Inhaltsübersicht
I. Grundbegriffe
II. Gegenstand
III. Entwicklungsgang
und Ausgangsstand
IV. Konzeption
V. Organisation
und Trägerschaft
I. Grundbegriffe
1. Innovation
Der Begriff Innovation bezeichnet eine bedeutsame Änderung in
Form einer Neuheit mit dem Anspruch des subjektiv Neuen (Hauschildt,
J. 1993; Hinterhuber,
H. H. 1975). Nach dem Novitätsgrad sind Basis- und
Verbesserungsinnovationen zu unterscheiden. Die zahlreichen
Klassifikationsansätze lassen sich auf technologische (Produkt- und
Prozessinnovationen) und soziale Innovationen (Änderungen im organisatorischen
und personalen Bereich) reduzieren (Hesse, U.
1990).
2. Controlling
Ein Nebeneinander unterschiedlicher Controlling-Konzeptionen
prägt die wissenschaftliche Diskussion (Horvath, 2003;
Küpper, 2005).
Die alternativen Konzeptionen reichen von einer engen Sichtweise
(Gewinnzielorientierte Konzeption) bis hin zu einer weiten inhaltlichen
Definition als umfassende koordinationsorientierte bzw.
rationalitätsorientierte Konzeption (Göpfert, 2005).
Die rationalitätsorientierte Konzeption „ Controlling als Sicherstellung
angemessener Rationalität der Führung “ (Weber, 1998)
bietet einen Integrationsrahmen (Weber, 2004).
Insofern können die alternativen Konzepte als spezifische Ausprägungen des
rationalitätsorientierten Ansatzes erklärt werden. Seine umfassende Ausprägung
repräsentiert die umfassende koordinationsorientierte Konzeption. Die
unterschiedlichen Konzeptionen über das allgemeine Controlling spiegeln sich in
den speziellen Controllingbereichen wie dem Innovationscontrolling wider.
II. Gegenstand
1. Innovationscontrolling
Als zweckmäßig erweist sich eine Ableitung des Gegenstandes
von der Funktion des Innovationsmanagement.
Danach stellen alle Führungsbereiche im Unternehmen, wie Forschungs- und
Entwicklungs-, Produktions- und Absatzmanagement, die eigentlichen
(praktischen) Bereiche des Innovationsmanagement dar, die jedoch einer auf
Innovationen ausgerichteten ganzheitlichen, schnittstellenübergreifenden
Koordinierung bedürfen. Zur bestmöglichen Erfüllung dieser Aufgabe erfährt das
Innovationsmanagement eine Unterstützung durch das Innovationscontrolling auf
der Ebene der sekundären Koordination.
Im Rahmen der sekundären Koordination bedürfen sowohl
subsysteminterne als auch -übergreifende Interdependenzen einer wechselseitigen
Abstimmung. Diese Unterscheidung beruht auf der funktionalen Gliederung der
Führung. Hiernach kann die Abstimmung der Planung von Forschung und
Entwicklung, Produktion und Absatz als subsystemintern, dagegen die
Koordination zwischen Planungs- und Personalführungssystem als
subsystemübergreifend bezeichnet werden (Abb.
1).
Abb. 1: Koordinierung der Führungssubsysteme (Ausschnitt)
Neben der Innovationsorientierung, die in der Abb. 1 besonders markiert ist, sind
grundsätzlich noch andere Orientierungen (z.B. Fluss-, Zeit-,
Umweltschutz-Orientierung) als Ausdruck von Werten und Normen denkbar.
Beide Funktionen, sowohl das Innovationscontrolling als auch
das Innovationsmanagement erfüllen Aufgaben der sekundären Koordination, jedoch
nimmt das Innovationscontrolling ausschließlich gestaltende
(Metaführungs-)Aufgaben wahr, zu denen die Strukturierung der systemkoppelnden,
auf Innovationen ausgerichteten Abstimmungsprozesse (formale Struktur)
einschließlich der Bereitstellung des geeigneten Instrumentariums gehört. Im
Unterschied hierzu führt das Innovationsmanagement dann im Rahmen der gegebenen
Struktur die jeweiligen (inhaltlichen) Koordinationsaktivitäten aus. Das Ziel
des Innovationscontrolling besteht in einer Erhöhung der Effektivität und
Effizienz sowie der Anpassungsfähigkeit des Innovationsmanagement.
