Inhaltsübersicht
I. Begriff
und Bedeutung
II. Messung
III. Werttreiber
I. Begriff und Bedeutung
Shareholder Value bedeutet Eigentümerwert oder
Aktionärsvermögen und meint den, i.d.R. nur aufgrund von zahlreichen Annahmen
berechneten, Marktwert des Eigenkapitals eines Unternehmens, den das Management
maximieren soll. Der Begriff ist seit Rappaports Buch aus dem Jahre 1986
gängig, findet sich aber schon bei Fruhan (Fruhan jr.,
W.E. 1979). Rappaport, A. kritisierte an Buchhaltungszahlen
verankerte Ziel- und Kontrollgrößen als aussagelos zur Erreichung der Ziele der
Eigentümer eines Unternehmens und trug mit der Forderung, den Discounted
Cashflow (DCF) zu maximieren und dessen Werttreiber zu untersuchen, dazu bei,
die qualitativ ausgerichteten Konzepte der strategischen Unternehmensplanung
mit finanzwirtschaftlichen Kalkülen zu verbinden und die Leistung des
Managements neu zu messen (Stewart,
G.B.,III 1991; Röttger, B.
1994). Er hat der mit der Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt
einhergehenden Verselbstständigung des Managements Einhalt gebieten wollen.
Die Verwendung des Begriffs Shareholder Value wurde stark
durch Beratungsunternehmen (vgl. nur Copeland,
T./Koller, T./Murrin, J. 1990 oder Copeland,
T./Koller, T./Murrin, J. 2000) forciert und löste eine breite
politische wie wissenschaftliche Diskussion aus. In ihr wurden der
Interessenmonismus der Zielsetzung (Janisch, M.
1993), die damit verbundene Form des Kapitalismus (v. Werder, A.
1998), die rechtliche Zulässigkeit ihrer Verfolgung bei Aktiengesellschaften
(Mülbert, P.O.
1997; Schmidt,
R.H./Spindler, G. 1997, S. 534 – 542) und die
gesamtwirtschaftlichen Implikationen des Konzepts (Jens, U.
2000) ebenso behandelt wie die eher technischen Fragen, wie die
Zielsetzung für das Controlling von der Unternehmensebene auf niedrigere Ebenen
herabgebrochen (Richter, F.
1999; Breid, V.
1994) und die Zielerreichung gemessen werden kann (Stewart,
G.B.,III 1991). Angeregt wurde die Diskussion von Shareholder
Value orientierten Entlohnungsformen (Bühler,
W./Siegert, T. 1999; Pellens, B.
1998) und ihren Anreizwirkungen (Wagenhofer,
A. 1999) und der Konvergenz von in- und externem
Rechnungswesen als Konsequenz der Zielverfolgung (Dirrigl, H.
1998; Küpper, H.-U.
1998). Der Begriff ist heute Grundlage für ein wertorientiertes
Management und Controlling (Wagenhofer,
A./Hrebicek, G. 2000; Pfaff, D./Bärtl,
O. 1999) und eine wertorientierte
Unternehmensberichterstattung ( „ value reporting “ ; siehe Pellens,
B./Hillebrandt, F./Tomaszewski, C. 2000).
Kritiker des Shareholder-Value-Konzepts favorisieren den
Stakeholder Value, der die Interessenerreichung verschiedener Stakeholder
sichern soll (Freeman, R.E.
1984). Hierbei ist zu klären, welche Gruppen als Stakeholder angesehen
werden sollen und wie gegenläufige Ziele zu einer operationalen Zielsetzung für
das Management verdichtet werden können (Ballwieser,
W. 1994, S. 1389 f.). Letzteres gelingt nicht. Je mehr aber
die Verdichtungsmöglichkeit fehlt, desto leichter fällt es dem Management, sich
von Vorwürfen einzelner Stakeholder, ihre Interessen seien nicht verfolgt
worden, zu exkulpieren. Auch ist der Vorwurf der alleinigen Orientierung an den
Interessen der Eigentümer falsch, weil die Nutzenmaximierung auch für diese
Gruppe nicht ohne Nebenbedingungen erfolgen kann, welche die Zielsetzungen
anderer Gruppen, deren Realisierung oft vertraglich abgesichert ist, erfassen.
