Inhaltsübersicht
I.
Einleitung
II. Grundmodelle
der Prinzipal-Agenten-Theorie
III. Erweiterte
Modelle der Prinzipal-Agenten-Theorie
IV. Kritische
Würdigung
I. Einleitung
Prinzipal-Agenten-Modelle diskutieren die vertraglichen
Beziehungen zwischen einem Auftraggeber (Prinzipal) und einem Auftragnehmer
(Agent). In der Praxis lassen sich zahlreiche Beispiele hierfür finden, u.a.
Verträge zwischen einem Zulieferer und einem Abnehmer, zwischen einem
Arbeitnehmer und einem Arbeitgeber sowie zwischen einem Arzt und einem
Patienten. Auch hierarchische Beziehungen in Organisationen lassen sich mit dem
Prinzipal-Agenten-Ansatz diskutieren. Es existiert eine Fülle an Literatur zu
Grundlagen und Anwendungen von Prinzipal-Agenten-Modellen. Nur exemplarisch
seien hier die Aufsätze von Ross, Stephen
A. 1973; Grossman,
Sanford J./Hart, Oliver D. 1983 sowie die Bücher von Bamberg,
Günter/Spremann, Klaus 1987; Mas-Colell,
Andreu/Whinston, Michael D./Green, Jerry R. 1995, Kapitel 13 und 14;
Schweizer,
Urs 1999; Jost,
Peter-J. 2001 erwähnt.
II. Grundmodelle der
Prinzipal-Agenten-Theorie
Den Schwerpunkt von Prinzipal-Agenten-Modellen bildet die
Diskussion asymmetrisch verteilter Informationen in Kombination mit
unterschiedlichen Interessen zwischen Prinzipal und Agent. Üblicherweise wird
davon ausgegangen, dass es sich beim Prinzipal um die schlechter und beim
Agenten um die besser informierte Vertragspartei handelt. Bspw. hat der Agent
genauere Informationen über (a) seine Handlungen, (b) seine Eigenschaften oder
(c) die Arbeitssituation. Unterschiedliche Interessen ergeben sich u.a. daraus,
dass der Agent im Gegensatz zum Prinzipal (a) eher einen geringen
Leistungseinsatz präferiert, (b) auch dann zu sehr guten Konditionen einen
Vertrag abschließen möchte, wenn seine Eigenschaften eher schlechtere
Konditionen rechtfertigen würden, oder (c) auch dann eine hohe Entlohnung
verlangt, wenn Situationsbedingungen, die mit vergleichsweise geringem
Arbeitsleid verbunden sind, eher für eine niedrige Entlohnung sprechen.
1. Hidden-Action
Im Hidden-Action-Modell wählt der Agent eine Handlungsalternative
(z.B. Arbeitseinsatz), die nicht vom Prinzipal beobachtbar ist. Da das
Leistungsergebnis des Agenten nicht nur von der gewählten Handlung, sondern
auch von exogenen stochastischen Einflüssen (z.B. Glück) abhängt und beides vom
Prinzipal nicht beobachtbar ist, besteht für diesen ein Rückschlussproblem:
Bspw. kann ein hohes (niedriges) Ergebnis sowohl auf einen hohen (niedrigen)
Arbeitseinsatz des Agenten zurückzuführen sein als auch auf Glück (Pech). In
Prinzipal-Agenten-Modellen wird i.d.R. nur derjenige Bereich des
Arbeitseinsatzes betrachtet, der vom Agenten nicht freiwillig geleistet wird,
weil er ein Arbeitsleid verursacht. Der Agent wird daher seinen Arbeitseinsatz
zurückhalten und mögliche schlechte Ergebnisse ex post über „ Pech “ rechtfertigen.
Derartiges opportunistisches Verhalten aufgrund unbeobachtbarer Handlungen wird
auch als Moral Hazard bezeichnet.
Jedoch kann der Prinzipal bei Kontrahierbarkeit des
Leistungsergebnisses ein Anreizschema (z.B. Ergebnisbeteiligung) wählen. Diese
Anreizgestaltung ist aber nicht kostenlos, sofern der Agent risikoavers ist, da
hierdurch eine Risikoprämie verursacht wird. Ist der Prinzipal weniger
risikoavers als der Agent, so ergibt sich folgender grundlegender Konflikt: Aus
Anreizgesichtspunkten sollte für den Agenten eine hohe Ergebnisbeteiligung
festgelegt werden. Da bei einer hohen Beteiligung der Agent jedoch auch
entsprechend hoch am exogenen Ergebnisrisiko beteiligt wird, wäre die
Risikoprämie sehr groß. Allerdings kann es sogar bei einem risikoneutralen
Agenten zu Anreizproblemen kommen, sofern dieser nur begrenzt verschuldbar ist
(Limited-Liability-Problem) und dadurch nur eine unzureichende
Ergebnisbeteiligung möglich ist.