2. Innovationscontrolling in Bezug auf die
Produktion
Innovationen in der Produktion sind auf Produktionsfaktoren
(Einsatzgüter), Produktionsprozesse und auf Ausführungsgüter gerichtet.
Über alle Phasen des Lebenslaufs technologischer Innovationen
bestehen zwischen der Produktion und den anderen Führungsbereichen, wie
Forschung und Entwicklung, Absatz und Entsorgung, Interdependenzen, die durch
das Innovationscontrolling zu gestalten sind. Dabei variieren Art, Zeitpunkt
und Intensität, in der alle Bereiche involviert werden sollten, mit den
Innovationsphasen (Kern, W.
1992).
Aus dem Blickwinkel der Produktion richtet sich das
Innovationscontrolling auf ein multidimensionales Beziehungsgeflecht, in
welchem die Koordination zwischen Forschung und
Entwicklung und Produktion einen zentralen Platz einnimmt.
Am höchsten erscheint die Beziehungsintensität in der
Entwicklungsphase neuer Produkte und Verfahren, was zu einer Konzentration der
Untersuchungen auf eben diese Innovationsphase führte.
Aktuell propagiert wird eine »neue Rolle der Produktion« mit
dem Ziel, die strategischen Größen Zeit, Kosten und Qualität technologischer
Innovationen zu optimieren. Dabei erschöpft sich die neue Rolle auf die
Forderung nach Einbeziehung der Produktion in (sehr) frühe Phasen der Forschung
und Entwicklung (Gerwin, D.
1994). Vielmehr muss der herausragende Platz der Produktion für Innovationen
aus der Produktionsfunktion heraus erklärt werden.
Innovationen in der Produktion nehmen infolge der immer
kürzeren Technologie-Lebenszyklen den Charakter von System-Innovationen an,
indem neue Produkte, Verfahren und Organisationslösungen nicht länger
sequenziell, sondern simultan zu entwickeln und einzuführen sind (Seliger, G.
1991). Hieraus resultiert eine überproportional zunehmende Intensität der
Beziehungen zwischen Produktion und Forschung und Entwicklung.
III. Entwicklungsgang
und Ausgangsstand
Erste Ansätze der Beschäftigung mit einem
Innovationscontrolling besitzen ihren Ursprung im Forschungs- und
Entwicklungscontrolling. Die stetig steigenden Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung lösten Anfang der 1980er-Jahre eine ernsthafte Diskussion über eine
Ausgestaltung des Controllings für diesen Funktionsbereich aus (Commes,
M.-T./Lienert, R. 1983; Brockhoff, K.
1984).
Erst relativ spät, Ende der 1980er-Jahre, wurde das
Erfordernis eines (integrierten) Innovationscontrolling zunächst in den
Arbeiten zum Forschungs- und Entwicklungscontrolling erkannt (Gaiser,
B./Horváth, P./Mattern, K. et al. 1989; Göpfert, I.
1992; Hesse, U.
1990; Horváth,
P./Gentner, A. 1992). Die konsequente Bereichsorientierung des
Forschungs- und Entwicklungscontrolling hatte zur Folge, dass die bezweckte
Erhöhung der Effektivität und Effizienz von Produkt- und Verfahrensinnovationen
nicht einsetzte. Ihre besondere Akzentuierung erfuhr diese Problematik durch
den synonym zum Innovationscontrolling kreierten Terminus
»Effektivitätscontrolling« (Brockhoff, K.
1991).
Die wachsende Brisanz des Wettbewerbsfaktors Zeit, u.a. als
Folge einer Zeitschere durch die Kontraktion der Marktzyklen und die Expansion
der Produktentstehungszyklen beschrieben, intensivierte die Anstrengungen für
ein Überwinden der Schnittstellen (Albach,
H./Pay, D. de/Rojas, R. 1991).
