Inhaltsübersicht
I. Begriff
und Einordnung
II.
Allgemeine entscheidungstheoretische Gesichtspunkte
III.
Entscheidungsorientiertes Personalmanagement
I. Begriff und
Einordnung
Betriebliche Leistungen sind das Ergebnis bewusster
Entscheidungen über die Kombination menschlicher Arbeit mit sachlichen
Produktionsfaktoren. Entscheidungen dienen der Wahl zwischen mehreren
Alternativen, die sich nicht gleichzeitig realisieren lassen. Es sind zentrale
Aufgaben des betrieblichen Managements (vgl. Heinen, 1969;
Heinen, 1991).
Führungsentscheidungen, individuelle Wahlakte und mehrpersonale
Entscheidungsprozesse sind seit langem Gegenstand betriebswirtschaftlicher
Forschung (vgl. z.B. Gutenberg, 1998;
Heinen, 1969;
Witte,
/Hauschildt, /Grün, 1988; Bamberg,
/Coenenberg, 2000; Laux,
/Liermann, 2003). Die gesonderte Betrachtung von
Personalentscheidungen ist hierbei aus mehreren Gründen sinnvoll (vgl. Türk, 1978):
-
Mitarbeiter sind sowohl Objekt als auch Träger von
Entscheidungen, die Entscheidereigenschaft unterscheidet sie von anderen
produktiven Faktoren,
-
Personalentscheidungen werden häufig durch materielle
oder finanzielle Dispositionen des Managements direkt und indirekt
beeinflusst,
-
typisch für Personalentscheidungen ist ihre
Zielpluralität, neben ökonomischen sind auch soziale Entscheidungskriterien
zu berücksichtigen.
Personalentscheidungen treten in zwei Arten auf.
-
Entscheidungen über
Personal betreffen Beschaffung und Einstellung, materielle und immaterielle
Anreizgestaltung, Personalentwicklung,
Beförderung und Versetzung sowie Entlassung von Mitarbeitern. Weitere
Entscheidungstatbestände betreffen Managementverfahren (Führungssysteme und
-instrumente), die das Verhalten der Mitarbeiter steuern und dauerhaft
ausrichten.
-
Entscheidungen des
Personals beschreiben die Wahlhandlungen der Mitarbeiter in ihrer Eigenschaft
als betrieblich Handelnde (Teilnahme-, Leistungs- und
Verbleibensentscheidungen).
II. Allgemeine
entscheidungstheoretische Gesichtspunkte
Entscheidungen sind Grundkomponenten individueller wie
institutioneller Handlungsprozesse. Sie interpunktieren das Handeln durch
generelle und spezielle Impulse, haben eine innere Struktur und einen
Verlaufscharakter. Das Zustandekommen ist von personalen, institutionalen und
situativen Faktoren abhängig (vgl. Bronner, 1999),
wobei Entscheidungskriterien die Alternativenwahl und die Schritte zur Zielerreichung
steuern. Bei Ziel- wie bei Mittelentscheidungen können einzelne Entschlussakte
oder der jeweilige Entscheidungsprozess untersucht werden. In Unternehmungen
ist die (informatorische) Verkettung einzelner Entschlussakte zu einem
mehrpersonalen, arbeitsteiligen Entscheidungsprozess typisch. Nach der Phase
der Willensbildung (unternehmerische Oberziele) werden Entscheidungen
hierarchisch gestaffelt in Vorgaben für nachgelagerter Ebenen transformiert
(vgl. Kirsch, 1977;
Luhmann, 2000).
Hierbei handelt es sich um einen Aushandlungsprozess, der neben
entscheidungsorientierten auch politikorientierte Momente integriert (vgl. Wimmer,
/Neuberger, 1998) (Personalpolitik;
Personalpolitisches
Instrumentarium). Weil sich strategische und unternehmerische
Oberziele nur begrenzt operationalisieren lassen, entstehen
Auffassungsunterschiede und mehrdeutige Interpretationen bei nachgelagerten
Entscheidungsträgern. Außerdem ist die Wahl von Entscheidungskriterien auch
abhängig von Interessen. Das Management erbringt deshalb laufend Sicherungs-
und Interpretationsleistungen bezüglich der Oberziele, um nachgelagerte
Entscheidungen und Handeln dauerhaft zu stabilisieren. Hierzu dienen
unmittelbare persönliche Kommunikation, Festlegung von Handlungsspielräumen,
Verfahrensrichtlinien und systematische Planung. Zusätzlich kann die
Entscheidungsumsetzung über partizipative Führung, organisationskulturell oder
durch Führungsleitbilder unterstützt werden.
III. Entscheidungsorientiertes
Personalmanagement
Personalentscheidungen dienen der unternehmerischen
Zielerreichung. Ökonomische Entscheidungen beziehen sich auf die Versorgung der
Unternehmung mit Personal, auf die Leistungs- und Verhaltenssteuerung aller
Mitarbeiter und auf führungserhebliche Informations- sowie
Dokumentationsaufgaben.