II. Messung
1. Wert
und Preis
Wert ist eine subjektive, Preis eine objektive, für
unterschiedliche Subjekte gleichermaßen geltende, Komponente. Eigentümerwert
kann man deshalb nur subjektiv messen. Wenn dennoch vom Marktwert des
Eigenkapitals als Synonym für Shareholder Value die Rede ist, so wird ein
Marktwert aufgrund von Modellen fingiert (Ballwieser,
W. 2001b), denen durchaus kritische Annahmen zugrunde liegen (Kürsten, W.
2000; Hachmeister,
D. 2000, S. 11 – 19; Ballwieser,
W. 1994, S. 1391 – 1394). Der Eigentümerwert kann zum Preis
werden, muss es aber nicht.
2. Börsenkapitalisierung
Bei börsennotierten Unternehmen (AG, KGaA) wäre die Messung
des Shareholder Value durch die Börsen- oder Marktkapitalisierung (Kurs mal
Aktienanzahl) nahe liegend. Tatsächlich verzichtet man auf solche Messungen,
weil ein Kurs nur für einzelne Aktien existiert, nicht aber für Beteiligungen
oder ganze Unternehmen, die Kurse bei Transaktionen größerer Aktienmengen nicht
realisiert werden und Kursänderungen nicht immer auf veränderte
Fundamentaldaten zurückgehen. Auch sind Manager oft besser über ihr Unternehmen
informiert als der Kapitalmarkt, sodass vorübergehende Informationsasymmetrien
Kurs und Wert aus Sicht der Manager abweichen lassen. Jedoch lässt sich dieses
Problem grundsätzlich durch Signaling beheben. Davon abgesehen kann nur ein
kleiner Teil von Unternehmen aufgrund seiner Rechtsform börsennotiert sein.
3. Discounted
Cashflow (DCF)
a) Varianten
In der Literatur wird die Messung des Shareholder Value
regelmäßig am DCF verankert (Rappaport, A.
1986; Hachmeister,
D. 2000). Ihn gibt es in mehreren Varianten (Baetge,
J./Niemeyer, K./Kümmel, J. 2001; Hachmeister,
D. 2000, S. 91 – 139; Wallmeier, M.
1999; Ballwieser,
W. 1998; Drukarczyk,
J. 2001, S. 204 – 308): Im Equity Approach (Nettoansatz) werden
die Erwartungswerte der Zahlungen an die Eigentümer aufgrund des
Unternehmenseigentums mit einem risikoangepassten Zinsfuß diskontiert. Zur
Bestimmung des Risikozuschlags bedient man sich i.d.R. des Capital Asset
Pricing Model (CAPM). Das Vorgehen entspricht dem Ertragswertverfahren. Beim
Entity Approach (Bruttoansatz) wird zuerst der Wert von Eigen- und Fremdkapital
zusammen, d.h. der Wert des Gesamtkapitals (total capital; enterprise value),
bestimmt. Durch Abzug des Fremdkapitals vom Gesamtkapital ergibt sich der Wert
des Eigenkapitals. Hierbei sind der WACC-Ansatz (WACC = weighted average cost
of capital = gewogene durchschnittliche Kapitalkosten) und der APV-Ansatz (APV
= adjusted present value = angepasster Barwert) zu unterscheiden. Unterformen
des WACC-Ansatzes sind der Free-Cashflow-Ansatz (FCF-Verfahren) und der
Total-Cashflow-Ansatz (TCF-Verfahren). Besonders populär scheint das
FCF-Verfahren zu sein, das im Folgenden vorgestellt wird.
b) Free-Cashflow-Ansatz
Der Eigenkapitalwert ergibt sich hier (unter Vernachlässigung
persönlicher Steuern) als:
Die zu diskontierenden Cashflows werden direkt aus
prognostizierten Zahlungen oder indirekt aus in GuV und Bilanz periodisierten
Größen berechnet (Ballwieser,
W. 1998, S. 86). Sie stellen die an Eigen- und Fremdkapitalgeber
erwartungsgemäß fließenden Zahlungen dar, wobei die Unternehmenssteuer, welche
die zu diskontierenden Zahlungen mindert, unter Vernachlässigung des Vorteils
aus der Verschuldung ( „ tax shield “ ), also zu hoch, berechnet wird. Die zu
starke Belastung der Cashflows mit Steuern wird durch eine Reduktion des
WACC aufgrund der Verwendung eines Fremdkapitalzinssatzes nach Steuern: kompensiert.
