Inhaltsübersicht
I. Begriff
II. Konzeptionelle
Grundlagen
III. Identifikationsgegenstände
IV. Erklärungsansätze
V. Gestaltungsansätze
VI. Kritische
Würdigung und Ausblick
I. Begriff
Die Konzepte Identifikation und Loyalität erfassen die
Bereitschaft von Individuen, sich in eine Gruppe zu integrieren und ihre
eigenen Ziele mit denen der Gruppe in Übereinstimmung zu bringen. Im
Zusammenhang mit Beschäftigungsverhältnissen wird Integration oft angestrebt,
um die Kooperation zwischen Mitarbeitern und Führung zu sichern und
opportunistisches Verhalten und Rivalitäten als Ausdruck von
Interessenkonflikten zu zügeln.
Während der Begriff der Loyalität im Sinne einer generellen,
auf unterschiedlichen Motiven beruhenden Anpassungsbereitschaft benutzt wird,
die sich auf Zurückhaltung mit Kritik, Veränderungsbereitschaft oder die
Absicht zu bleiben beziehen kann – also gleichbedeutend ist mit Bindung bzw.
Integration in die Gruppe und auch mit Commitment (Ali,
/Krishnan, /Azim, 1997) – wird mit Identifikation in der
Literatur ein ganz spezifisches psychisches Phänomen bezeichnet. Es beruht
darin, dass Individuen ein „ Einssein “ ( „ oneness “ , Mael,
/Ashforth, 1992) mit der Organisation empfinden, das für ihre
Selbstwahrnehmung wichtig ist. Tajfel, der einen maßgeblichen Forschungsbeitrag
zu diesem Phänomen geleistet hat, definiert Identifikation als „ cognition of
membership of a group together with the value and emotional significance
attached to this membership “ (Tajfel, 1978,
S. 63). Identifikation kann sich in Loyalität äußern, ist aber wegen der
darüber hinaus gehenden Implikationen und einer separaten theoretischen Basis
zu einem gesonderten Forschungsthema geworden, dessen Betrachtung hier im
Vordergrund stehen soll.
II. Konzeptionelle
Grundlagen
Zu unterscheiden ist Mitarbeiteridentifikation von anderen
Formen der Mitarbeiterintegration, die ebenfalls zur Kontrolle und
Herrschaftssicherung geeignet sind. Im Unterschied zu Kooperationsbereitschaft
auf ökonomischer Basis, die zwar die Akzeptanz der Unternehmensziele durch die
Mitarbeiter, aber keinen über das eigene Interesse bzw. den Vertrag hinaus
gehenden Einsatz zum Erreichen der Unternehmensziele erwarten lässt, gelten
psychische Methoden der Mitarbeiterintegration, wie z.B. Informationsmanagement
(Salancik,
/Pfeffer, 1978) und „ procedural justice “ (Skarlicki,
/Folger, 1997) sowie vor allem die Mitarbeiteridentifikation,
als besonders gewinnbringend für das Unternehmen und als dauerhaft (Conrad, 1988).
Identifikation wurde zunächst als separates Forschungsthema
behandelt, allerdings ohne dass man den vermuteten Zusammenhang zwischen
Identifikation und Leistung überzeugend beweisen konnte. Als dann Porter,
Steers, Mowday und Boulian (Porter,
/Steers, et al. 1974) Identifikation mit der Absicht, im Unternehmen
zu bleiben und der besonderen Anstrengungsbereitschaft bei der Arbeit zum neuen
Begriff Organisationscommitment zusammenfügten, versprach dieses Konzept ein
Erfolgsrezept für Unternehmen zu sein. Wie sich jedoch bei der Metaanalyse von
Mathieu und Zajac (Mathieu,
/Zajac, 1990) herausstellte, waren die Forschungsergebnisse
auf der Basis dieser dreidimensionalen Definition und dem dazugehörigen
Fragebogen Organizational Commitment Questionnaire (OCQ) mager. Auf der Suche
nach Ursachen für den geringen Erfolg ergaben statistische Analysen, dass es
sich beim dreidimensionalen Commitment um die Kombination separater Konzepte
mit unterschiedlichen Korrelaten handelte, wodurch die vermuteten Zusammenhänge
verwischt wurden (Benkhoff, 1997a).