1. Ziele, Arten, Träger und Objekte von
Personalentscheidungen
Personalwirtschaftliche Entscheidungsziele legen bevorzugte
Entscheidungsergebnisse fest. Sie werden aus personalpolitischen Oberzielen
abgeleitet, entstammen anderen Unternehmungszielen oder den Individualzielen
des Personals. Aufgrund der für Personalentscheidungen typischen
Mehrfachzielsetzung müssen ökonomische und soziale Kriterien berücksichtigt
werden. Strategische und langfristige Personalentscheidungen sind auf die
gesamte Unternehmung bezogen, sie abstrahieren von einzelnen Mitarbeitern und
Stellen. Taktische Entscheidungen vermitteln zwischen der strategischen und der
Umsetzungsebene. Operative Entscheidungen beziehen sich auf einzelne
Mitarbeiter bzw. Stellen. Eine Unterscheidung nach Prozessphasen (Planung, Realisation,
Kontrolle) von Personalentscheidungen kann sich auf das Aufgabengesamt der
Personalfunktion und einzelne Hauptaufgaben beziehen. Personalstrategische
Entscheidungen wurden bislang zumeist als nachgelagert (derivativ) zur
Unternehmungsstrategie gesehen, in den neueren Ansätzen zum strategischen Human
Resources Management wird ihr originärer Charakter für die Gesamtstrategie und
den langfristigen Unternehmungserfolg stärker betont (vgl. Wright,
/Snell, 1998; Ridder, 1999).
Die Zahl der Entscheidungsträger bestimmt mit, wie Personalentscheidungen
organisiert und koordiniert werden, denn Individual-, Gruppen- und
Kollektiventscheidungen enthalten unterschiedlich hohe Anteile an Selbst- bzw.
Fremdentscheidungen. Routineentscheidungen sind typisch für wiederkehrende
Führungsanforderungen. Innovative Personalentscheidungen sind nötig, um die
Wandlungsfähigkeit der Unternehmung zu erhalten. Träger von
Personalentscheidungen sind die Unternehmungsleitung, die Vorgesetzten und die
personalwirtschaftlichen Fachabteilungen. Ihre Entscheidungsaufgaben
unterscheiden sich rangmäßig. Als Objekte von Personalentscheidungen gelten
alle Mitarbeiter und Führungskräfte
(vgl. Drumm, 2000).
Die Träger-Objekt Unterscheidung ist analytischer Art und faktisch nicht immer
trennscharf. Mitarbeiter und Führungskräfte sind Eigner spezifischer
Qualifikations- und Handlungsressourcen, über deren Verausgabung sie im
Arbeitsprozess entscheiden. Sie sind damit auch Träger von Entscheidungen in
ihrer Objekteigenschaft als betriebliches Personal (Ridder,
/Conrad, /Schirmer, et al. 2001).
2. Randbedingungen für Personalentscheidungen
Externe und interne Faktoren begrenzen die
betriebsindividuellen Spielräume für Personalentscheidungen.
Externe Beschränkungen entstehen aus der
Arbeitsmarktsituation, dem beruflichen Qualifikationsgefüge, der
konjunkturellen Lage und Absatzsituation, der eingesetzten Technologie und
Arbeitsorganisation (vgl. Türk, 1978).
Daneben spielt der organisationale Vernetzungsgrad eine Rolle, der indirekt auf
Umfang und Art betrieblich verbleibender Personalentscheidungen einwirkt (vgl. Eigler, 1997).
Grundlegend sind die individual- und kollektivrechtlichen Regelungen des
Arbeitsrechts (vgl. Sadowski, 1988)
und die abgestuften Regelungsebenen des Industrial-Relations-Systems (vgl. Oechsler, 1999).
Mitbestimmungsregelungen haben nicht nur restringierenden Charakter, es sind
Ressourcen, die Konflikte kanalisieren und Transaktionskosten mindern (vgl. Wächter, 1999).
Betriebsinterne Randbedingungen für Personalentscheidungen
sind teilweise disponibel. Aus der Abteilungs- und Stellenbildung und der
betrieblichen Autoritätsstruktur ergeben sich u.a. Daten für die
Personalbeschaffung, die Leistungsbeurteilung, die Lohn- und Gehaltsfestsetzung
und die Personalentwicklung
(vgl. Kieser, 1992).
Durch moderne Informationstechnologie können Folgen komplexer
Entscheidungsalternativen simuliert und geplant werden (vgl. Koopman,
/Broekhuijsen, /Wierdsma, 1998).
Personalentscheidungen setzen die Gewinnung, Verarbeitung und
Bewertung von Informationen voraus (vgl. Wagner, 1995).