Für s gilt im deutschen Steuersystem derzeit:
Daraus folgt bei einem Hebesatz H von z.B. 400 %:
Der risikoangepasste Zinsfuß der Eigentümer eines
verschuldeten Unternehmens ist nach dem CAPM:
c) Kritik
und Alternativen
Das FCF-Verfahren ist umständlich. Die Umständlichkeit liegt
in der vor der Eigenkapitalermittlung vorgenommenen Berechnung des
Gesamtkapitals und der bei den Cashflows verkehrt angesetzten, im WACC
korrigierten Steuerlast. Der Hintergrund liegt darin, dass man für die
Cashflow-Prognose das operative Geschäft vom Finanzbereich und von den mit ihm
verbundenen Steuerwirkungen trennen möchte. Die Trennung gelingt für das heute
in Deutschland geltende Körperschaftsteuersystem, war hingegen nach dem von
1977 bis 2000 geltenden Anrechnungsverfahren mit gespaltenen Steuersätzen nicht
möglich (Ballwieser,
W. 1998, S. 87).
Da der WACC in Gleichung (1) periodenunabhängig ist, muss er
über den Planungshorizont konstant bleiben. Das verlangt eine geeignete
Finanzierungspolitik (Hachmeister,
D. 2000, S. 108; Ballwieser,
W. 1998, S. 88 – 90), ist aber dann falsch, wenn das Management
autonom Ausschüttungen plant, die die Kapitalstruktur, gemessen in Marktwerten,
verändert. Dann muss man mit periodenabhängigen WACC rechnen (Drukarczyk,
J. 2001, S. 276) und die Bewertung rekursiv vornehmen (Inselbag,
I./Kaufold, H. 1997; Wallmeier, M.
1999, S. 1477).
Alternativen zum FCF-Verfahren sind das TCF- und das
APV-Verfahren und der schon beschriebene Equity Approach. Das TCF-Verfahren
berücksichtigt die dem Verschuldungsgrad angemessene Steuerbelastung bei der
Cashflow-Ermittlung und hat deshalb im WACC nach Gleichung (1) bei keinen
Faktor (1 – s). Das APV-Verfahren trennt die Steuervorteile aus Verschuldung
von der Diskontierung der Cashflows an die Eigentümer, d.h. es wird zuerst der
Cashflow unter der Fiktion reiner Eigenfinanzierung berechnet und mit dem
risikoangepassten Zinsfuß der Eigentümer anstelle des WACC diskontiert. Auf diesen
Barwert wird der Barwert der Steuervorteile aus Verschuldung addiert.
Die Bedingungen, unter denen die Identität der Werte gilt,
sind heute bekannt und relativ technisch (Wallmeier, M.
1999; Baetge,
J./Niemeyer, K./Kümmel, J. 2001; Ballwieser,
W. 2001a; Drukarczyk,
J. 2001, S. 204 – 299).
d) DCF
als Instrument der Steuerung und als Maß der Leistungsbeurteilung
Der Discounted Cashflow ist für die Unternehmenssteuerung nur
bedingt geeignet, weil er auf der Prognose künftiger Cashflows aufbaut und sein
Wert von den im WACC enthaltenen Parametern abhängt, wozu z.B. die nur schwer
beobachtbare geforderte Risikoprämie der Eigentümer zählt. Das macht ihn für
die detaillierte und durch Dritte nachprüfbare Unternehmensplanung ebenso
untauglich wie für die Leistungsbeurteilung des Managements. Wertschaffung
müsste durch Änderungen des DCF über die Zeit gemessen werden, wobei neben dem
zu betreibenden großen Bewertungsaufwand das Problem besteht, vom Management zu
vertretende Größen von denjenigen zu trennen, die es nicht zu vertreten hat.
Das gelingt selbst konzeptionell bisher nur ansatzweise (Moxter, A.
1982, S. 62 f.; Ballwieser,
W. 1994, S. 1400).
Der DCF ist aber ein guter konzeptioneller Rahmen für
Managementhandlungen, indem er verdeutlicht, dass Wert nur geschaffen wird,
wenn neben den Fremdkapitalkosten auch die Eigenkapitalkosten gedeckt werden,
und dass die Eigenkapitalkosten risikoangepasst zu bestimmen sind. Man
überträgt mit ihm den Kapitalwertkalkül auf das gesamte Unternehmen oder
wesentliche Teilbereiche.
