Inhaltsübersicht
I. Begriff
der Akquisitionsplanung
II. Ziele
der Akquisitionsplanung
III. Akquisitionsphasen
IV. Kritische
Faktoren erfolgreicher Akquisitionsplanung
I. Begriff der
Akquisitionsplanung
Die Akquisition (synonym: Unternehmenskauf) ist eine Form des
Unternehmenszusammenschlusses. Während bei der Fusion (Merger) zwei oder mehr
Unternehmen ihre Selbstständigkeit aufgeben, um durch Verschmelzung mit
Neugründung oder Aufnahme ein neues Unternehmen zu bilden (Küting,
K./Zündorf, H. 1994), beschreibt die Akquisition den
teilweisen oder vollständigen Erwerb eines Unternehmens (Verkäufer) durch ein
anderes Unternehmen (Käufer) (Howell, R.A.
1970; Cartwright,
S./Cooper, C.L. 1992).
Nach den Ergebnissen empirischer Untersuchungen (Porter, M.E.
1987; Jensen,
M.C./Ruback, R.S. 1983; Mueller, D.C.
1980; Bühner, R.
1990; Cartwright,
S./Cooper, C.L. 1992) verlaufen die Mehrzahl der getätigten Akquisitionen
nicht erfolgreich. Die Schwierigkeiten, eine Akquisition erfolgreich
umzusetzen, machen einen planerischen Ansatz unverzichtbar (Humpert, F.W.
1992). Die Akquisitionsplanung kann als antizipativer Ansatz zur
kontrollierten, zielgerichteten, systematischen Durchführung einer Akquisition
und ihrer Teilschritte definiert werden.
II. Ziele der
Akquisitionsplanung
Nach der Produkt-/Marktkombination des übernommenen
Unternehmens lassen sich Unternehmenskäufe in horizontale, vertikale und
konglomerate Akquisitionen einteilen. Ausschlaggebend ist selten ein einzelnes
Motiv, sondern ein Bündel von Motiven. Herauszustellen sind zwei Ziele, die
einer Akquisition zugrunde liegen:
1. Ertrags-/Risikomotive
Horizontale Akquisitionen ohne Produktausweitung bezwecken
die rasche Erhöhung des Marktanteils oder die Übertragung von
Erfahrungsvorteilen sowie die Realisierung von Economies of Scale. Zudem können
insbesondere bei technisch eng verwandten Produkten Produktionskurven geglättet
sowie Absatz- und Umsatzzahlen verstetigt werden (Küting, K.
1993). Das Streben nach Synergiegewinnen in funktionalen und
organisatorischen Bereichen wird als weiterer Anstoß horizontaler Akquisitionen
gesehen (Gaughan, P.A.
1996; Lubatkin,
M./Srinivasan, N./Merchant, H. 1997). Konglomerate bzw.
laterale Akquisitionen zielen dagegen auf die Nutzung finanzieller Synergien ab
(günstigere Kapitalmarktkonditionen, internes Cash-Management). Zudem sollen
Akquisitionen zur Risikodiversifizierung beitragen, indem beispielsweise
Unternehmen erworben werden, deren Absatz- und Beschaffungsmärkte sich
antizyklisch zu denen des akquirierenden Unternehmens verhalten (Metzenthin,
R. 2002). Vertikale Unternehmenskäufe dienen dem Aufbau von
Markteintrittsbarrieren oder der Sicherung von Bezugsquellen und Absatzwegen (Gaughan,
Patrick A. 1996).
2. Außerökonomische
Managementmotive
Folgt man der Theorie des Managerialismus (Williamson,
O.E. 1965) und agency-theoretischen Überlegungen (Jensen,
M.C./Meckling, W. 1976; Eisenhardt,
K.M. 1989), so sind die Ziele von Managern für Akquisitionen
bestimmend. Diese müssen nicht mit denen der Eigentümer eines Unternehmens
übereinstimmen. Das Streben der angestellten Manager nach Ansehen, Macht oder
Prestige kann dazu führen, dass freier Cashflow nicht an die Anteilseigner
ausgeschüttet, sondern wertvernichtend in den Kauf weiterer Unternehmen
investiert wird, sog. Free-Cashflow-Hypothese (Jensen, M.C.