Sie müssen systematisch gesucht, beschafft oder erzeugt werden und rechtzeitig
bei den Entscheidungsträgern vorliegen. Informationen für Entscheidungen über
Personal entstammen der unternehmerischen Arbeitsmarktforschung, der Personalforschung
und Arbeitsforschung (vgl. Drumm, 2000).
Hinzu kommen Informationen aus der mikro- und makroorganisatorischen Gestaltung
und der einschlägigen wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Forschung.
Diese Bereiche können in ein umfassendes Informationsmanagement einbezogen sein
(vgl. Scholz, 2000).
Phasenabhängig werden Personalentscheidungen durch entscheidungsvorbereitende,
entscheidungsbildende und entscheidungsdurchsetzende Techniken unterstützt
(z.B. bei der Problemstrukturierung, der Alternativenfindung, der Bewertung und
Auswahl). Bei kollektiven Entscheidungen sind Abstimmungstechniken und
Konferenztechniken wichtig, um Beschlüsse zu erreichen.
Entscheidungsdurchsetzende Techniken nutzt man, um gewählte Alternativen
umzusetzen (vgl. Mag, 1989).
3. Entscheidungsbereiche bei Entscheidungen
über Personal
Die wesentlichen Entscheidungsbereiche betreffen die
Versorgung der Unternehmung mit Personal, die Festlegungen zur
Personalausstattung und den Personaleinsatz.
Die betriebliche Personalplanung
dient als Koordinationsmittel, um die drei Bereiche miteinander zu verzahnen.
Jeder Entscheidungsbereich lässt sich in spezifische, phasenlogisch gegliederte
Teilentscheidungen (Ermittlung, Planung, Realisierung) zerlegen, die nach
Zielen, Alternativen, einzusetzenden Instrumenten und Prognoseanteilen
differenziert werden können (vgl. z.B. Ridder, 1999;
Drumm, 2000;
Scholz, 2000):
-
die Personalplanung verbindet die
Entscheidungsbereiche und koordiniert sie mit dem betrieblichen
Planungssystem. Grundlage ist der betriebliche Leistungsprozess, die
Finanzplanung und die Vorgaben aus den betrieblichen Funktions- und
Unterstützungsbereichen bilden den Rahmen für die Personalbedarfsplanung;
-
in der Planung der Personalausstattung wird die
Bedarfsplanung konkretisiert. Unterschiedliche Restriktionen (z.B.
Arbeitsmarkt) werden eingearbeitet und die personellen Kapazitäten nach Art
und Menge festgelegt,
-
die Personalausstattung wird dann über Entscheidungen
zur Beschaffung, Einstellung, Entlassung, Versetzung, Beförderung bzw. zur Personalentwicklung
realisiert,
-
Entscheidungen im Rahmen des Personaleinsatzes
betreffen die Zuordnung von Qualifikationsträgern auf Tätigkeitsfelder, die
über spezifische Anforderungen charakterisiert sind,
-
weitere Entscheidungen betreffen die materielle und
immaterielle Anreizgestaltung einschließlich betrieblicher Sozialleistungen.
Verfahrensentscheidungen beziehen sich auf die Instrumente,
die zur Verhaltenssteuerung und Verhaltenskonditionierung eingesetzt werden.
Als Mittel indirekter Führung (vgl. Türk, 1981)
fließen sie in die direkte Führung ein, unterstützen und ergänzen sie oder
können sie teilweise auch ersetzen. Übergeordnet entschieden wird die
grundsätzliche Anwendung und das Ausmaß an Selbsterstellung bzw. Fremdbezug von
Instrumenten sowie ihre Bündelung zu unternehmungsspezifischen Führungssystemen
(vgl. Guest, 1989).
Standardisierte Verfahren reduzieren Entscheidungsbedarfe. Dazu werden u.a.
gerechnet: Führungsleitlinien, personalpolitische Grundsätze und
Entlohnungsgrundsätze oder organisatorische Prinzipien, Methoden und Verfahren
der Personalauswahl,
der Personalentwicklung,
der Vergütung und der Personaladministration, Führungstechniken und Verfahren
zur Optimierung des Führungsverhaltens.
In den letzten Jahren wird die originäre Funktion von
Personalentscheidungen stärker betont. Ihre Bedeutung wird besonders deutlich,
wenn Personalentscheidungen Engpasscharakter für die Realisierung strategischer
Absichten haben. Beispiele sind:
-
die rechtzeitige Beschaffung oder Entwicklung
spezifischer, knapper Qualifikationen und Handlungsbereitschaften der
Mitarbeiter (vgl. z.B. Lundy, 1994;
Wright,
/Snell, 1998);
-
die diskontinuierliche Entwicklung des
unternehmerischen Umfeldes erschwert planerische Festlegungen für den
Personalbereich (vgl. z.B. Staehle, 1991;
Steinmann,
/Schreyögg, 2000);
-
zunehmende Personalrisiken, wenn z.B. Träger
spezifischer Qualifikationen die Unternehmung unerwartet verlassen (vgl. Mroß, 2001).