Auch wenn der Kapitalwertkalkül Grundlage für Investitions-
und Finanzierungsentscheidungen ist, werden insbesondere für die
Leistungsbeurteilung in praxi Gewinn- und Renditegrößen herangezogen, die zwar
mit dem DCF verbunden werden können, aber leichter (durch Anbindung an Daten
des Rechnungswesens) und nachprüfbarer zu berechnen sind. Hier ist insbesondere
an den Economic Value Added und den Cashflow Return on Investment (CFROI) zu
denken.
4. Verbundene
Maße
a) EVA,
CVA und SVA
Der Economic Value Added beschreibt ein Über- oder
Residualgewinnkonzept (Stewart,
G.B.,III. 1991; Ehrbar, A.
1999). Es existiert wie der DCF als Entity Approach und als Equity
Approach. Im Entity Approach wird Gewinn erst dann erzielt, wenn die Rendite
auf das Gesamtkapital (z.B. als ROCE = Return on Capital Employed, ROIC =
Return on Invested Capital oder ROI = Return on Investment bezeichnet) den
Kapitalkostensatz (WACC) übersteigt. Im Equity Approach muss die Rendite auf
das Eigenkapital die risikoangepasste Renditeforderung der Eigentümer
übertreffen. DAX-Unternehmen berichten im Rahmen des „ value reporting “
zunehmend über Renditen, Kapitalkosten und EVA (z.B. mg technologies, RWE oder
Siemens).
Das zur Berechnung von EVA nötige Kapital wird durch
Modifikation von Bilanzgrößen und deren Summation und Saldierung gewonnen, die
Kapitalrendite durch Division von NOPAT (= Net Operating Profit After Taxes)
durch Gesamt-Kapital (Entity Approach) oder des operativen Gewinns nach Zinsen
und Steuern durch Eigenkapital. Hierbei werden u.U. noch Anpassungen der
Erfolgsgrößen vorgenommen.
Unter übereinstimmenden Annahmen ergibt die Diskontierung von
EVA und von FCF denselben Unternehmenswert (Stewart,
G.B.,III 1991, S. 153 f., 320; Mills, R.W.
1998, S. 65 – 67; Ewert,
R./Wagenhofer, A. 2000, S. 10 – 15), sodass das Maß zur
Leistungsbeurteilung scheinbar sehr gute Eigenschaften aufweist. Das Ergebnis
gilt in der Modellwelt aufgrund des Lücke-Theorems (Lücke, W.
1955; Feltham,
G.A./Ohlson, J.A. 1995), nicht jedoch, wenn – wie in praxi –
das eingesetzte Kapital und der erzielte Residualgewinn anders als theoretisch
vorgegeben ermittelt werden, weil weder das Kongruenzprinzip eingehalten wird
noch die Berechnung des Kapitals seit Firmengründung in konsistenter Form
erfolgt. Zur Verzerrung trägt auch die bei der Ermittlung des WACC häufig zu
beobachtende Gewichtung von Kapitalkostensätzen mit Eigen- und Fremdkapitalquoten
anhand von Buch- statt Marktwerten bei (vgl. oben Gleichung (1)).
Der Cash Value Added (CVA) ist ein gegenüber EVA
modifiziertes Residualgewinnkonzept, bei dem Investitionen nicht
zahlungswirksam abgezogen, sondern durch eine „ ökonomische “ Abschreibung auf
den inflationierten Anschaffungswert des abnutzbaren Vermögens erfasst werden (Stelter, D.
1999; Ewert,
R./Wagenhofer, A. 2000, S. 21; Hebertinger,
M. 2002). Ähnlich ist das Konzept des Shareholder Value Added
oder SVA (Brunner, J.
1999; Ewert,
R./Wagenhofer, A. 2000, S. 22; anders Rappaport, A.