Formal wählt der Prinzipal dasjenige Anreizschema, das sein
erwartetes Nettoergebnis unter zwei Nebenbedingungen maximiert. Die erste
Bedingung ist die Anreizverträglichkeitsbedingung, die beim Agenten die Wahl
der gewünschten Handlungsalternative induziert. Die zweite Nebenbedingung wird
Teilnahmebedingung genannt. Sie sichert die Vertragsannahme durch den Agenten,
indem diesem durch das Anreizschema ein Erwartungsnutzen in Aussicht gestellt
wird, welcher mindestens so groß wie sein Reservationsnutzen ist.
2. Hidden Information
Das Hidden-Information-Modell geht von einer asymmetrischen
Informationsverteilung aus, die eine modellexogene Größe betrifft. Diese
exogene Größe lässt sich spieltheoretisch auch als „ Typ “ des Agenten
bezeichnen. Als Typ eines Agenten können die unterschiedlichsten exogenen
Größen modelliert werden, bspw. das Talent bzw. die Fähigkeiten (auch:
Produktivität) des Agenten, die Qualität seines Produktes sowie seine
Zuverlässigkeit bzw. seine Konkurswahrscheinlichkeit. Unter dem Typ des Agenten
lassen sich auch sämtliche Umweltzustände subsumieren, die für seine Auftragserfüllung
relevant sind, vom Prinzipal jedoch nicht beobachtet werden können. Z.B. kann
in Organisationen vom Vorgesetzten oft nicht genau beobachtet werden, wie
schwer sich die Aufgabenerfüllung für den Mitarbeiter gestaltet und wie hoch
damit dessen tatsächliches Arbeitsleid ausfällt.
Der Hidden-Information-Fall lässt sich noch weiter in
vorvertragliches (Hidden Characteristics) und nachvertragliches Hidden
Information (Hidden Information im engeren Sinne) unterteilen (Jost,
Peter-J. 2001, S. 25). Solch eine Unterscheidung ist insofern
sinnvoll, als beide Unterfälle zu unterschiedlichen Folgeproblemen führen.
Hidden Information im engeren Sinne impliziert wiederum nachvertraglichen
Opportunismus (Moral Hazard). Die Folge von Hidden Characteristics kann
hingegen sein, dass nur Verträge mit unterdurchschnittlichen Agenten zustande
kommen oder gar keine Vertragsbeziehung entsteht, da der Prinzipal diese Gefahr
antizipieren kann. Dieses Folgeproblem wird nach Akerlof,
George A. 1970 als adverse Selektion bezeichnet.
Für die Lösung von Hidden-Information-Problemen werden in der
Literatur zweierlei Ansätze diskutiert (u.a. Mas-Colell,
Andreu/Whinston, Michael D./Green, Jerry R. 1995, Kapitel 13 – 14).
Zum einen sind Lösungen denkbar, die von den Agenten als besser informierte
Partei initiiert werden (Signaling in Anlehnung an Spence, A.
Michael 1973). Im Hidden Characteristics-Fall sind insb. die
überdurchschnittlichen Agenten an einer Separierung von den schlechteren
Agenten interessiert. Damit ein Signaling zu glaubhaften Signalen führt, muss
gelten, dass der Erwerb des Signals für gute (schlechte) Agenten mit so
niedrigen (hohen) Kosten verbunden ist, dass das entsprechende Signal für sie
lohnenswert (nicht lohnenswert) ist. Zum anderen können Lösungsmaßnahmen aber
auch vom Prinzipal ausgehen (Screening). Hierzu zählen vor allem
Selbstselektionsmechanismen, bei denen einem Agent verschiedene
Vertragsalternativen angeboten werden und der Prinzipal von der Wahl des
Agenten auf dessen Typ schließen kann.
Auch für den Hidden-Information-Fall lässt sich vom Prinzipal
eine optimale vertragliche Lösung ermitteln. Hierbei findet das
Revelationsprinzip Anwendung (Mas-Colell,
Andreu/Whinston, Michael D./Green, Jerry R. 1995, S. 488 – 501),
wonach die Menge der optimalen Verträge auf diejenigen beschränkt werden kann,
die zu einer wahrheitsgemäßen Informationsaufdeckung der Agenten führen. Der
Prinzipal versucht wiederum, seinen erwarteten Nettoerfolg unter zweierlei
Nebenbedingungen zu maximieren. Einerseits muss über die Teilnahmebedingungen
sichergestellt werden, dass die Agenten die angebotenen Verträge akzeptieren.