1988 bildete die Schmalenbach-Gesellschaft den Arbeitskreis
»Integrationsmanagement im Produktentstehungsprozess« (Hanssen, R.
A./Kern, W. 1992). Die Konzeption eines theoretischen
(integrierenden) Überbaus manifestierte sich im »House of Integration«.
Des Weiteren wurden die Arbeiten zum Innovationscontrolling
von einem sich in der Managementlehre vollziehenden Paradigmenwechsel getragen,
dessen Kern die Entwicklung zu einem ganzheitlichen Denken und Handeln bildet (Bleicher, K.
1992).
Seit den 1960er-Jahren war der Schnittstellenbereich
»Forschungs- und Entwicklungsproduktion« wiederholt Gegenstand in hauptsächlich
angloamerikanischen Publikationen (Gerpott, H.
1991; Hayes, R.
H./Wheelwright, S. C. 1979; Quinn, J. B./Mueller,
J. A. 1963).
Der Übergang zu der integrativen Perspektive fußt auf einer
Anwendung des Lebenszykluskonzeptes von Innovationen. Danach durchlaufen
Innovationen spezifische »Lebensphasen«. In jeder Phase übernehmen die
betrieblichen Funktionen, wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Absatz und
Entsorgung, verschieden umfangreiche Aufgabenbündel, die für eine hohe
Effektivität und Effizienz einer phasenübergreifenden Koordination bedürfen.
Für die explizite Aufnahme der Entsorgungsphase in das Lebenszykluskonzept
spricht das Problemfeld des Remanufacturing und der Entsorgung von Produktions-
und Konsumtionsgütern. In die Terminologie flossen diese Überlegungen ein mit
Begriffen wie »Life-Cycle-Controlling«, »Technologie-Controlling« (Hesse, U.
1990) und »Lebenszyklusorientiertes Produktcontrolling« (Back-Hock, A.
1988).
Ihren Ausgang nehmen die Erklärungsansätze zum
Innovationscontrolling in verschiedenen Controlling-Konzeptionen (Küpper, H.-U.
1987), so in der gewinnzielorientierten (Hesse, U.
1990), der informationsorientierten (Hanssen, R.
A./Kern, W. 1992; Reinhardt, W.
1993) und planungs- und kontrollorientierten Controlling-Konzeption (Brockhoff, K.
1991; Horváth,
P./Gentner, A. 1992; Gentner, A.
1994; Straube, P.
1992).
Erst in den jüngsten Arbeiten kommt die Anwendung des
(umfassenden) koordinationsorientierten Controllingansatzes zum Tragen (Göpfert,
I./Hoppenheit, Chr. 1991; Weber,
J./Göpfert, I. 1992; Weber, J.
1994).
IV. Konzeption
1. Funktion und Aufgaben
Die Koordinationsfunktion des Innovationscontrolling besitzt
systemkoppelnden und -bildenden Inhalt. So setzt die Kopplung der
Führungsteilsysteme ihre koordinationsgerechte Ausgestaltung (Systembildung)
voraus. Die Systemkopplung beinhaltet sowohl die Aufgaben der auf Innovationen
ausgerichteten subsystemübergreifenden als auch die der -internen
Koordinierung.
Es sind Aufgaben der Metaführung, die darauf abzielen, die
notwendigen Abstimmungsprozesse nach Objekt- und Zeitbezug so zu strukturieren,
dass durch die dann geplante Ausführung der zahlreichen Koordinationsaktivitäten
im Rahmen einer gegebenen Struktur eine hohe Effektivität und Effizienz des Innovationsmanagement gesichert werden
kann.
Eine innovationsförderliche Unternehmenskultur beeinflusst
positiv die Effizienz der Abstimmungsprozesse zwischen den spezialisierten
Führungsbereichen (Wolff, M. F.