Wissenschaftler reagierten überwiegend darauf, indem sie die
Commitmentforschung mit einem eindimensionalen Konzept fortführten. Je nach
Motivationsgründen unterscheidet man nach Allen und Meyer (Allen, /Meyer,
1990) zwischen affektivem, fortsetzungsbezogenem und
normativem Commitment und benutzt jeweils entsprechende Fragebögen. Darüber
hinaus werden die drei ursprünglich kombinierten Commitment-Dimensionen
Identifikation, Absicht, im Unternehmen zu bleiben, und besondere
Anstrengungsbereitschaft in der Regel wieder als getrennte Variablen behandelt.
Im Rahmen der Identifikationsforschung, wo man es bisher über
die Definition des Begriffs Commitment vermieden hatte, die Gründe für die
Zusammenhänge zwischen Identifikation und besonderer Anstrengung und Absicht zu
hinterfragen, galt es, diesen Mangel wettzumachen. Der Identifikationsforschung
kam aus der Psychologie die Soziale Identitätstheorie zu Hilfe, die von Tajfel
(Tajfel, 1978)
und Turner (Turner, 1975;
Tajfel,
/Turner, 1979) entwickelt wurde und nun eine Grundlage für die
Erforschung der Mitarbeiteridentifikation in Unternehmen bietet.
Die Soziale Identitätstheorie geht davon aus, dass Individuen
bei der Entwicklung ihrer Identität das Bedürfnis haben, ihr Selbstwertgefühl
und Ansehen zu erhöhen. Zu diesem Zweck leiten sie ihr Selbstbild nicht nur aus
ihren persönlichen Eigenschaften und Verhaltensweisen ab, sondern auch aus der
kognitiven oder realen Mitgliedschaft in sozialen Gruppen. Sie unterhalten eine
Vielzahl solcher Mitgliedschaften, ohne dass es zu einer Begegnung von
Gruppenangehörigen kommen muss.
Menschen, die sich mit einer Gruppe identifizieren, versuchen
Mitglieder von Nichtmitgliedern zu unterscheiden und betonen auf kognitive
Weise die Besonderheit ihrer eigenen Gruppe ( „ wir “ ), deren Mitglieder untereinander
ähnlich sind und positivere Kennzeichen haben als „ die Anderen “ , die
Außenseiter. Folglich kann man Mitarbeiter, die sich stark mit einer Gruppe,
wie z.B. dem Unternehmen identifizieren, vor allen Dingen an drei Merkmalen
erkennen:
-
Betonung der Gemeinsamkeiten mit anderen
Gruppenmitgliedern,
-
Positive Verzerrung bei der Wahrnehmung der Gruppe,
-
Stolz auf die Mitgliedschaft.
Für den vermuteten Zusammenhang zwischen
Mitarbeiteridentifikation und erhöhter Leistungsbereitschaft gibt es keine
einfache Erklärung. Die Identifikation, die vor allem dem Selbstwertgefühl des
Individuums dient, hat nur dann Handlungsimplikationen, wenn die Mitgliedschaft
im Unternehmen und die Anerkennung als Mitglied durch die übrigen
Betriebsangehörigen an diese Handlungen gebunden sind. Erst wenn sich
Individuen der Leistungsanforderungen eindeutig bewusst sind – und das ist bei
unterschiedlichen Vorstellungen über die Art der Organisationsziele nicht
selbstverständlich – kann man erwarten, dass sie diesen gerecht zu werden
versuchen.