1986).
Die Akquisitionsplanung soll Transparenz über die Beweggründe
und das gesamte Handeln aller an einer Akquisition Beteiligten geben. Auf diese
Weise wird der Unternehmenskauf zu einem rationalen Prozess, bei dem die
Teilschritte des Vorgehens systematisch abgearbeitet, analysiert und
dokumentiert werden. Dadurch wird implizites, stilles Wissen in explizite
Handlungsanweisungen umsetzbar und die Wahrscheinlichkeit, eine Akquisition
erfolgreich abzuschließen, erhöht (Jemison,
D.B./Sitkin, S. 1986b).
III. Akquisitionsphasen
-
Suchphase
(Pre-Acquisition-Management)
Strategische Zielbildung;
Ernennung des Integrationsmanagers;
Ermittlung potenzieller Akquisitionsobjekte;
Erste strategische und finanzielle Bewertung.
-
Akquisitionsphase
Verhandlungsaufnahme;
Letter of Intent;
Due Diligence;
Ermittlung des Unternehmenswerts;
Erstellung des Integrationsplans;
Entscheidung über das Akquisitionsobjekt;
Closing.
-
Integrationsphase
(Post-AcquisitionManagement)
Bildung von Projektgruppen zur Umsetzung des Integrationsplans;
Planevaluation und -anpassung.
1. Suchphase
(Pre-AcquisitionManagement)
Der erste Teilschritt dieser Phase beinhaltet Überlegungen,
ob eine Akquisition überhaupt die angemessene Strategie zur Zielerreichung ist,
oder ob sich andere, weniger risikobehaftete Formen der Kooperation
(Strategische Allianzen, Joint Venture) nicht besser eignen (Ohmae, K.
1989). Zu diesem Zeitpunkt ist die Formulierung der Ziele, die mit einer
Akquisition verfolgt werden sollen, durchzuführen und in die
Unternehmensstrategie einzubinden. Die Zielbildung ist vom Top-Management des
akquirierenden Unternehmens durchzuführen.
In dieser frühen Phase des Akquisitionsprozesses ist bereits
ein Integrations-Manager zu ernennen (Ashkenas,
R.N./DeMonaco, L.W./Francis, S.C. 1998). Der
Integrationsmanager ist eine im Projektmanagement erfahrene Führungskraft, die
besondere persönliche Qualifikationen hinsichtlich Methoden- und
Sozialkompetenz aufweist (Ashkenas,
R.N./Francis, S.C. 2000). Seine Aufgabe besteht in der
kontinuierlichen Begleitung des Akquisitionsvorhabens über alle Stufen des
Akquisitionsprozesses hinweg. Er trägt die Verantwortung für die spätere
Umsetzung der Integration des zu erwerbenden Unternehmens.
Bei der Suche nach geeigneten Übernahmekandidaten (Targets)
unterstützt der Integrationsmanager das Top-Management. Unternehmensberater und
Investment Banker arbeiten ihnen zu (Gaughan, P.A.
1996). Um einem eskalierenden Zeitdruck von Seiten der Öffentlichkeit
entgegenzuwirken, ist in dieser Phase auf strenge Geheimhaltung zu achten und
der Kreis der Beteiligten klein zu halten.
Sind geeignete Übernahmekandidaten identifiziert, sind in
einer ersten strategischen und finanziellen Bewertung die Zielbeiträge der
Akquisitionsobjekte sowie der ungefähre Kaufpreis zu schätzen. Die Beteiligung
des Integrationsmanagers sichert bereits in dieser frühen Phase die Beachtung
von Post-Acquisition-Aspekten (Ashkenas,
R.N./Francis, S.C. 2000). Die Zahl potenzieller Targets wird
so aufgrund von Strategie-, Preis- oder integrativen Überlegungen
eingeschränkt.
Zur Prüfung der Zieladäquanz der Akquisitionsobjekte sind
drei Tests (Porter, M.E.
1987; Hoffmann, F.