4. Entscheidungen des Personals
Mit den Entscheidungen des Personals werden die
Wahlhandlungen beschrieben, die Mitarbeiter und Führungskraft als einzelne oder
Gruppe in Bezug auf ihre Teilnahme am betrieblichen Arbeitsprozess, auf die
Leistungsabgabe, das Verbleiben und die Beendigung des Arbeitsverhältnisses
treffen. Solche Entscheidungen sind das Ergebnis der subjektiven Aufnahme und
Verarbeitung von Informationen aus dem gesamten Bedingungsrahmen der jeweiligen
Arbeitssituation. Gruppenentscheidungen sind in Unternehmungen häufig
anzutreffen. Nach dem gegenseitigen Informationsaustausch bildet jedes
Gruppenmitglied seine individuelle Präferenzordnung über die betrachteten
Alternativen. Die eigentliche Entscheidung erfolgt auf dem Abstimmungsweg (vgl.
Laux, 2003).
Unternehmungen versuchen die Entscheidungsfindung ihrer Mitarbeiter gezielt zu
beeinflussen (z.B. Anreizgestaltung, individualisierte Organisationsgestaltung,
Entscheidungspartizipation) und Strukturen zu schaffen, um
Entscheidungsdefizite (selektive Wahrnehmung, Konformitätsdruck, Risikoneigung)
von Gruppen zu verringern (vgl. Nitsch, von, 2002).
5. Theorien der Personalentscheidung
Theorien der Personalentscheidung fußen auf allgemeinen
entscheidungstheoretischen Ansätzen. Pragmatisch dienen sie der
Entscheidungsunterstützung oder der Verbesserung des Entscheidungsverhalten.
Drei Theoriegruppen werden unterschieden:
Entscheidungslogische
(\'präskriptive\', \'normative\') Ansätze
nutzen die Annahme des Rationalverhaltens als methodisches Prinzip (vgl. z.B. Domschke,
/Scholl, 2000) und entwickeln Regeln und Lösungsmethoden für
rationales Verhalten (z.B. lineare Programmierungstechniken,
Entscheidungsbaum-Verfahren) oder entsprechende Entscheidungsmodelle (vgl. Laux, 2003),
um bei einer gegebenen Alternativenmenge zu einer nutzenmaximalen Auswahl zu
kommen (\'optimizing behavior\'). Formale Modelle finden sich vor allem in der Personalplanung
und jüngst bei modellgestützten Personalentscheidungen (vgl. z.B. die Arbeiten
der Forschergruppe um Kossbiel, 1997;
Kossbiel, 2000).
Deskriptive
(\'empirische\') Konzeptionen
kritisieren den fiktionalen Charakter und die axiomatische Fixierung des
Rationalverhaltens (vgl. z.B. vgl. Albert, 1965;
Matiaske, 1999)
und legen die Entscheidungsforschung realwissenschaftlich an. Die Bedeutung der
empirischen Entscheidungsforschung rührt auch aus den erheblichen Diskrepanzen
der präskriptiven Annahmen mit dem realen Entscheidungsverhalten her (vgl. Kromschröder,
2001). Entscheider suchen auf der Basis ihres subjektiven
Anspruchsniveaus nach zufriedenstellenden Lösungen (\'satisfizing behavior\').
Ansätze der begrenzt rationalen Wahl sind heute in den Untersuchungen zu
Personalentscheidungen weitverbreitet. Sie dienen heuristischen Zwecken, um
individuelle Entscheidungsfehler zu verringern oder um die Qualität
mehrpersonaler Entscheidungsprozesse zu erhöhen.
Ethisch-normative
Ansätze erhalten wegen der Mehrfachzielsetzungen von Personalentscheidungen
besondere Bedeutung, da sie unternehmerische Zielsetzungen über die
begründungsfähigen Absichten der Entscheidungsträger analysieren (vgl. Steinmann, 1978;
Ulrich, 1998).
Sie beziehen sich auf Diskursverfahren, um zu vernünftigen Begründungen für
betriebliche Entscheidungen zu kommen (vgl. z.B. Osterloh, 1991).
a) Verhaltenswissenschaftliche Bezugsrahmen
Verhaltenswissenschaftliche Konzeptionen sind auf Individual-
und Gruppenentscheidungen gerichtet. Zu den wichtigen Erklärungsmustern
gehören:
Motivationstheorien
haben unterschiedliche entscheidungstheoretische Kerne. Inhaltstheorien
informieren über individuelle Präferenzen. Prozesstheorien berücksichtigen die
intrapersonale Informationsverarbeitung sowie Denk- und Bewertungsprozesse, die
zur Veranlassung von Handlungen führen. Teilweise sind sie aus
spieltheoretischen Entscheidungsmodellen hervorgegangen (vgl. Kuhl, 1983).