Andererseits werden Selbstselektionsbedingungen benötigt, damit die Agenten bei
einer Befragung ihren Typ wahrheitsgemäß melden.
III. Erweiterte Modelle
der Prinzipal-Agenten-Theorie
Die beiden Grundmodelle bilden reale
Prinzipal-Agenten-Beziehungen nur sehr rudimentär ab. Daher wurden zahlreiche
Varianten entwickelt, die die Grundmodelle erweitern und dabei insb.
Prinzipal-Agenten-Beziehungen in hierarchischen Organisationen genauer diskutieren
können (zu einem Überblick Kräkel,
Matthias 1999, S. 89 – 99).
1. Hybride Modelle
In der Praxis ist nicht auszuschließen, dass Hidden Action
und Hidden Information gemeinsam auftreten. Verglichen mit den beiden
Grundmodellen herrscht hier ein verschärftes Rückschlussproblem für den
Prinzipal: Niedrige Ergebnisse können nun auf eine mangelnde Leistungsbereitschaft,
auf ein niedriges Leistungspotential oder auf „ Pech “ zurückzuführen sein.
Einen speziellen Anwendungsfall hybrider Modelle findet man
in Verbindung mit mehrperiodigen Prinzipal-Agenten-Beziehungen. Der Agent muss
dann damit rechnen, dass hohe Ergebnisse den Prinzipal auf ein hohes Talent des
Agenten schließen lassen. Der Prinzipal wird dann entsprechend hohe
Anforderungsstandards für zukünftige Ergebnisse festlegen, d.h. es kommt zum
sog. Ratchet Effect (Sperrklinkeneffekt) (u.a. Baron, David
P./Besanko, David 1984). Da der Agent das Verhalten des Prinzipals
antizipieren kann und Arbeitseinsatz mit Arbeitsleid verbunden ist, wird er
rationalerweise in der Gegenwart seine Anstrengungen zurückhalten, um sich
nicht selbst zu hohe Anforderungsstandards für die Zukunft zu setzen.
2. Mehrperiodenmodelle
Reale Prinzipal-Agenten-Beziehungen – vor allem in Organisationen
– sind üblicherweise nicht rein statisch, sondern erstrecken sich über mehrere
Perioden (u.a. Radner, Roy
1981). Dadurch erweitert sich die Menge der Anreizverträge, die vom Prinzipal
gewählt werden können. Insb. lassen sich intertemporale Leistungsanreize
generieren und eine intertemporale Einkommensglättung vornehmen, was wiederum
zu Risikovorteilen im Zusammenhang mit risikoaversen Agenten führt.
Allerdings können langfristige Prinzipal-Agenten-Beziehungen
auch zusätzliche Probleme nach sich ziehen. Ein Problem wurde bereits in
Gestalt des Ratchet Effect kurz skizziert. Ein weiteres Problem wird von Holmström
in seinem Career Concerns-Modell diskutiert (Holmström,
Bengt 1999): Ist das Ergebnis des Agenten nicht kontrahierbar, so
wirken lediglich implizite Anreize und der Agent wird sich zu Karrierebeginn
(-ende) ineffizient hoch (niedrig) anstrengen. Ein weiteres Problem
langfristiger Verträge stellen Nachverhandlungen dar (Sliwka, Dirk
2002). Wenn der Agent antizipiert, dass der langfristige Vertrag später
nachverhandelt wird, so kann sich dies entsprechend negativ auf gegenwärtige
Anreize auswirken.
3. Mehraufgabenmodelle
Oftmals wird ein Agent nicht nur mit einer einzelnen Aufgabe
betraut, sondern mit mehreren gleichzeitig zu lösenden Aufgaben (u.a. Holmström,
Bengt/Milgrom, Paul R. 1991). Z.B. hat der Außendienstmitarbeiter
über Verkaufsanstrengungen und Serviceleistungen zu entscheiden, der
Maschinenbediener über Benutzung und Wartung der Maschine, Mitarbeiter über
Quantität und Qualität ihrer Leistungsergebnisse und der Divisionsmanager bei
einer Spartenorganisation
über die verschiedenen betrieblichen Funktionsbereiche innerhalb seiner
Division.
Das Hauptproblem solch eines mehrdimensionalen
Arbeitseinsatzes besteht darin, dass eine ineffiziente Allokation der
Arbeitszeit auf die verschiedenen Dimensionen bzw. Aufgaben möglich ist. Dieses
Problem tritt vor allem dann auf, wenn die verschiedenen Aufgaben
unterschiedlich gut beobachtbar sind. In diesem Fall wird der Agent für
diejenigen Aufgaben eine ineffizient hohe (niedrige) Anstrengung wählen, die
sehr gut (schlecht) beobachtbar sind, da diese Aufgaben verstärkt (kaum) vom
Prinzipal für Anreizzwecke verwendet werden.