1989) anwendbar: Ein Attraktivitätstest untersucht die Branche des
Zielunternehmens. Der Eintrittskostentest prüft das Verhältnis von
Markteintrittskosten zum Barwert aller zukünftigen Gewinne. Ein dritter Test,
der Synergietest, prüft das Vorhandensein von Synergien in Verbindung mit dem
bisherigen Geschäft.
Eine Akquisition ist danach als vorteilhaft einzustufen, wenn
die Branche des Targets attraktiv ist oder anziehend gestaltet werden kann, die
Markteintrittskosten unter dem Barwert der Gewinne liegen und
Synergiepotenziale mit dem bestehenden Geschäft des Käufers erkennbar sind.
2. Akquisitionsphase
Mit den als geeignet angesehenen Kandidaten nimmt das
Management erste Verhandlungen auf. Verlaufen diese positiv, wird eine
Absichtserklärung über den Erwerb unterzeichnet (im angloamerikanischen Raum
als Letter of Intent bekannt). Diese stellt eine einseitige Willenserklärung
des Käufers über den Erwerb dar – vorbehaltlich der Einigung in noch offenen
Punkten. Dem Zielunternehmen wird so die Ernsthaftigkeit der Verhandlungen
signalisiert (Moosmayer, O.
2000). Der Käufer erhält daraufhin Zugang zu unternehmensinternen
Unterlagen im sogenannten Data Room. Der Kreis der Akteure wird nun um ein Team
aus Fachleuten zur Unternehmensbewertung sowie Steuer- und Finanzanalysten
erweitert. Jemison/Sitkin schlagen vor, in dieser Phase Mitglieder des
Lower-Managements mit einzubeziehen (Jemison,
D.B./Sitkin, S.B. 1986a). Dies soll eine Beachtung späterer Integrationsbelange
sicher stellen.
An den Verhandlungsbeginn und die Unterzeichnung des Letter
of Intent schließt sich die Due Diligence an. Mittels dieses Prüfungsverfahrens
untersucht das akquirierende Unternehmen, ob das Verkaufsobjekt in
finanzieller, organisatorischer und rechtlicher Hinsicht tatsächlich seinen
Vorstellungen entspricht. In erster Linie sind die Stellung des Kaufobjekts im
Markt, Informationen des Rechnungswesens und sonstige Vermögenswerte sowie die
Eignung des Managements zu prüfen (Lebedow, A.L.
1999). Zunehmend gewinnt auch die sog. Commercial Due Dilligence an
Bedeutung, in der das Geschäftsmodell bzgl. der zukünftigen Markt- und
Wettbewerbsposition des zu akquirierenden Unternehmens analysiert wird (Kranebitter,
G. 2002). Erst durch die Due Diligence ist es möglich,
Verhandlungen über den Kaufpreis zu konkretisieren.
Sollte zu diesem Zeitpunkt mehr als ein Unternehmen als
potenzielles Akquisitionsobjekt verfügbar sein, ist auf Vergleichbarkeit der
Strategie- und Finanzbewertung zu achten. Baetge/Krumbholz schlagen als
strategischen Beurteilungskatalog beispielhaft das Modell der Wettbewerbskräfte
von Porter vor (Baetge,
J./Krumbholz, M. 1991). Die zukünftige Markt- und
Wettbewerbsposition kann mit Hilfe der SWOT-Analyse durchgeführt werden. Zur
finanziellen Bewertung und Bestimmung des Unternehmenswerts des Zielobjekts
sind Ertrags- und Discounted-Cash-flow-Methoden anwendbar (Moxter, A.
1983; Ballwieser,
W. 1983). Bei börsennotierten Unternehmen liefert die
Marktkapitalisierung Anhaltspunkte zur Wertermittlung. Bei Klein- und
mittelständischen Unternehmen sind Branchenmultiplikatoren üblich (Kucher, A.B.
2000).
