Inhaltsübersicht
I. Einführung
II. Begriffsklärung
III. Begriffsabgrenzung
IV. Grundmodell
des SCM
V. Neuere
Entwicklungen des SCM
I. Einführung
Moderne Wertschöpfungsnetzwerke sind durch die weltweite
Arbeitsteilung zwischen einer Vielzahl an Unternehmen geprägt. Das logistische
Netzwerk weist eine Fülle von Knoten auf, die die Waren bis zum Endverbraucher durchlaufen.
Diese Knoten repräsentieren die Zulieferunternehmen, Produzenten, Großhändler,
Speditionen, Warenverteilzentren, Logistikdienstleister und Einzelhändler. In
den klassischen Ansätzen der Betriebswirtschaftslehre werden die einzelnen
Knoten des logistischen Netzwerkes isoliert voneinander betrachtet und nach
einzelwirtschaftlichen Kriterien optimiert. Eine umfassende Optimierung des
gesamten Netzwerkes bleibt jedoch aus. Dies ist der Ansatzpunkt des SCM.
Unternehmen müssen im Rahmen ihrer Geschäftsmodelle den Nutzen des SCM
berücksichtigen, um zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Fokus der
Untersuchung stand das gesamte logistische Netzwerk erstmals Mitte der
1980er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts (Houlihan,
John B. 1985).
II. Begriffsklärung
1. Supply Chain
Der Begriff Supply Chain ist wörtlich mit Angebotskette,
Lieferantenkette oder Versorgungskette zu übersetzen. Das Modell einer
typischen Logistikkette besteht aus der Perspektive eines produzierenden
Unternehmens aus dem Vorlieferanten, der Spedition, dem Wareneingang, der
Produktion, dem Warenausgang, der Spedition und dem Kunden. Eine Supply Chain
beinhaltet „ all activities associated with the flow and transformation of goods
from raw materials stage (extraction), through the end user, as well as the
associated information flow. “ (Handfield,
Robert B./Nichols, Ernest L. 1999, S. 2). Sämtliche Aktivitäten, die
zur Versorgung von Kunden und Märkten mit Produkten erforderlich sind, werden
demzufolge unter dem Begriff Supply Chain subsumiert. Die Nachfrageseite wird
mit der Zulieferseite mittels einer strikten Kundenorientierung verbunden. Die
Supply Chain berührt jede logistische Unternehmensfunktion in den Bereichen der
Beschaffung, Produktion, Distribution und Entsorgung.
2. Supply Chain Management
Der Begriff Supply Chain Management wurde erstmals von Oliver
und Webber (Oliver, Keith
R./Webber, Michael D. 1992) verwendet, ohne dass er definiert wurde.
Der Begriff umschrieb zunächst eine um die strategische Komponente
angereicherte Logistikkonzeption. Eine einheitliche und allgemein gültige
Begriffsbestimmung für das Supply Chain Management besteht in der
betriebswirtschaftlichen Literatur bis heute nicht (Pfohl,
Hans-Christian 2000). Vielmehr liegt eine Vielzahl zum Teil
konträrer Nominaldefinitionen vor, die aus den unterschiedlichen
Betrachtungsperspektiven der Autoren resultieren. Die verschiedenen
Definitionen können unterschiedlichen Denkansätzen, den sog. Supply Chain
Schools of Thought, zugeordnet werden (Bechtel,
Christian/Jayaram, Jayanth 1997):
-
(Functional) Chain Awareness School: Dieser Denkansatz
basiert auf der Existenz einer Kette einzelner funktionaler Teilbereiche
zwischen einem Liefer- und einem Empfangspunkt sowie auf einem durchgängigen
Materialfluss.
-
Linkage/Logistic School: Die durchgängige Verbindung
der Materialflüsse zwischen einzelnen funktionalen Teilbereichen durch
spezielle logistische Lösungen stellt die Grundlage des Denkansatzes dar.
Sämtliche Aktivitäten innerhalb der Kette werden für die Reduzierung der
Lagerbestände harmonisiert.