1998, S. 119 f.; gegenüberstellend Hebertinger,
M. 2002, S. 112 – 127).
b) CFROI
Der CFROI in alter Fassung ist ein unter bestimmten
Objektivierungsbedingungen berechneter interner Zinsfuß, der zur Einschätzung
der Leistung von bilanzierenden Geschäftsbereichen dienen soll (Lewis,
T.G./Lehmann, S. 1992). Zu seiner Berechnung benötigt man (1)
den Cashflow der betrachteten Periode, der sich ausgehend von der GuV berechnen
lässt und der als zukünftig konstant unterstellt wird, (2) die
Bruttoinvestitionsbasis, die das gebundene Kapital des Geschäfts oder die Summe
des Geldes darstellt, das man in der betrachteten Periode für eine
Neuerrichtung ausgeben müsste, und (3) die endliche Laufzeit des Geschäfts. Aus
diesen Daten lässt sich ein interner Zinsfuß berechnen, der den Kapitalkosten
und den internen Zinsfüßen anderer Geschäftsbereiche gegenübergestellt werden
kann. In neuer Fassung wird der oben unter a) beschriebene CVA auf die
Bruttoinvestitionsbasis bezogen (Stelter, D.
1999, S. 238).
Gegenüber herkömmlichen Leistungsbeurteilungs- und
Steuerungsmaßen wie ROE (Jahresüberschuss/Eigenkapital) oder ROI (i.S.v.
(Jahresüberschuss + Fremdkapitalzinsen)/Gesamtkapital) sind die unterstellte
endliche Laufzeit beim CFROI in alter Fassung und die Orientierung an Zahlungen
bzw. Zahlungsäquivalenten statt an Buchwerten vorteilhaft. Hingegen lässt sich
die Annahme konstanter Cashflows für die Zukunft wohl nur mit
Objektivierungsüberlegungen aufgrund der Notwendigkeit, das Management zu
beurteilen und sich vor Täuschungen zu sichern, rechtfertigen. Soweit der
Cashflow oder der CVA auf die Bruttoinvestitionsbasis bezogen wird, kommt man
dem ROI sehr nahe und gibt die Annahme endlicher Laufzeit wieder auf.
Generell teilt der CFROI die Nachteile des internen
Zinsfußes, die in u.U. fehlender Übereinstimmung mit dem Kapitalwertkriterium
und Fehlanreizen bestehen (Hachmeister,
D. 1997a; Ewert,
R./Wagenhofer, A. 2000, S. 44 f.).
III. Werttreiber
Die Werttreiber des Shareholder Value sind unabhängig von den
konkreten Messungen nahe liegend: Die Investitionen müssen die Kapitalkosten
verdienen. Dementsprechend wird Wert geschaffen durch Maßnahmen, die dazu
beitragen, die Kapitalkosten zu senken oder die Rendite zu steigern. Soweit
Umsatzwachstum als eigener Werttreiber betrachtet wird, muss die Größe durch
die mit dem Umsatz erzielbare Überschussrate in Form von ausschüttbaren
Beträgen an die Eigentümer ergänzt werden. Die Werttreibersysteme bilden im
Wesentlichen lediglich die definitorischen Beziehungen zur Errechnung des FCF
oder von EVA ab.
Literatur:
Bühler,
Wolfgang/Siegert, Theo : Unternehmenssteuerung und Anreizsysteme, Stuttgart
1999
Baetge, Jörg/Niemeyer,
Kai/Kümmel, Jens : Darstellung der Discounted Cashflow-Verfahren
(DCF-Verfahren) mit Beispiel, in: Praxishandbuch der Unternehmensbewertung,
hrsg. v. Peemöller, Volker H., Herne/Berlin 2001, S. 263 – 360
Ballwieser, Wolfgang :
Verbindungen von Ertragswert- und Discounted-Cashflow-Verfahren, in:
Praxishandbuch der Unternehmensbewertung, hrsg. v. Peemöller, Volker H.,
Herne/Berlin 2001a, S. 361 – 373
Ballwieser, Wolfgang :
Unternehmensbewertung, Marktorientierung und Ertragswertverfahren, in: FS für
Erich Loitlsberger, hrsg. v. Wagner, Udo, Berlin 2001b
Ballwieser, Wolfgang :
Unternehmensbewertung mit Discounted Cash-Flow Verfahren, in: WPg, Jg. 51,
1998, S. 81 – 91
Ballwieser, Wolfgang :
Adolf Moxter und der Shareholder Value-Ansatz, in: Bilanzrecht und