Anwendungsorientierte Prozesstheorien konkretisieren die teilweise komplexen
Modellierungen für das betriebliche Leistungsverhalten (vgl. z.B. Locke,
/Latham, 1991). Die neueren erweiterten Handlungstheorien
behandeln nicht nur die Handlungsvorbereitung und den Entschlussakt, sondern
auch den Handlungsvollzug und seine Beendigung (vgl. Heckhausen, 1989).
Die sich an die Intentionsbildung (Entscheidung, Entschluss im engeren Sinne)
anschließenden Realisierungshandlungen und kognitiven Kontrollprozesse sind
wesentliche Prozessmomente des Handlungserfolgs (vgl. z.B. Conrad, 1991;
Ridder, 1999).
Die Anreiz-Beitragstheorie (vgl. March,
/Simon, 1958/1976) ist für die organisations- und
verhaltenstheoretische Grundlegung des Personalmanagements denkstilprägend
geworden (vgl. Kupsch,
/Marr, 1991). Sie ist ein Teilgebiet der Koalitionstheorien
(vgl. Cyert,
/March, 1963). Beschrieben wird ein personinterner
Kalkulationsvorgang und daraus entstehende Handlungsfolgen, die aus dem
subjektiven Vergleich erhaltener Anreize und individueller Leistungsbeiträge
hervorgehen. Ein Arbeitsverhältnis wird solange aufrecht erhalten, wie die
gewährten Anreize subjektiv den geleisteten Beiträgen entsprechen oder sie
übersteigen (vgl. Bartscher-Finzer,
/Martin, 1998). Mitgliedschaftsrolle und zielkonformes Handeln
sind demzufolge Ergebnisse wiederkehrender, reversibler Entscheidungen.
Sozialpsychologische
Konsistenzkonzepte sind bei der Untersuchung von Entscheidungsprozessen
weit verbreitet. Sie richten sich nicht nur auf den Entschlussakt, sondern auf
gedankliche Abwägungsprozesse und Kommunikationsstrategien, die vor und nach
einem Entschlussakt liegen (vgl. Irle, 1975).
Kognitive Dissonanz wird zumeist als unangenehme Spannung erlebt, sodass die
Tendenz besteht, sie zu reduzieren oder zu vermeiden. Allerdings können Inkonsistenzen
auch aktivieren, z.B. beim Streben nach neuen Reizen oder unbekannten und
komplexen Situationen (vgl. Herkner, 1996).
Mittels Dissonanzvermeidung und Dissonanzreduktion werden starre Bindungen an
Entscheidungen erklärt, die zu bestandserheblichen Entscheidungshindernissen,
Entscheidungsfehlern oder unterbleibenden Entscheidungsrevisionen kumulieren können.
Bewertungsverzerrungen, Aufwandsrechtfertigung, selektive Informationsaufnahme
und eingeschränkte Kommunikation sind typische Beispiele. Beim
Entscheidungsautismus (vgl. Schulz-Hardt,
1996) oder dem \'group-think\' (vgl. Janis, 1982;
Janis, 1989)
kommt es aufgrund der subjektiven Informationsabschottung zu keiner rationalen
Beurteilung von Alternativen mehr, weil ausschließlich eigene Präferenzen
bestätigt werden. Dem kann man durch Einbezug externer Experten in den
Entscheidungsprozess ebenso begegnen wie durch diskursive
Entscheidungsprozeduren und eine offene Kommunikationskultur.
In den letzten Jahren wird die Erklärungsleistung und
Anwendungsbreite der lange dominierenden deskriptiven
verhaltenswissenschaftlichen Ansätze durch ökonomische Verhaltenstheorien (vgl.
Becker, 1993;
Ramb, 1993)
herausgefordert. Dabei spielen Leistungsvergleiche ökonomischer und
verhaltenswissenschaftlichen Ansätze (vgl. z.B. Pott, 1991)
und personalökonomische Arbeiten (vgl. z.B. Mitchell, 1989;
Milgrom,
/Roberts, 1992; Lazear, 1998;
Baron,
/Kreps, 1999; Backes-Gellner,
/Lazear, /Wolff, 2001) eine Rolle. Grundsätzlich müssen sich
die unterschiedlichen Betrachtungsschwerpunkte und methodischen Zugänge nicht
ausschließen (vgl. Kossbiel, 1997).
b) Ökonomische Bezugsrahmen
Ökonomische Verhaltenstheorien beziehen sich auf Verhalten,
das monetär messbar ist oder für das Schattenpreise unterstellt werden können
(vgl. Becker, 1993).