-
Information School: Im Fokus dieser Denkschule steht
der durchgängige bidirektionale Informationsfluss innerhalb der Kette der
funktionalen Teilbereiche. Gegenstand der Betrachtung sind die
Informationsübertragung an die einzelnen Kettenglieder sowie die Rückkopplung
der wahrgenommenen Supply Chain Leistungen seitens der Abnehmer.
-
Integration/Process School: In Fortführung der
Linkage/Logistic School fokussiert dieser Denkansatz für die Optimierung der
Supply Chain die Integration der Geschäftsprozesse. Hierbei erfolgt eine
Orientierung am Nutzen der Endverbraucher und setzt sich im Gegensatz zur
Linkage Schule über die sequenzielle Reihenfolge hinweg.
-
Future School: Diese Denkschule fokussiert das
partnerschaftliche Beziehungsmanagement sowie die strategischen Allianzen.
Sämtliche Ansätze des Supply Chain Managements weisen jedoch
folgende Gemeinsamkeiten auf (Kotzab,
Herbert 2000, S. 27):
-
Eine Supply Chain resultiert aus der Internalisierung
bzw. Externalisierung der zur Leistungserstellung erforderlichen ökonomischen
Aktivitäten.
-
SCM ist als eine strategische, kooperations- und
integrationsorientierte Managementkonzeption zu verstehen, die zu Effizienz-
und Effektivitätssteigerungen entlang der betrachteten Wertschöpfungskette
führt.
-
Die Konzeption geht aufgrund der thematisierten
Kooperation und Integration über die Logistikdimension hinaus.
-
Betrachtungsgegenstand sind mindestens Informations-
und Materialflüsse.
-
Die Initiierung der Supply Chain und deren Steuerung
geht vom Point of Sale aus.
Die Supply Chain beginnt im Extremfall bei den
Rohstoffquellen und endet mit der Lieferung des Fertigproduktes an den
Endkunden. Zwischen Rohstoffquelle und Endkunde besteht eine mehrstufige
Kunden-Lieferanten-Beziehung, die sich unternehmensintern und -extern
zusammensetzt. Die Verbindung zwischen den Gliedern der Supply Chain können
durch Logistikdienstleister hergestellt werden (Baumgarten,
Helmut/Wiegand, Alexander 1999). Der Betrachtungsgegenstand des SCM
kann um die Finanz- und Rechteflüsse erweitert werden. Das SCM muss die Art und
Weise sowie den Weg der Produkte zum Endkunden berücksichtigen.
III. Begriffsabgrenzung
1. Logistikkette
Die Supply Chain weist zur Logistikkette eine enge Beziehung
auf. Die Logistikkette stellt eine Reihe operativer Leistungsstellen dar, die
von materiellen Objekten durchlaufen wird, und beschreibt den Lieferprozess vom
Lieferanten bis zum Kunden. Der Durchfluss wird als Waren- oder Materialfluss
bezeichnet. Die Logistikkette kann in Beschaffungs-, Produktions-,
Distributions- und Entsorgungslogistik unterteilt werden (Wildemann,
Horst 2001, S. 7). Darüber hinaus kann zwischen unternehmensinterner
und -übergreifender Logistik unterschieden werden. Der Begriff Supply Chain
steht somit in enger sachlicher Nachbarschaft zum Begriff Logistikkette (Wildemann,
Horst 2005, S. 3 ff.).
2. Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette beschreibt die Abfolge von
wertschöpfenden Aktivitäten innerhalb der einzelnen Wertschöpfungsstufen. Das
SCM fokussiert die Versorgungssicherheit und die Verfügbarkeit von Waren,
Materialien und Informationen. Die zunehmende Arbeitsteilung zwischen
Unternehmen führt zu unternehmensübergreifenden Wertschöpfungsnetzwerken, die
eine Koordination hinsichtlich Kosten, Zeit, Menge und Qualität durch das SCM
erfordert.