Vor der Entscheidung über das zu kaufende Unternehmen ist der
Integrationsplan zu erstellen. Dabei sind zumindest folgende Punkte zu klären (Ashkenas,
R.N./DeMonaco, L.G./Francis, S.C. 1998): Die
Unternehmenskulturen der potenziellen Targets sind zu bewerten und mögliche
Kommunikationsstrategien gegenüber den Mitarbeitern der betroffenen Unternehmen
zu entwickeln. Besonderes Augenmerk gilt Integrationshemmnissen aufgrund der
Unternehmensphilosophie und -geschichte sowie weiteren kulturellen Eigenheiten
(Einstellungen, Normen, Sprache etc.) eines zu übernehmenden Unternehmens. Das
Top-Management hat den Integrationsplan abzuzeichnen und zu verantworten.
Die Akquisition endet juristisch mit der
Vertragsunterzeichnung und dem sog. Closing.
Gegenstand des Vertrags ist entweder der Erwerb der Vermögensgegenstände und
Rechte des Targets ( „ asset-deal “ ) oder der Erwerb des Unternehmens selbst
( „ share-deal “ ). Bei den per Asset-Deal durchgeführten Akquisitionen ist eine
individuelle Übertragung (Singularsukzession) materieller und immaterieller Vermögensgegenstände
durchzuführen. Beim Share-Deal werden nur die Beteiligungsrechte
übertragen. Die Vermögen des akquirierenden und des akquirierten Unternehmens
bleiben getrennt (Moosmayer, O.
2000). Das Closing bezeichnet den Zeitpunkt, in dem die Vermögens- oder
Beteiligungsrechte auf den Käufer übergehen und mit der Umsetzung des Vertrages
begonnen wird.
3. Integrationsphase
(PostAcquisition-Management)
Unmittelbar nach dem Closing beginnt die Integration und
Akkulturation des erworbenen Unternehmens. Der Integrationsmanager wird
öffentlich in sein Amt berufen und bildet Projektgruppen, die mit der
Realisation des Integrationsplans befasst sind (Ashkenas,
R.N./DeMonaco, L.J./Francis, S.C. 1998; Clever, H.
1993). Mitglieder dieser Gruppen können Führungskräfte und weitere
Mitarbeiter beider Unternehmen sein sowie externe Berater (Krystek, U.
1992). Die Interaktion der Führungskräfte beider Unternehmen fördert den
Ressourcentransfer und dient so der Integration (Gerpott, T.J.
1993). Den Gruppen werden durch einen vom Top-Management formulierten
Zeitplan (100-Tage-Plan) operative Ziele vorgeben. Die Wichtigkeit schneller
Integrationserfolge für ein Gelingen des Unternehmenskaufs ist zu betonen (Ashkenas,
R.N./Francis, S.C. 2000). Die Akkulturation nimmt je nach
Integrationstiefe andere Ausprägungen an: Bei geringer Integrationstiefe bleibt
das akquirierte Unternehmen weitgehend selbstständig und behält auch seine
kulturellen Eigenheiten. Weitergehende Akkulturation führt zur so genannten
Assimilation. Das übernommene Unternehmen verliert seine Eigenständigkeit. Die
Unternehmenskultur verschwindet und wird durch die des akquirierenden
Unternehmens ersetzt (Gertsen, M.C./Søderberg,
A./Torp, J.E. 1998).
Während der gesamten Integrationsphase steht der
Integrationsplan auf dem Prüfstand und ist bei Bedarf anzupassen. Bei der
Prüfung ist die Prämissenkontrolle (Ausgangsannahmen verändern sich) und die
Durchführungskontrolle (Frühzeitige Feststellung von Fehlentwicklungen) zu
unterscheiden (Krystek, U.
1992). Die durch die Kontrolle festgestellten Abweichungen sind zu
dokumentieren und bei einer Plananpassung zu berücksichtigen.
IV. Kritische Faktoren
erfolgreicher Akquisitionsplanung
Häufig in der Literatur genannte Problemfelder, die in der
Such-, Akquisitions- und Integrationsphase auftreten, sind:
1. Mangelhafte
strategische Vorplanung
Oftmals wird die Vorplanungsphase einer Akquisition zu
schnell abgeschlossen, und die Analyse der Ausgangssituation sowie die
Bewertung potenzieller Übernahmekandidaten erfolgt nur ungenügend (Metzenthin,
R. 2002). Dies führt dazu, dass unter wachsendem Zeitdruck
notwendige strategische und insbesondere organisatorische Überlegungen in den
Hintergrund treten (Jemison, D.B./Sitkin,
S.B. 1986b). Später stellt sich heraus, dass das akquirierte
Unternehmen keinen operativen Zielbeitrag zur Strategieumsetzung leisten kann.