Forschungsergebnisse in den letzten Jahren geben immerhin
einige empirische Hinweise, dass Identifikation das Mitarbeiterverhalten
beeinflusst und für den Erfolg eines Unternehmens entscheidend sein kann (z.B. Benkhoff, 1997b;
Mael,
/Ashforth, 1992). Abgesehen von der Reduzierung von
Fluktuation und Fehlzeiten ist Identifikation mit positiven Auswirkungen im
Sinne der Gruppe bzw. des Unternehmens verbunden, einschließlich der
Bereitschaft, Veränderungen mitzutragen, der freiwilligen Teilnahme an
Veranstaltungen, Hilfsbereitschaft gegenüber Gruppenmitgliedern und besonderer
Anstrengung.
III. Identifikationsgegenstände
In der Literatur wird zwischen Identifikation mit dem
Unternehmen, dem Beruf, der Aufgabe, der Gewerkschaft und anderen Gegenständen
unterschieden. Die diesbezügliche Forschung beschäftigt sich mit der Frage,
inwieweit die verschiedenen Arten der Identifikation miteinander vereinbar sind
bzw. mehrfache Identifikationen Beeinträchtigungen in der Motivation und der
Unternehmensintegration zur Folge haben. Ob sich Unternehmens- und
Gewerkschaftsidentifikation oder andere externe Gruppenmitgliedschaften
ausschließen, ist nach zahlreichen empirischen Forschungsergebnissen noch immer
unklar. Dass es sowohl positive als auch negative Befunde gibt (Sturdevant
Reed, /Young, /McHugh, 1994), ist situationsabhängig und lässt
sich damit erklären, dass die einzelne Person Mitglied in einer unübersehbaren
Zahl von Gruppen sein kann, ohne sich diese Mitgliedschaften ständig zu
vergegenwärtigen. Ein Zugehörigkeitsgefühl wird durch Beobachtungen oder verbale
Hinweise hervorgerufen und löst dann Reaktionen im Sinne der Gruppe (z.B. als
Mitglied in der Kategorie der Vorgesetzten) aus, während dieselbe Person, an
ihre simultane Zugehörigkeit zur Gruppe der Untergebenen erinnert, eine
entgegengesetzte Meinung äußern mag. Individuen scheinen über die Fähigkeit zu
verfügen, den sich widersprechenden Anforderungen verschiedener
Gruppenmitgliedschaften genüge zu tun, ohne ein Problembewusstsein zu
entwickeln (Hogg,
/Abrams, 1988).
Die Soziale Identitätstheorie erklärt lediglich die
Identifikation mit Personen bzw. Gruppen. Identifikation mit einem Ziel oder
einer Aufgabe, wovon in der Literatur ebenfalls die Rede ist (Weber, 1971),
gehört zwar zur Identitätsbildung, geschieht allerdings weniger durch soziale
Mitgliedschaften als vielmehr direkt durch die Selbstwahrnehmung im Sinne
persönlicher Eigenschaften. Das unbeirrte Verfolgen von Zielen wird aus dem
Bedürfnis nach Konsistenz zu den eigenen Werten und der Wahrung eines bestimmten
Selbstbildes im Sinne von Kieslers (Kiesler, 1971)
Verhaltenscommitment her verständlich.
IV. Erklärungsansätze
Wie in Experimenten nachgewiesen wurde, reicht die
willkürliche Einteilung von Individuen in Gruppen bereits aus, um zu erreichen,
dass die jeweiligen Mitglieder ihre eigene Gruppe anderen Gruppen vorziehen (Turner, 1975).
Allerdings ist fraglich, ob die dabei entstehende Identifikation genügt, um
divergierende persönliche Interessen zu überwinden. Die Soziale
Identitätstheorie stellt das Prestige der Gruppe bzw. des Unternehmens als
wichtigsten Faktor für die Mitarbeiteridentifikation heraus. Darüber hinaus
bevorzugen Individuen klar abgegrenzte Gruppen (Oakes,
/Turner, 1986), wie zum Beispiel Organisationen oder
Berufsgruppen, deren Ausbildungsniveau durch Prüfungen belegt ist. Das
unterstreicht die eigene Besonderheit und erlaubt ihnen, ihren von der
Gruppenmitgliedschaft abgeleiteten erhöhten Status leichter gegenüber anderen
Personen zu verteidigen, die sich mit ihnen auf die selbe Stufe zu stellen
versuchen. Zu den weiteren Bedingungen für Identifikation gehört die
gegenseitige Erfüllung von Bedürfnissen materieller oder psychischer Art.