3. Logistikmanagement
Eine Abgrenzung zwischen SCM und dem Logistikmanagement ist
aufgrund der Veränderung in den Betrachtungsschwerpunkten nicht ohne Weiteres
möglich. Grundsätzlich beschäftigt sich der Bereich der Logistik vor allem mit
operativen Gesichtspunkten, während das SCM stärker die strategische Ebene
einbezieht. Die Logistik betrachtet vorwiegend die unternehmensinternen
Material- und Informationsflüsse sowie jene von und zu unmittelbaren
Geschäftspartnern. SCM bezieht weitere Teilnehmer des Wertschöpfungsnetzwerkes
mit in die Betrachtung ein. Darüber hinaus werden durch das SCM innerhalb des
Netzwerkes die Informationssysteme für einen effizienten und effektiven
Informationsaustausch harmonisiert. Gegenüber dem Logistikmanagement kann das
SCM auch die Finanz- und Rechteflüsse beinhalten.
IV. Grundmodell des
SCM
Das Grundmodell des SCM basiert zum einen auf der
ganzheitlichen Auffassung der Logistikkette sowie auf der Kooperation
sämtlicher Unternehmen innerhalb des Logistiknetzwerkes mit der Zielsetzung
einer Optimierung des Wertschöpfungsnetzwerkes. Die
schnittstellenübergreifende, effiziente Zusammenarbeit sämtlicher
Netzwerkteilnehmer schafft Transparenz über die gesamte Wertschöpfungskette,
vermeidet Informationsasymmetrien zwischen den Unternehmen, verbessert die
Kosten- und Leistungsstruktur und verändert die Bilanzstruktur der Unternehmen.
Das Grundmodell des SCM kann auf Basis folgender Leitlinien
charakterisiert werden (Wildemann,
Horst 2005, S. 6 ff.):
-
Ausbau von Kernkompetenzen: Die vom Endkunden
gewünschten Leistungsmerkmale eines Produktes können i.d.R. nicht von einem
einzigen Unternehmen erfüllt werden. Der Kunde erwartet ein Bündel von
Kernkompetenzen, das ihm durch ein Unternehmensnetzwerk Leistungen schnell,
günstig und zu hervorragender Qualität zur Verfügung stellt. Infolge dessen
muss sich das SCM hinsichtlich der Kernkompetenzen auf das Management von
Netzwerken mit wechselnden Partnern konzentrieren.
-
Kooperation in Netzwerken: Verringern die
Netzwerkteilnehmer ihre Wertschöpfungstiefe, so steigt die Notwendigkeit der
Kooperation. Dafür sind bereits vor der eigentlichen Leistungserstellung
Abstimmungsprozesse und ein intensiver Informationsaustausch erforderlich.
Als flexible Einheiten bündeln Wertschöpfungsketten das Know-how aller
beteiligten Unternehmen. Daraus ergibt sich ein leistungsfähiger und
innovativer Verbund, der die Vorteile des kleineren Unternehmens mit den
Vorteilen eines größeren paart.
-
Prozess- und Durchlaufzeitreduzierung: Steigende
Anforderungen an Lieferzeit und -treue erfordern eine am Faktor Zeit
ausgerichtete Supply Chain. Dabei sind die Erfolgspotenziale einer
prozessorientierten Organisationsstruktur der einzelnen Unternehmen und der
Supply Chain nicht ohne eine Konzentration auf eine Zeitverkürzung über alle
Geschäftsprozesse hinweg zu erschließen. Unternehmensübergreifende
Prozessabläufe erhöhen im Rahmen des SCM die Reaktionsmöglichkeit und
verringern die Unsicherheit in den Prozessen.
-
Abbau von Informationsasymmetrien: Die koordinierte
Übermittlung von Informationen zur Planung, Steuerung, Gestaltung und
Kontrolle zwischen den Wertschöpfungspartnern stellt sicher, dass
Informationen, die an einem Ende der Kette erzeugt werden, die relevanten
Adressaten zum richtigen Zeitpunkt und in der entsprechenden Form erreichen.
Die verzerrte Weitergabe von Nachfrageinformationen entlang der logistischen
Kette führt zu Nachfrage- und damit Beschaffungsschwankungen. Die Konsequenz
kann der Aufbau von Beständen auf den vorgelagerten logistischen Stufen sein.
Dabei ist bezeichnend, dass sich durch die Wiederholung der Verhaltensweise
auf jeder Wertschöpfungsstufe der Effekt auf der jeweils vorgelagerten Stufe
verstärkt. Dieses Phänomen wird als Peitschen- oder Bullwhip-Effekt
bezeichnet.