Kapitalmarkt, FS für Adolf Moxter, hrsg. v. Ballwieser, Wolfgang/Drukarczyk,
Jochen/Böcking, Hans-Joachim et al., Wiesbaden 1994, S. 1377 – 1405
Böcking,
Hans-Joachim/Nowak, Karsten : Das Konzept des Economic Value Added, in:
Finanzbetrieb, Jg. 1, 1999, S. 281 – 288
Breid, Volker : Erfolgspotentialrechnung,
Stuttgart 1994
Bromwich,
Michael/Walker, Martin : Residual Income Past and Future, in: Management
Accounting Research, Jg. 9, 1998, S. 391 – 419
Brunner, Jürgen :
Value-Based Performance Management, Wiesbaden 1999
Busse von Colbe, Walther
: Was ist und was bedeutet Shareholder Value aus betriebswirtschaftlicher
Sicht?, in: ZGR, Jg. 26, 1997, S. 272 – 290
Copeland, Tom/Koller,
Tim/Murrin, Jack : Valuation, New York et al., 3. A., 2000
Copeland, Tom/Koller,
Tim/Murrin, Jack : Valuation, New York et al., 1990
Dirrigl, Hans :
Wertorientierung und Konvergenz in der Unternehmensrechnung, in: BFuP, Jg. 50,
1998, S. 540 – 579
Drukarczyk, Jochen :
Unternehmensbewertung, München, 3. A., 2001
Drukarczyk, Jochen :
Shareholder Value, in: Akademische Feier am 13. April 1999 aus Anlaß der
Verleihung der Ehrendoktorwürde an Dr. Jochen Drukarczyk und Ulrich Hartmann,
European Business School, hrsg. v. Küster, Georg H., Oestrich-Winkel 1999, S.
35 – 69
Ehrbar, Al : EVA –
Economic Value Added, Wiesbaden 1999
Ewert, Ralf/Wagenhofer,
Alfred : Rechnungslegung und Kennzahlen für das wertorientierte Management, in:
Wertorientiertes Management, hrsg. v. Wagenhofer, Alfred/Hrebicek, Gerhard,
Stuttgart 2000, S. 3 – 64
Feltham, Gerald
A./Ohlson, James A. : Valuation and Clean Surplus Accounting for Operating and
Financial Activities, in: Contemporary Accounting Resesarch, Jg. 11, 1995, S.
689 – 731
Freeman, R. Edward :
Strategic Management. A Stakeholder Approach, Boston et al. 1984
Fruhan jr., William E. :
Financial Strategy. Studies in the Creation, Transfer, and Destruction of
Shareholder Value, Homewood/Georgetown 1979
Hachmeister, Dirk : Der
Discounted Cashflow als Maß der Unternehmeswertsteigerung, Frankfurt am Main et
al., 4. A., 2000
Hachmeister, Dirk : Der
Cashflow Return on Investment als Erfolgsgröße einer wertorientierten
Unternehmensführung, in: ZfbF, Jg. 49, 1997a, S. 556 – 579
Hachmeister, Dirk :
Shareholder Value, in: DBW, Jg. 57, 1997b, S. 823 – 839
Hebertinger, Martin :
Wertsteigerungsmaße – Eine kritische Analyse, Frankfurt am Main et al. 2002
Henselmann, Klaus :
Economic Value Added – Königsweg zur Integration des Rechnungswesens?, in: ZfP,
2001, S. 159 – 186
Inselbag, Isik/Kaufold,
Howard : Two DCF Approaches for Valuing Companies under Alternative Financing
Strategies, in: Journal of Applied Corporate Finance, Jg. 10, 1997, S. 114 – 122
Janisch, Monika : Das
strategische Anspruchsgruppenmanagement – Vom Shareholder Value zum Stakeholder
Value, Bern et al. 1993
Jens, Uwe :
Gesamtwirtschaftliche Implikationen des Shareholder-Value-Konzepts, in:
Sozialpolitik und Sozialökonomik: soziale Ökonomie im Zeichen der
Globalisierung, FS für Lothar F. Neumann, hrsg. v. Jens, Uwe/Romahn, Hajo,
Marburg 2000, S. 291 – 308
Küpper, Hans-Ulrich :
Marktwertorientierung – neue und realisierbare Ausrichtung für die interne
Unternehmensrechnung?, in: BFuP, Jg. 50, 1998, S. 517 – 539
Kürsten, Wolfgang :
„ Shareholder Value “ – Grundelemente und Schieflagen einer polit-ökonomischen
Diskussion aus finanzierungstheoretischer Sicht, in: ZfB, Jg. 70, 2000, S.