Der auf Coase (Coase, 1937)
zurückgehende Transaktionskosten-Ansatz gehört seit den Arbeiten von Williamson
(Williamson, 1975;
Williamson, 1985)
zu den populärsten Vorstellungen, die neoklassische Verhaltensannahmen
relativieren, indem begrenzte Rationalität angenommen wird (vgl. Söllner, 2000).
Dies erleichtert grundsätzlich die Anschlussfähigkeit an
personalwirtschaftliche Fragestellungen (vgl. Eigler, 1996;
Drumm, 2000).
Personalwirtschaftliche Transaktionskosten entstehen durch die Abwicklung der
komplexen Leistungsbeziehungen zwischen Unternehmung und Mitarbeitern im Rahmen
der Beschäftigungsverhältnisse. Sie bilden eine Beurteilungsgröße für
personalwirtschaftliches Handeln, weil sie als Teil des
personalwirtschaftlichen Gesamtaufwandes mittel- bis langfristig negativ auf
den Erfolg wirken (vgl. Eigler, 2001).
Im Zentrum der Analyse stehen die Konsequenzen unvollständig formulierter
Arbeitsverträge (vgl. Sadowski, 1988).
Individuelle Spielräume zu opportunistischem Handeln und Kontrolllücken werden
über die Steuerung des psychologischen Vertrags, über Personalentwicklung
oder Mitarbeiterführung begrenzt. Gesucht werden transaktionskostenminimale
Konzeptionen, Instrumente und Verfahren des Personalmanagements. Allerdings
bestehen noch zahlreiche, zum Teil ungelöste Mess- und Zurechnungsprobleme, um
Transaktionskosten tatsächlich erfassen zu können (vgl. Neuberger, 1997;
Eigler, 2001).
6. Perspektiven
Personalentscheidungen werden bislang nur selten fokussiert
als eigenständiger, mehrdimensionaler Gegenstandsbereich erforscht. Stattdessen
hat man es mit einem Torso partialtheoretischer Analysen zu tun.
Unterschiedliche Analyseschwerpunkte und divergierende meta-theoretische bzw.
methodische Grundorientierungen erschweren die Entwicklung eines integrierten
theoretischen Bezugsrahmens. Wichtige Veränderungen des Gegenstandsbereichs von
Personalentscheidungen beruhen auf der fortschreitenden Internationalisierung
und Globalisierung von Unternehmungen, die erhebliche Funktionsänderungen des
Personalmanagements bedingen. Zu veränderten Entscheidungsinhalten und
-strukturen kommt es z.B. im Zuge neuer vertraglicher Arrangements zwischen
Unternehmungen und Mitarbeitern oder bei netzwerkintegrierten Unternehmungen
und den hierdurch veränderten Personalentscheidungsaufgaben. Auf der
theoretischen Ebene sind von erweiterten individuellen Handlungstheorien
wichtige Forschungsergebnisse zu erwarten, da hier die Verbindung von Intention
und Handeln beim Leistungsverhalten besser aufgeklärt werden kann. Diese
Erkenntnisse können bei den zunehmenden Anforderungen an Selbstmanagement und
Selbststeuerung von Mitarbeitern bzw. Teams betrieblich genutzt werden.
Vergleichbares gilt für die Untersuchungen zum Entscheidungsautismus und den
betrieblichen Möglichkeiten, bestandsgefährdende Fehlentwicklungen frühzeitig
aufzudecken und zu begrenzen. Transaktionskostentheoretische Argumentationen
dürften die Untersuchungen der ökonomischen Entscheidungsgründe bei der Wahl
unterschiedlicher Motivations- und Kontrollarrangements weiter befruchten, wenn
es gelingt, die noch erheblichen methodischen Fragen und konzeptionellen
Defizite zu verringern.
Literatur:
Albert, H. : Modell-Platonismus. Der
neoklassische Stil des ökonomischen Denkens in kritischer Beleuchtung, in:
Logik der Sozialwissenschaften, hrsg. v. Topitsch, E., Köln 1965, S. 406 – 434
Backes-Gellner, U./Lazear, E.
P./Wolff, B. : Personalökonomik. Fortgeschrittene Anwendungen für das Management,
Stuttgart 2001
Bamberg, G./Coenenberg, A. G. :
Betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre, 10. A., München 2000
Baron, J. N./Kreps, D. M. : Strategic
Human Resources, New York et al. 1999
Bartscher-Finzer, S./Martin, A. : Die
Erklärung der Personalpolitik mit Hilfe der Anreiz-Beitrags-Theorie, in:
Personalpolitik. Wissenschaftliche Erklärungen der Personalpraxis, hrsg. v.