-
Komplexitätsbeherrschung: Eine hohe Anzahl von
Lieferanten, eine hohe Produktvielfalt, eine Vielzahl von Kunden, die über
unterschiedlichste Vertriebs- und Distributionskanäle ihre Waren erhalten,
wirken als umweltbezogene Komplexitätstreiber auf die Unternehmen der Supply
Chain. Die Konsequenz für die Netzwerkteilnehmer liegt in einer hohen
Prozess- und Schnittstellenvielfalt. Der gestiegenen Komplexität sind
innerhalb der Supply Chain geeignete Strategien entgegenzusetzen. Zunächst
ist eine unnötige Komplexität zu eliminieren, und durch eine effiziente
Handhabung der nichtvermeidbaren Komplexität ist diese zu beherrschen. Für
die Zukunft sind präventive Maßnahmen zu treffen, um eine unnötige
Komplexität zu vermeiden.
-
Qualitätssicherung: Die Kundenorientierung innerhalb
der Supply Chain wird durch eine umfassende Qualitätsphilosophie getragen.
Dies erfordert ein adäquates Qualitätsmanagementsystem, das die
Einflussfaktoren der Qualität aus Sicht der Kunden-Lieferantenkette
berücksichtigt. Qualitätsziele sind angemessene Kundenzufriedenheit bei
gleichzeitiger Minimierung der Fehler- und Prüfkosten. Zur Sicherung der
geforderten Qualität eignet sich der Einsatz von Konzepten, wie das
Reklamations- und Beschwerdemanagement zur Fehlererkennung und Six-Sigma oder
Poka Yoke zur Fehlervermeidung. Charakteristisch für das hierfür
erforderliche Controlling ist das Sich-Lösen von einer reglementierten
Fremdkontrolle hin zu einer auf Zielvereinbarungen basierenden
Selbststeuerung von Wertschöpfungs- und Managementprozessen innerhalb der
Supply Chain.
Ähnlich der Definitionsvielfalt für den Begriff des SCM
besteht auch bei der Modellierung von SCM-Abläufen eine enorme
Variantenvielfalt, die in der Literatur zu kontroversen Diskussionen führen.
Das Modell nach Cooper, Lambert und Pagh regt einen abteilungs- und
unternehmensübergreifenden Prozessansatz an (Cooper,
Martha C./Lambert, Douglas M./Pagh, Janus D. 1997). Dagegen
verbleiben Bowersox und Closs bei ihrem Ansatz bei der Integration der
unternehmensinternen Abläufe (Bowersox,
Donald J./Closs, David J. 1996). Den beiden akademisch geprägten
Modellen steht das aus der Praxis heraus entwickelte SCOR (Supply Chain
Operations Reference)-Model des Supply Chain Council (SCC) gegenüber, das auf
den fünf wesentlichen SCM-Prozessen (Plan, Source, Make, Deliver, Return)
basiert und diese mit Konzepten wie Business-Process-Reengineering,
Benchmarking und Best-Practice-Analyse verknüpft (Supply Chain
Council, 2005). Ein weiteres Modell stellt die Belastungsorientierte
Auftragsfreigabe (BOA) dar. Kerngedanke dieses Produktionssteuerungskonzepts
stellt die Abstimmung der Produktionsdurchführung mit einem definierten
Sollbestand dar (Wiendahl,
Hans-Peter/Nyhuis, Peter 1998). Erweitert wurde dieses Konzept für
die Supply Chain um die Aspekte der Transparenz, Kommunikation und Abstimmung,
Partnerschaft und Vertrauen sowie Management und Organisation.
V. Neuere Entwicklungen
des SCM
1. Supply Chain Event Management (SCEM)
Globale Wertschöpfungsstrategien sind durch einen intensiven
Leistungsaustausch gekennzeichnet und können nur bei einer bestandsarmen
Ausgestaltung effizient realisiert werden. Hierzu ist ein proaktives und
kurzfristiges Planungs- und Steuerungskonzept erforderlich. Dieses Konzept wird
als Supply Chain Event Management bezeichnet. Zielsetzung ist zum einen die
Schaffung der Transparenz des Prozessvollzugs und zum anderen die Ableitung von
Handlungsalternativen zur Beseitigung von auftretenden Störungen. Hierzu sind
relevante Informationen zu erheben, zu analysieren und zu bewerten. Unterstützt
wird das Supply Chain Event Management durch die technischen Komponenten
Tracking und Tracing, Decision Support sowie durch eine Front-End-Lösung (Steven,
Marion/Krüger, Rolf 2004).