359 – 381
Lewis, Thomas
G./Lehmann, Steffen : Überlegene Investitionsentscheidungen durch CFROI, in:
BFuP, Jg. 44, 1992, S. 1 – 13
Lorson, Peter :
Shareholder Value-Ansätze, in: DB, Jg. 52, 1999, S. 1329 – 1339
Lücke, Wolfgang :
Investitionsrechungen auf der Grundlage aus Ausgaben oder Kosten?, in: ZfhF
(N.F.), Jg. 7, 1955, S. 310 – 324
Mills, Roger W. : The
Dynamics of Shareholder Value, Lechlade, Glos. 1998
Moxter, Adolf :
Betriebswirtschaftliche Gewinnermittlung, Tübingen 1982
Mülbert, Peter O. : Shareholder
Value aus rechtlicher Sicht, in: ZGR, Jg. 26, 1997, S. 129 – 172
O\'Hanlon, John/Peasnell,
Ken V. : Wall Street\'s Contribution to Management Accounting: The Stern Stewart
EVA® Financial Management System, in: Management Accounting Research, Jg. 9,
1998, S. 421 – 444
Pellens, Bernhard :
Unternehmenswertorientierte Entlohnungssysteme, Stuttgart 1998
Pellens,
Bernhard/Hillebrandt, Franca/Tomaszewski, Claude : Value Reporting, in:
Wertorientiertes Management, hrsg. v. Wagenhofer, Alfred/Hrebicek, Gerhard,
Stuttgart 2000, S. 177 – 207
Pfaff, Dieter/Bärtl,
Oliver : Wertorientierte Unternehmenssteuerung – Ein kritischer Vergleich
ausgewählter Konzepte, in: Rechnungswesen und Kapitalmarkt, ZfbF-Sonderheft 41,
hrsg. v. Gebhardt, Günther/Pellens, Bernhard, Düsseldorf 1999, S. 85 – 115
Rappaport, Alfred :
Creating Shareholder Value, New York et al., 2. A., 1998
Rappaport, Alfred :
Creating Shareholder Value, New York et al. 1986
Richter, Frank :
Konzeption eines marktwertorientierten Steuerungs- und Monitoringsystems,
Frankfurt am Main et al., 2. A., 1999
Richter, Frank/Honold,
Dirk : Das Schöne, das Unattraktive und das Hässliche an EVA & Co., in:
Finanzbetrieb, Jg. 2, 2000, S. 265 – 274
Röttger, Bernhard : Das
Konzept des Added Value als Maßstab für finanzielle Performance, Kiel 1994
Schmidt, Reinhard
H./Spindler, Gerald : Shareholder Value zwischen Ökonomie und Recht, in:
Wirtschafts- und Medienrecht in der offenen Demokratie, Freundesgabe für
Friedrich Kübler, hrsg. v. Assmann, Heinz-Dieter/Brinkmann, Tomas/Gounalakis,
Georgios, Heidelberg 1997, S. 515 – 555
Schüler, Andreas :
Periodische Performance-Messung durch Residualgewinne, in: DStR, Jg. 38, 2000,
S. 2105 – 2108
Steiner,
Manfred/Wallmeier, Martin : Discounted Cashflow-Methode und Economic Value
Added, in: Finanzbetrieb, Jg. 1, 1999, S. 1 – 10
Stelter, Daniel :
Wertorientierte Anreizsysteme, in: Unternehmenssteuerung und Anreizsysteme,
hrsg. v. Bühler, Wolfgang/Siegert, Theo, Stuttgart 1999, S. 207 – 241
Stewart, George B., III
: The Quest for Value, New York 1991
v. Werder, Axel :
Shareholder Value-Ansatz als (einzige) Richtschnur des Vorstandshandelns, in:
ZGR, Jg. 27, 1998, S. 69 – 91
Wagenhofer,
Alfred/Hrebicek, Gerhard : Wertorientiertes Management, Stuttgart 2000
Wagenhofer, Alfred :
Anreizkompatible Gestaltung des Rechnungswesens, in: Unternehmenssteuerung und
Anreizsysteme, hrsg. v. Bühler, Wolfgang/Siegert, Theo, Stuttgart 1999, S.
183 – 205
Wallmeier, Martin :
Kapitalkosten und Finanzierungsprämissen, in: ZfB, Jg. 69, 1999, S. 1473 – 1490
|