Entsprechend wurde z.B. von Brown (Brown, 1969)
empirisch bestätigt, dass Menschen eher an einer Identität festhalten, wenn sie
von dieser Vorteile haben.
Es wird generell davon ausgegangen, dass Individuen ihre
Identität in verschiedenen Situationen und über einen langen Zeitraum hinweg
bewahren wollen. Deshalb werden Mitarbeiter von Gruppen angezogen, die sie als
ähnlich empfinden und die ihnen erlauben, ihre persönlichen Kennzeichen und
Werte zum Ausdruck zu bringen. Das gibt ihnen, wie Dutton, Dukerich und
Harquail (Dutton,
/Dukerich, /Harquail, 1994) erklären, ein Gefühl von
Integrität und Konsequenz. Mit der Anzahl der Jahre, die Mitarbeiter in einem
Unternehmen zubringen, nimmt die Unternehmensidentifikation zu.
Mit Ähnlichkeit und Bedürfnisbefriedigung mag es
zusammenhängen, dass sich vor allen Dingen auch solche Gruppen ins Bewusstsein
drängen, mit denen Individuen am häufigsten Kontakt haben. Deshalb liegt das
Zugehörigkeitsgefühl zu arbeitsbezogenen Gruppen, wie die Berufsgenossen, die
Kollegen, die Angehörigen einer Hierarchiestufe oder zur Firma besonders nahe.
Ob sich Mitarbeiter mit dem Unternehmen oder nur mit einzelnen Gruppen
innerhalb des Unternehmens (z.B. eigene Abteilung, Lohngruppen,
Gewerkschaftsmitglieder) identifizieren, hängt davon ab, inwieweit sie mit
anderen Angehörigen der Organisation zusammenarbeiten und von diesen akzeptiert
werden.
V. Gestaltungsansätze
Alle Maßnahmen, die das Ansehen einer Organisation in der
Öffentlichkeit steigern und ihr durch eine Corporate Identity ein
unverwechselbares Profil geben, erleichtern auch die Identifikation der
Mitglieder. Prestige kann durch eine Kombination vielfältiger Aspekte
entwickelt werden, wie z.B. die Qualität des Produktes, die Professionalität
der Mitarbeiter, die nach strengen Kriterien ausgewählt und weitergebildet
wurden, großzügige Behandlung von Kunden und das Eintreten für öffentliche und
soziale Anliegen.
Durch die Bedeutung der Übereinstimmung in den Werten wird
Mitarbeiteridentifikation zu einer Angelegenheit sowohl der Selektion als auch
der Personalbehandlung. Es gibt Hinweise, dass man Mitarbeiter in Bezug auf ihre
unterschiedlich ausgeprägte Neigung zur Identifikation (Mael,
/Ashforth, 1992) auswählen kann. Die Kombination verschiedener
Identifikationsgegenstände wird sich gegenseitig dadurch verstärkend auswirken
(Gallagher,
/McLean Parks, 2001), dass solche Mitarbeiter, die eine starke
Neigung haben, in einer bestimmten Berufsrichtung oder Branche wie die der
Banken, der Eisenbahn oder im Lehrerberuf zu arbeiten, sich wahrscheinlich eher
mit der entsprechenden Organisation identifizieren als andere. Im Rahmen der
Selektion und der anschließenden Einführungsphase wäre dafür zu sorgen, dass
Mitarbeiter ein realistisches Bild von der Unternehmenspolitik und den
-praktiken erhalten, um beurteilen zu können, inwieweit sie sich diesen von
ihren Werten her anschließen können.
Da Identifikation an die Wahrnehmung einer dauerhaften
Gruppenzugehörigkeit gebunden ist, lässt sich eine Integration von Mitarbeitern
auf dieser Basis nur bei einem gewissen Maß an Arbeitsplatzsicherheit erreichen.