2. Supply Chain Risk Management (SCRM)
Das SCM besitzt den Vorteil einer ganzheitlichen Flussorientierung
zur Befriedigung der Kundenbedürfnisse. Damit werden die Marktchancen der
Netzwerkteilnehmer bei gleichzeitiger Aufdeckung von Einsparpotenzialen erhöht.
Jedoch sind mit einer interorganisatorischen, interfunktionalen und
interinstrumentalen Ausrichtung der Güter-, Informations-, Rechte- und
Finanzmittelflüsse Risiken verbunden. Diesen Risiken muss im Rahmen eines SCRM
systematisch begegnet werden. Die Herausforderung an das SCRM resultiert aus
der hohen Anzahl potenzieller Risikofelder innerhalb der Supply Chain und deren
gegenseitigen Verknüpfung. Hierzu ist ein Prozess des Risikomanagements
bestehend aus Risikoidentifikation, -analyse, -steuerung und -controlling zu
etablieren (Pfohl,
Hans-Christian 2002).
3. Supply Chain Collaboration
Im Rahmen der Weiterentwicklung des SCM-Gedankens wird
verstärkt der Collaboration-Aspekt fokussiert. Unter dem Collaboration
Management wird die Zusammenarbeit der Partner innerhalb einer Supply Chain
verstanden. Die Bereitstellung von Informationen, insbesondere die
Informationsbringschuld des Lieferanten ist Betrachtungsgegenstand der Supply
Chain Collaboration. Diese beinhaltet Informationen des Abnehmers über freie
Kapazitäten oder Bestände sowie den permanenten Abgleich zwischen den
vorhandenen und benötigten Kapazitäten beim Lieferanten. Effekte, die sich aus
einer schleichenden Bedarfserhöhung ergeben können, werden frühzeitig erkannt,
die Effizienz bei der Problemerkennung und -lösung von Lieferanten und
Abnehmern erhöht. Das Ergebnis einer offenen Zusammenarbeit muss das Erreichen
einer Win-Win-Situation sein. Unterstützt wird dies dadurch, dass die Lieferanten
frühzeitig in die Konzeption eingebunden und deren Belange mit berücksichtigt
werden (Wildemann, Horst
2004).
4. Neue Technologien
Mittels des Einsatzes neuer Informations- und
Kommunikationstechnologien kann das SCM zukünftig weiter optimiert werden. Die
Radio Frequency Identification (RFID) Technologie ermöglicht die effiziente
Steuerung der Logistik durch Schaffung von Transparenz in den Abläufen. RFID
ist eine Methode, um Daten berührungslos und ohne Sichtkontakt auf einem
Transponder lesen und speichern zu können. Die Objekte, auf denen die
Transponder angebracht sind, können aufgrund der gespeicherten Informationen
automatisch und schnell identifiziert werden. Die technische Infrastruktur
eines RFID-Systems besteht aus dem Transponder (RFID-Etikett, -Chip, -Tag,
-Label, Funketikett oder -chip genannt), der Sende-Empfangs-Einheit (auch
Reader genannt) und der Integration mit Servern, Diensten und sonstigen
Systemen wie z.B. Warenwirtschaftssystemen. Insbesondere in geschlossenen
Logistikkreisläufen, die eine hohe Prozesssicherheit bedingen, ist der Einsatz
vorteilhaft zur Steigerung der Prozesseffizienz.
Literatur:
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Bowersox, Donald J./Closs, David J. :
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Cooper, Martha C./Lambert, Douglas
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Handfield, Robert B./Nichols, Ernest
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Houlihan, John B. : International
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Pfohl, Hans-Christian : Supply Chain
Management. Logistik plus?, in: Supply Chain Management. Konzept, Trends,
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Pfohl, Hans-Christian : Risiken und
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Steven, Marion/Krüger, Rolf : Supply
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Wiendahl, Hans-Peter/Nyhuis, Peter :
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