Martin, A./Nienhüser, W., München, Mering 1998, S. 113 – 145
Becker, G. S. : Der ökonomische Ansatz
zur Erklärung menschlichen Verhaltens, 2. A., Tübingen 1993
Bronner, R. : Planung und
Entscheidung, 3. A., München, Wien 1999
Coase, R. H. : The Nature of the Firm,
in: Readings in Price Theory, hrsg. v. Stigler, G. J./Boulding, K. E., 1937,
pp. 331 – 351, repr. aus: Economica, 4. pp. 386 – 405
Conrad, P. : Motivation – herkömmliche
Aspekte und neuere Konzeptionen, in: Personalmanagement – Von der Plan- zur
Marktwirtschaft, hrsg. v. Pieper, R., Wiesbaden 1991, S. 241 – 269
Cyert, R./March, J. : Behavioral
Theory of the Firm, Englewood Cliffs, N.J. 1963
Domschke, W./Scholl, A. : Grundlagen
der Betriebswirtschaftslehre. Eine Einführung aus entscheidungsortierter Sicht,
Berlin et al. 2000
Drumm, H. J. : Personalwirtschaft, 4.
A., Berlin et al. 2000
Eigler, J. : Transaktionskosten als
Steuerungsinstrument für die Betriebswirtschaft, Frankfurt/M. 1996
Eigler, J. : \'Grenzlose\' Unternehmung
– \'grenzenlose\' Personalwirtschaft?, in: Managementforschung Band 7: Gestaltung
von Organisationsgrenzen, hrsg. v. Schreyögg, G./Sydow, J., Berlin, New York
1997, S. 159 – 197
Eigler, J. : Personalmanagement, in:
Der Transaktionskostenansatz in der Betriebswirtschaftslehre, hrsg. v. Jost, P.
J., Stuttgart 2001, S. 337 – 359
Guest, D. E. : Human Resource
Management und Performance: A Review and Research Agenda, in: The International
Journal of Human Resource Management, Vol. 8 (3)/1989, pp. 263 – 276
Gutenberg, E. : Die Unternehmung als
Gegenstand betriebswirtschaftlicher Theorie (Faks. Druck der ersten Auflage
Berlin/Wien 1929), Wiesbaden 1998
Heckhausen, H. : Motivation und
Handeln, 2. A., Berlin et al. 1989
Heinen, E. : Einführung in die
Betriebswirtschaftslehre, Wiesbaden 1969 (sowie 2. A., Wiesbaden 1985)
Heinen, E. : Industriebetriebslehre
als entscheidungsorientierte Unternehmensführung, in: Industriebetriebslehre. Entscheidungen
im Industriebetrieb, hrsg. v. Heinen, E., Wiesbaden 1991, S. 1 – 71
Herkner, W. : Lehrbuch
Sozialpsychologie, 5. A., Bern et al. 1996
Irle, M. : Lehrbuch der
Sozialpsychologie, Göttingen 1975
Janis, I. L. : Groupthink, 2. A.,
Boston 1982
Janis, I. L. : Crucial Decisions:
Leadership in Policymaking and Crisis Management, New York 1989
Kieser, A. : Abteilungsbildung, in:
Handwörterbuch der Organisation (HWO), hrsg. v. Frese, E., 3. A., Stuttgart
1992
Kirsch, W. : Einführung in die
Theorie der Entscheidungsprozesse, 2. A., Wiesbaden 1977
Koopman, P. L./Broekhuijsen, J.
W./Wierdsma, A.F. M. : Complex Decision Making in Organizations, in:
Organizational Psychology, hrsg. v. Drenth, P. J./Thierry, H./Wolff, C. J. de,
Hove, U.K. 1998, S. 357 – 386
Kossbiel, H. : Vorwort, in:
Modellgestützte Personalentscheidungen, hrsg. v. Kossbiel, H., München, Mering
1997
Kossbiel, H. : Modellgeschützte
Personalentscheidungen 4, München, Mering 2000
Kromschröder, B. :
Entscheidungstheorie, in: Management-Lexikon, hrsg. v. Bühner, R., München,
Wien 2001, S. 238 – 245
Kuhl, J. : Motivation, Konflikt und
Handlungskontrolle, Berlin et al. 1983
Kupsch, P. U./Marr, R. :
Personalwirtschaft, in: Industriebetriebslehre, hrsg. v. Heinen, E., 9. A.,
Wiesbaden 1991, S. 729 – 896
Laux, H. : Entscheidungstheorie, 4.