Darüber hinaus scheint es nach den Ergebnissen von z.B. Brown (Brown, 1969)
und Lee (Lee, 1971)
wichtig zu sein, dass Mitarbeiter Partizipationsmöglichkeiten und
Entscheidungsspielraum bekommen, bei guten Leistungen die entsprechende
Anerkennung erhalten und in der Organisationshierarchie aufsteigen können.
Insgesamt verlangt die Ausrichtung von Mitarbeitern auf Organisationsziele
einen konsequenten professionellen »Führungsstil, der den Respekt der übrigen Teilnehmer
und spezifische Erwartungen in Bezug auf den Einsatz am Arbeitsplatz
signalisiert.
VI. Kritische Würdigung
und Ausblick
Grundsätzlich ist der Versuch, die Identifikation der
Mitarbeiter zu fördern, für das Unternehmen mit Risiken verbunden. Personalpolitische
Maßnahmen, wie kooperativer Führungsstil, konsequente Beachtung der Werte,
Unterstützung bei der Weiterbildung und Karriere, Vermeidung von Entlassungen
oder zumindest aufwendige Outplacement-Maßnahmen, sind kostspielig. Sollten die
oft hohen Erwartungen und das Vertrauen der Mitarbeiter, die zunächst als Basis
der Identifikation dienen, enttäuscht werden, ist entsprechend dem Modell des
Psychologischen Vertrages mit besonders negativen Folgen zu rechnen.
Mitarbeiteridentifikation resultiert nicht immer in
zielkonformem Verhalten. Aus dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Anerkennung
durch die Gruppe kann ein Konformitätsdruck entstehen, der für neue kreative
Problemlösungen wenig Raum lässt und, wie das Phänomen des Group think zeigt,
zu kostspieligen Fehlentscheidungen führen kann. Rotondi (Rotondi, 1975)
untersuchte Ingenieure und Wissenschaftler und fand eine negative Beziehung
zwischen Identifikation und Kreativität bzw. Effektivität. Für Organisationen,
die durch starke Mitarbeiteridentifikationen gekennzeichnet sind, kann es
leicht zum Problem werden, alternative Strategien zu den bestehenden zu entwickeln.
Bei allzu großer Stabilität mögen längst fällige Veränderungen ignoriert bzw.
undurchführbar werden.
Neue Beschäftigungsformen wie Tele-Heimarbeit, wobei einzelne
Mitarbeiter von der Mehrheit der Belegschaft räumlich getrennt sind bzw. auch
andersartige Arbeitsaufgaben wahrnehmen, werden die Identifikation mit dem
Unternehmen von vornherein behindern. Entsprechend können sich auch
Organisationsmitglieder, denen nur atypische Arbeitsverträge mit reduzierter
Stundenzahl, zu unvorhersehbaren Zeiten, mit Befristung oder über
Verleihagenturen angeboten werden, nur schwer mit dem Unternehmen
identifizieren (Gallagher,
/McLean Parks, 2001).
Wie zu Beginn erwähnt, sind Integration und Motivation auch
über andere, weniger aufwendige Mechanismen erreichbar. In der Praxis ist zu
beobachten, dass viele Unternehmen der funktionalen Flexibilität, wie sie durch
Identifikation erzielt werden kann, die numerische Flexibilität durch Abbau von
Arbeitsplätzen vorziehen. Andererseits ist eine „ lernende Organisation “ ohne
Mitarbeiteridentifikation schwerlich vorstellbar (Seifert,
/Pawlowsky, 1998). Was sich in der Praxis abzeichnet, ist eine
Unterscheidung bei der Personalpolitik
in Mitarbeiter, deren Identifikation erwünscht ist, und solche, für die
überwiegend extrinsische Kontrollmaßnahmen gelten.