2. Überschätzung
der Synergien und Vernachlässigung der Folgekosten
Das Streben nach Synergien
ist das zentrale Motiv von Akquisitionen. Dabei wird übersehen, dass es sich
zunächst einmal nur um Synergiepotenziale handelt, die zum einen geringer
ausfallen können (Goold,
M./Campell, A. 1998), zum anderen erst in konkrete Synergien
gewandelt werden müssen (Bühner, R.
1993). Dabei entstehen Kosten für die Organisation und Restrukturierung.
Picot rät daher, möglichst frühzeitig die bei Integration und Restrukturierung
entstehenden internen und externen Kosten in einem umfassenden Planungsansatz
zu kalkulieren (Picot, G.
2000).
3. Überschätzung
des eigenen Managements
Es besteht die Gefahr, dass das Management des akquirierenden
Unternehmens den Aufwand an Führungsleistung zur erfolgreichen Bewältigung des
Unternehmenskaufs unterschätzt bzw. dass das Management am erworbenen
Unternehmen nur mäßiges Interesse zeigt (Clever, H.
1993).
Auch darf die organisatorische Durchführung einer Akquisition
nicht unterschätzt werden. Durch ihren einmaligen Charakter kann das Management
kaum Erfahrungswerte hinsichtlich der Gestaltung von Unternehmensübernahmen
aufbauen. Dabei ist der Akquisitionsablauf als wissensbasierter Prozess zu
sehen (Capron, L.
1999). Lernfähigkeit und -kapazität sind dann wesentliche Determinanten
des Akquisitionserfolgs.
Ein großer Fehler ist die anfängliche Überbetonung von
Strategie und Konzeption zu Lasten operativer Inhalte. Strategieberater fördern
diese einseitige Betrachtung der Akquisitionsplanung (Jemison,
D.B./Sitkin, S.B. 1986a).
4. Mangelnder
„ cultural fit “
Eine Akquisition ist darauf angewiesen, dass sich zwischen
den betroffenen Unternehmenskulturen keine Spannungen entwickeln. Besonders
wenn das akquirierte Unternehmen eine von den Mitarbeitern geschätzte Kultur
aufweist und die Unternehmenskultur des akquirierenden Unternehmens von diesen
abgelehnt wird, sind Integrationsprobleme vorprogrammiert. Das übernommene
Unternehmen wird sich vom übernehmenden separieren und Integrationsbestrebungen
widerstehen. (Malekzadeh,
A.R./Nahavandi, A. 1988; Krystek, U.
1992). Das Auftreten inter- und intrakultureller Stresssituationen kann
ein Faktor sein, der die gesamte Akquisition zum Scheitern bringt (Müller-Stewens,
G. 1991; Very,
P./Lubatkin, M./Calori, R. 1998). Deshalb ist eine sorgsame
Planung und Berücksichtigung des menschlichen Faktors bereits bei der
Akquisitionsvorplanung ein wesentlicher Schlüsselfaktor des Erfolgs.
5. Zögerliches
Vorgehen in der Post-Akquisitionsphase
Unmittelbar nach dem Closing sind sofort die Pläne und Ziele,
die der Käufer mit dem Akquisitionsobjekt verbindet, klar und
unmissverständlich zu kommunizieren. Sollten Rationalisierungen anstehen oder
die Führungsriege des akquirierten Unternehmens ausgetauscht werden müssen, ist
dies frühzeitig zu kommunizieren und gegenüber den Mitarbeitern zu begründen (Ashkenas,
R.N./DeMonaco, L.J./Francis, S.C. 1998). Sonst besteht die
Gefahr der Verunsicherung der Mitarbeiter mit der Folge, dass die Wissens- und
Leistungsträger das Unternehmen verlassen.
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