A., Berlin et al. 2003
Laux, H./Liermann, F. : Grundlagen
der Organisation, 5. A., Berlin usw. 2003
Lazear, E. P. : Personnel Economics
for Managers, New York et al. 1998
Locke, E. A./Latham, G. P. : A Theory
of Goal Setting and Task Performance, Englewood Cliffs, N.J. 1991
Luhmann, N. : Organisation und
Entscheidung, Opladen, Wiesbaden 2000
Lundy, O. : From Personnel Management
to Strategic Human Resource Management, in: The International Journal of Human
Resource Management, Jg. 3, Bd. 5, 1994, S. 697 – 719
Mag, W. : Entscheidungstechniken, in:
Handwörterbuch der Planung, hrsg. v. Szyperski, N./Winand, U., Stuttgart 1989,
S. 389 – 396
March, J. G./Simon, H. A. :
Organizations, New York et al. 1958
Matiaske, W. : Soziales Kapital in
Organisationen, München, Mering 1999
Meckling, W. H. : Values and the
Choice of the Individual in the Social Sciences, in: Schweizerische Zeitschrift
für Volkswirtschaft und Statistik, H. 112/1976, S. 545 – 560
Milgrom, P./Roberts, J. : Economics,
Organization and Management, Englewood Cliffs, N.J. 1992
Mitchell, D.J. B. : Human Resource
Management. An Economic Approach, Boston, Mass. 1989
Mroß, M. D. : Risiken bei
Investitionen in das Personalvermögen und Strategien zu deren Absicherung,
München, Mering 2001
Neuberger, O. : Personalwesen 1,
Stuttgart 1997
Nitsch, R. von : Entscheidungslehre,
Stuttgart 2002
Oechsler, W. A. : Arbeitsrecht als
Chance und Restriktion personalpolitischer Strategien, in: Strategische
Personalpolitik, hrsg. v. Elsik, W./Mayrhofer, W., München, Mering 1999, S.
69 – 86
Osterloh, M. : Managementrolle:
Alleinentscheider, in: Handbuch Management. Die 24 Rollen der exzellenten
Führungskraft, hrsg. v. Staehle, W. H., Wiesbaden 1991, S. 243 – 261
Pott, P. : Entscheidungsrevision,
Wiesbaden 1991
Ramb, B. T. : Die allgemeine Logik
des menschlichen Handelns, in: Ökonomische Verhaltenstheorie, hrsg. v. Ramb, B.
T./Tietzel, M., München 1993, S. 1 – 31
Ridder, H. G. :
Personalwirtschaftslehre, Stuttgart et al. 1999
Ridder, H. G./Conrad, P./Schirmer, F.
: Strategisches Personalmanagement, Landsberg, Lech 2001
Sadowski, D. : Währt ehrlich am
längsten? Personalpolitik zwischen Arbeitsrecht und Unternehmenskultur, in:
Betriebswirtschaftslehre und Theorie der Verfügungsrechte, hrsg. v. Budäus,
D./Gerum, E./Zimmermann, G., Wiesbaden 1988, S. 219 – 238
Scholz, C. : Personalmanagement, 5.
A., München 2000
Schulz-Hardt, S. : Realitätsflucht in
Entscheidungsprozessen, Bern et al. 1996
Söllner, A. : De Schmutzigen Hände,
Tübingen 2000
Staehle, W. H. : Redundanz, Slack und
lose Kopplung in Organisationen: Eine Verschwendung von Ressourcen?, in:
Managementforschung, Band 1, hrsg. v. Staehle, W. H./Sydow, J., Berlin/New York
1991, S. 313 – 345
Staehle, W. H. : Management, 8. A.,
München 1999
Steinmann, H. : Die Betriebswirtschaftslehre
als normative Handlungswissenschaft, in: Betriebswirtschaftslehre als normative
Handlungswissenschaft, hrsg. v. Steinmann, H., Wiesbaden 1978, S. 73 – 102
Steinmann, H./Schreyögg, G. :
Management – Grundlagen der Unternehmensführung, 5. A., Wiesbaden 2000
Türk, K. : Instrumente betrieblicher
Personalwirtschaft, Neuwied 1978
Türk, K. : Personalführung und
soziale Kontrolle, Stuttgart 1981
Ulrich, P. : Integrative
Wirtschaftsethik, 2. A., Bern et al. 1998
Wächter, H. : Mitbestimmung als
Rahmenbedingung personalpolitischer Maßnahmen, in: Strategische
Personalpolitik, hrsg. v. Elsik, W./Mayrhofer, W., München, Mering 1999, S.
87 – 101
Wagner, D. : Personalentscheidungen –
Anwendung und Umsetzung diagnostischer Information bei Personalentscheidungen,
in: Management-Diagnostik, hrsg. v. Sarges, W., 2. A., Göttingen et al. 1995,
S. 811 – 815
Williamson, O. E. : Markets and
Hierarchies: Analysis of Antitrust Implications, New York 1975
Williamson, O. E. : The Economic
Institutions of Capitalism: Firms, Markets, Relational Contracting, New York
1985
Wimmer, P./Neuberger, O. :
Personalwesen, 2. A., Stuttgart 1998
Witte, E./Hauschildt, J./Grün, O. :
Innovative Entscheidungsprozesse, Tübingen 1988
Wright, P. M./Snell, S. A. : Toward a
Unifying Framework for Exploring Fit and Flexibility in Strategic Human
Resource Management, in: Academy of Management Review, Bd. 4, H. 23/1998,
S. 756 – 772
|