sich aber vom Sacheigentumdurch das Rechtsob­jekt und durch seine fehlende Übertragbar­keit. Das Urheberrecht ist geregelt im Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutz­rechte vom 09.09.1965 (zuletzt geändert am 24.06.1985). Das Gesetz regelt in seinem er­sten Teil das Urheberrecht, den Schutz der Urheber von Werken der Literatur, Wissen­schaft und Kunst in ihren geistigen und per­sönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes (§§ 1, 11 Urheberge­setz). In zweiter Linie normiert es die vom Urheberrecht zu unterscheidenden Lei­stungsschutzrechte, die nicht auf Werk­schöpfungen, sondern auf anderen, benach­barten kulturellen Leistungen beruhen. Die weiteren Teile des Gesetzes enthalten beson­dere Bestimmungen für Filme sowie Vor­schriften für Verwertungsverbote, Rechts­verletzungen und Zwangsvollstreckung sowie zum persönlichen Geltungsbereich. Das Urheberrecht entsteht in der Person des Urhebers, des Schöpfers des Werkes (§ 7 Ur­hebergesetz). Schutzfähige Werke sind nur persönliche geistige Schöpfungen auf den Gebieten der Literatur, der Wissenschaft und der Kunst. Beispielhaft nennt das Gesetz Sprachwerke, Programme für die Datenver­arbeitung, Musikwerke, pantomimische Werke einschließlich der Werke der Tanz­kunst, Werke der bildenden Kunst ein­schließlich der Werke der Baukunst und der angewandten Kunst, Lichtbildwerke, Film­werke und Darstellungen wissenschaftlicher oder technische Art. Das urheberrechtlich geschützte Werk muss etwas Neues und Besonderes, von bisher Bekanntem zu Un­terscheidendes darstellen und einen gewis­sen Eigentümlichkeitsgrad aufweisen. Cha­rakteristische Merkmale des Werkes sind sein geistiger Inhalt, seine Ausdrucksform und seine Individualität. Der Eigentümlich­keitsgrad kann nicht absolut, sondern nur nach der jeweils maßgebenden Auffassung des für Kunst und Wissenschaft aufgeschlos­senen Publikums bestimmt werden. Urhe­ber kann, da das Werk eine persönliche gei­stige Schöpfung sein muß, nur der natürliche Mensch sein. Juristischen Personen steht kein Urheberrecht zu. Schaffen mehrere Per­sonen gemeinsam cm Werk, so sind sie Miturheber (§ 8 Urhebergesetz). Die Werk- schöpfung ist Realakt und nicht Rechtsge­schäft. Das Urheberrecht schützt den Urheber in seinen geistigen und persönlichen Beziehun­gen zum Werk und m der Nutzung des Wer­kes. Es umfaßt eine Anzahl von Einzelrech­ten, die v.a. den geistigen und persönlichen Interessen des Urhebers am Werk oder des­sen wirtschaftlicher Nutzung dienen. Es beinhaltet damit die Urheberpersönlich­keitsrechte (§§ 12-14 Urhebergesetz), die Verwertungsrechte (§§ 15-24 Urheberge­setz) und die sonstigen Rechte des Urhebers (darunter das Recht auf Zugang zum >>> Urheberrecht



18. 07. 2017

Kommunalkredit - 1. Auch: Kommunaldarlehen. Kreditvergabe, Darlehen von Banken an bestimmte öffentliche Stellen, vor allem Gebietskörperschaften. Kommunalkredite weisen hins. der Verwendung für Infrastruktur-und Bauinvestitionen Gemeinsamkeiten zum Hypothekarkredit auf. Kreditgeber sind vor allem Landesbanken, Hypothekenbanken, >>> Kommunalkredit


Kapazität - Das Leistungspotenzial einer Bank zur Erstellung von Bankleistungen in einer bestimmten Periode. Kapazitätsausnutzungsgrad ist das Verhältnis zwischen tatsächl. beanspruchter Kapazität und möglicher Kapazitätsauslastung. Leistungsvermögen des   Leistungspotenzials in einer bestimmten Periode, gemessen am möglichen Output (z.B.  Dienstleistungen) und dem erforderlichen Umfang externer und interner Leistungen. Die Kapazität drückt somit die Obergrenze der Leistungsmöglichkeit aus. das Leistungspotential eines Betriebsmittels , Unternehmens (Betrieb , I.), Kapitalstocks einer Volkswirtschaft (Wirtschaft) oder einer Volkswirtschaft selbst in einer Zeitperiode. Es ist sinnvoll, zwischen technischer K. und Optimal-K. zu unterscheiden. Optimal-K. ist >>> Kapazität


Agio - (premium) Agio entsteht, wenn die Aktionäre bei der Ausgabe neuer Aktien ein Aufgeld zahlen. Agio ist die Differenz zwischen dem Ausgabekurswert und dem Nennwert der Aktien. >>> Agio