1985).
a) Subsysteminterne Koordinationsaufgaben
Den Ausgangspunkt für eine Abstimmung der bereichsbezogenen
Planungen bildet die weitgehende Zielübereinkunft der Funktionsbereiche Forschung und
Entwicklung, Produktion und Absatz (Rubenstein,
A. H./Ginn, M. E. 1985). Durch einen gemeinsamen Zielbildungsprozess
ist ein erfolgsträchtiger Kompromiss zwischen technischer Perfektion,
rationeller Fertigung und Kundenzufriedenheit zu finden. Für die strategische
Planungsstufe erfolgt das auf der Unternehmensebene, für die operativen
Abstimmungen dagegen auf Bereichsebene.
Mit dem Zielbildungsprozess werden die kohärenten
Planinhalte, -werte und -zeiten festgelegt als die Objekte wiederholter
Präzisierungen der Bereichspläne.
Die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten zur Koordinierung
der Planung der Bereiche Forschung und Entwicklung und Produktion reichen von
der Ideenfindung über die Abstimmung des Investitionsplanes mit den Forschungs-
und Entwicklungsprojekten, der Planung der Einführung bis hin zur Planung von
Verbesserungsinnovationen für die dann bereits in die Produktion eingeführten
Basisinnovationen.
Die Plankoordinierung umfasst neben den notwendigen
Abstimmungen im Vorfeld einer Innovation auch die Übermittlung der Ergebnisse
der Durchführungskontrolle in der Markt- und Entsorgungsphase von Innovationen
zur Verbesserung der künftigen Planungsqualität.
Analog zur Planung bedarf die bereichsbezogene Wahrnehmung
der Führungsfunktionen Kontrolle, Organisation, Information und Personalführung
einer subsysteminternen Koordinierung, indem Kontrollergebnisse gegenseitig
übermittelt, der gemeinsame Informationspool strukturiert und die Organisation
der Innovationsprozesse bereichsübergreifend abgestimmt werden. Aus
Personalführungssicht steht die Gestaltung eines Anreizsystems im Mittelpunkt,
welches eine auf Innovation ausgerichtete Assimilation der spezifischen
(bereichsbezogenen) Motivationsstrukturen bewirkt.
b) Subsystemübergreifende
Koordinationsaufgaben
Die subsystemübergreifende Koordinierung beschränkt sich
nicht auf die Abstimmung zwischen den spezialisierten Führungsfunktionen
innerhalb eines Bereiches, z.B. innerhalb der Forschung und Entwicklung oder
der Produktion. Insbesondere aus Gründen einer hohen Effizienz des Innovationsmanagement beinhaltet diese
vor allem die Gestaltung einer die Bereichsschnittstellen überwindenden
interfunktionalen Koordination der Führung. Durch direkte Abstimmung z.B.
zwischen der Forschungs- und Entwicklungskontrolle und der Produktionsplanung
oder der Forschungs- und Entwicklungsorganisation und der Produktionskontrolle
können Führungsprozesse zeitoptimal ablaufen.
Die Koordination zwischen Kontrolle und Planung stellt sich
sowohl für die Produktion als auch für die Forschung und Entwicklung so dar,
dass die Installation von (Projekt-)Kontrollen zur Bedingung der Planung wird.
Einsichtig erscheint die Übermittlung von Kontrollergebnissen über ein
Produktentwicklungsprojekt an die Produktionsplanung, aber auch umgekehrt sind
Ergebnisse der Produktionsplankontrolle an die Forschungs- und
Entwicklungsplanung zu übermitteln. Z.B. ist das der Fall, wenn geplante
Investitionen in Fertigungskapazitäten vorfristig oder verspätet realisiert
werden, sodass der Einführungszeitpunkt vorgeschoben oder die Entwicklungsleistungen
zugunsten anderer auf einen späteren Zeitpunkt ausgerichtet werden. U.a. zeigt
sich hier die Anwendung von JIT auf Innovationsleistungen.