Literatur:
Ali, A. J./Krishnan, K./Azim, A. : Expatriate
and indigenous managers: Work loyalty and attitude toward risk, in: J. Psych.,
Bd. 131, H. 3/1997, S. 260 – 270
Allen, N. J./Meyer, J. P. : The
measurement and antecedents of affective, continuance and normative commitment
to the organization, in: J. Psych, Bd. 63, 1990, S. 1 – 18
Benkhoff, B. : Disentangling
organizational commitment: The dangers of the OCQ for research and policy, in:
PR, Bd. 26, H. 1/2/1997a, S. 114 – 131
Benkhoff, B. : A test of the HRM
model: Good for employers and employees, in: Human Resource Management Journal,
Bd. 7, H. 4/1997b, S. 44 – 60
Brown, M. E. : Identification and some
conditions of organizational involvement, in: ASQ, Bd. 14, 1969, S. 346 – 355
Conrad, P. : Involvement-Forschung.
Motivation und Identifikation in der verhaltenswissenschaftlichen
Organisationstheorie, Berlin 1988
Dutton, J. E./Dukerich, J.
M./Harquail, C. V. : Organizational images and member identification, in: ASQ,
Bd. 39, 1994, S. 239 – 263
Gallagher, D. G./McLean Parks, J. : I
pledge thee my troth ? contingently. Commitment and the contingent work
relationship, in: Human Resource Management Review, Bd. 11, 2001, S. 181 – 208
Hogg, M. A./Abrams, D. : Social
Identifications: A Social Psychology of Intergroup Relations and Group
Processes, London 1988
Kiesler, C. A. : The Psychology of
Commitment, New York 1971
Lee, S. : An empirical analysis of
organizational identification, in: AMJ, Bd. 14, 1971, S. 213 – 226
Mael, F./Ashforth, B. E. : Alumni and
their alma mater: A partial test of the reformulated model of organizational
identification, in: Journal of Organizational Behavior, Bd. 13, 1992, S.
103 – 123
Mathieu, J. E./Zajac, D. M. : A
review and meta-analysis of the antecedents, correlates, and consequences of
organizational commitment, in: Psych. Bull., Bd. 108, H. 2/1990, S. 171 – 194
Oakes, P. J./Turner, J. C. :
Distinctiveness and the salience of social category memberships: Is there an
automatic perceptual bias towards novelty?, in: European Journal of Social
Psychology, Bd. 16, 1986, S. 325 – 344
Porter, L. W./Steers, R. M. :
Organizational commitment, job satisfaction, and turnover among psychiatric
technicians, in: Journal of Applied Psychology, Bd. 59, 1974, S. 603 ff
Rotondi, T. : Organizational
identification: Issues and implications, in: Organizational Behavior and Human
Performance, Bd. 13, 1975, S. 95 – 109
Salancik, G. R./Pfeffer, J. : A
social information processing approach to job attitudes and task design, in:
ASQ, Bd. 23, 1978, S. 224 – 253
Seifert, M./Pawlowsky, P. :
Innerbetriebliches Vertrauen als Verbreitungsgrenze atypischer
Beschäftigungsformen, in: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und
Berufsforschung, Bd. 31, 1998, S. 599 – 611
Skarlicki, D. P./Folger, R. :
Retaliation in the workplace: The roles of distributive, procedural, and
interactional justice, in: JAP, Bd. 82, H. 3/1997, S. 434 – 443
Sturdevant Reed, C./Young, W.
R./McHugh, P. P. : A comparative look at dual commitment: An international
study, in: HR, Bd. 47, H. 10/1994, S. 1269 – 1293
Tajfel, H. : The achievement of group
differentiation, in: Differentiation Between Social Groups: Studies in the
Social Psychology of Intergroup Relations, hrsg. v. Tajfel, H., London 1978
Tajfel, H./Turner, J. C. : An
integrative theory of intergroup conflict, in: The Social Psychology of
Intergroup Relations, hrsg. v. Austin, W. G./Worchel, S., Monterey 1979
Turner, J. C. : Social comparison and
social identity: Some prospects for intergroup behaviour, in: European Journal
of Social Psychology, Bd. 5, H. 1/1975, S. 5 – 34
Weber, W. : Das
Identifikationsphänomen und seine Bedeutung als Determinante menschlichen
Verhaltens in Organisationen, Diss., Mährisch-Schönberg 1971
|