Schließlich sei beispielhaft auf die Koordination zwischen
Personalführung und Planung eingegangen. Ein wichtiges Anliegen bildet hier
eine Fokussierung des Anreizsystems für die Beschäftigten in Forschung und
Entwicklung an der Erfüllung des Produktionsplanes und analog für die
Mitarbeiter der Produktion an der Erfüllung des Forschungs- und
Entwicklungsplanes. Aus den jeweiligen Plänen sind von dem vor- oder
nachgelagerten Bereich beeinflussbare Kenngrößen als Leistungsmessgrößen zu
verwenden. Zu den beeinflussbaren Kenngrößen zählen Zeitpunkt des Baus des
Fertigungsmusters und der Produktion der Nullserie, Fertigungsdurchlaufzeit,
Herstellungskosten.
2. Instrumente
In Analogie zur primären Koordination kann das
Innovationscontrolling prinzipiell auf dieselben (Management-)Instrumente
zurückgreifen (Hoppenheit,
Chr. 1993; Weber, J.
1994). Dabei besitzen die Instrumente des Innovationsmanagement gegenüber denen
des allgemeinen Managements z.T. originären Charakter. Ihr Bereitstellen
einschließlich des Vermittelns von Know-how über die Anwendung gehört zu den
systembildenden Koordinationsaufgaben des Innovationscontrolling. Gegliedert
nach den funktionalen Subsystemen können als einschlägige Instrumente
zusammengefasst werden (Corsten,
H./Reiß, M. 1992; Gaiser, B.
1993; Groth,
U./Kammel, A. 1994):
(a)
Wertesystem: Innovation als Handlungsnorm
(b)
Planungssystem: Projektplanung, Projekt- und
Fachbereichsbudgetierung, Target Costing, Kennzahlen
(c)
Kontrollsystem: Strategische Kontrolle,
Abweichungsanalyse, Projektfortschrittskontrolle
(d)
Informationssystem: Life-Cycle-Costing, CA-Techniken,
Projektbibliotheken
(e)
Organisationssystem: Team,
Prozess(ketten)organisation, Projektorganisation, Netzplantechnik,
Simultaneous Engineering
(f)
Personalführungssystem: Anreizsysteme,
Personaltransfer, Laufbahnkonzepte, Kooperationstraining
Diese Instrumente zeigen sich ebenso für die subsysteminterne
und -übergreifende Koordinierung als geeignet. So kann mittels des Target
Costing eine Harmonisierung der Bereichsziele bereits in der Konzeptionsphase
einer Neuentwicklung herbeigeführt werden. Anreizsysteme motivieren die in den
Bereichen tätigen Mitarbeiter in Bezug auf das gemeinsame Innovationsvorhaben.
Die Einrichtung interdisziplinärer Projektteams unterstützt die integrative
Gestaltung der Führungssubsysteme.
Für das Management der festen und situativen Aktivitäten der
Systemkopplung kann das Innovationscontrolling auf das klassische
Koordinationsinstrumentarium zurückgreifen (Kieser,
A./Kubicek, H. 1992). Dabei erweisen sich personale und nicht
strukturale Instrumente infolge des stochastischen Charakters der
Leistungsprozesse in den Phasen bis zur Markteinführung, dagegen in den
nachgelagerten Innovationsphasen technokratische Instrumente als effizient.
V. Organisation und
Trägerschaft
Das (Innovations-)Controlling kann sowohl in funktionaler als
auch in institutionaler Sichtweise interpretiert werden (Weber, J.
1994a). Mit »Controllership« wird der spezielle Aufgabenbereich des
(Innovations-)Controllers beschrieben. Dabei ist die institutionale Lösung a
priori nicht vorbestimmt, sodass sie sich in einem Kontinuum zwischen einer
vollständigen Wahrnehmung von Controlling durch das Linienmanagement bis hin zu
einer durch Aufgaben spezialisierten Controllerstelle bewegt.
Der »Erfolg versprechende Weg« für die bereichsübergreifende
Koordinierung wird in einer »zweckentsprechend konzipierten und
institutionalisierten Koordination der Aktivitäten aller maßgebenden
betrieblichen Funktionsträger« gesehen (Kern, W.
1992). Das Konzept des situativen Ansatzes bietet Gestaltungshilfe für die
institutionale Verankerung des Innovationscontrolling.
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