4. Mehragentenmodelle
Eine Klasse von Mehragentenmodellen beschäftigt sich mit
Teamarbeit (u.a. Holmström,
Bengt 1982). Hierbei besteht nur eine gemeinsame kontrahierbare
Teamproduktionsfunktion, in die die Arbeitsanstrengungen aller Agenten
einfließen, während für die individuellen Anstrengungen keine separaten
Leistungsmaße existieren. Folge solch einer Produktionstechnologie ist das sog.
Trittbrettfahrerproblem, wonach jeder einzelne Agent zu Lasten des Teamoutputs
Anstrengungen zurückhält. Solch ein Verhalten ist individuell rational, da das
eingesparte Arbeitsleid unmittelbar Nutzen erhöhend wirkt, während der
reduzierte Teamoutput lediglich allen Agenten gemeinsam angelastet wird.
Eine zweite Klasse von Modellen diskutiert Kollusionsprobleme
in mehrstufigen Prinzipal-Agenten-Beziehungen (u.a. Tirole, Jean
1986). Derartige Modelle können u.a. herangezogen werden, um hierarchische
Beziehungen in Organisationen oder Beziehungen zwischen Aktionären, Aufsichtsrat
und Vorstand einer Aktiengesellschaft zu analysieren.
Eine dritte Modellklasse diskutiert relative
Leistungsturniere (Rank-Order-Tournaments) (u.a. Lazear,
Edward P./Rosen, Sherwin 1981). Solche Turniere finden sich z.B.
zwischen Verkäufern oder in Form von Beförderungsturnieren in Organisationen.
Turniere haben diverse Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählen u.a. geringe
Messkosten, das Herausfiltern gemeinsamer Störeinflüsse und der mögliche
Einsatz von Turnieranreizen in Situationen mit nicht-kontrahierbaren
Leistungsmaßen für die Agenten. Zu den Nachteilen gehören die Gefahr von
Sabotage sowie die Gefahr horizontaler Kollusionen.
5. Mehrprinzipalemodelle
Denkbar ist auch der umgekehrte Fall mehrerer Prinzipale, die
einem Agenten gegenüberstehen (u.a. Bernheim,
Douglas/Whinston, Michael D. 1986). Beispiele sind Verträge zwischen
verschiedenen Kunden und einem Intermediär, die Beziehungen zwischen den
Aktionären und dem Vorstand einer Aktiengesellschaft oder die
Weisungsbeziehungen innerhalb einer Matrix-Organisation
gegenüber einem dezentralen Profit-Center.
Zweierlei Hauptprobleme ergeben sich hierbei. Zum einen haben
die Prinzipale üblicherweise unterschiedliche Interessen. Daher wird jeder
Prinzipal den Agenten (z.B. Intermediär) beeinflussen, damit sich Letzterer
vorwiegend um die individuellen Belange des betreffenden Prinzipals kümmert.
Zum anderen kann selbst dann ein Problem entstehen, wenn keine unmittelbaren
Interessenkonflikte zwischen den Prinzipalen (z.B. Aktionäre) existieren: In
diesem Fall kann sich immer noch ein Trittbrettfahrerproblem zwischen den
Prinzipalen hinsichtlich der Kontrolle
des Agenten bilden.
IV. Kritische Würdigung
Es lässt sich festhalten, dass der Prinzipal-Agenten-Ansatz
auf der normativen Ebene sehr überzeugt. Er liefert einen exakten
Analyserahmen, mit dem sich Vertrags- und Weisungsbeziehungen – u.a. auch in
Organisationen – sauber abbilden lassen. Anhand der formalen Modellannahmen
lässt sich zudem überprüfen, wie robust die hergeleiteten Ergebnisse sind. Auf
der deskriptiven Ebene kann dem Standard-Prinzipal-Agenten-Ansatz vor dem
Hintergrund experimenteller Befunde (u.a. Fehr,
Ernst/Gächter, Simon/Kirchsteiger, Georg 1997) allerdings nur eine
eingeschränkte Überzeugungskraft bescheinigt werden.
Der denkbare Vorwurf, der Prinzipal-Agenten-Ansatz basiere
auf einem realitätsfernen Homo Oeconomicus, wodurch Verhaltensvorhersagen in
der Praxis kaum möglich sind, ist in Anbetracht der jüngeren Entwicklungen
jedoch auf keinen Fall haltbar. Neue Modellerweiterungen diskutieren auch
alternative Präferenzmuster von Agenten (wie z.B. Ungleichheitsaversion), wobei
der traditionelle Homo Oeconomicus als ein Spezialfall miteinbezogen wird (u.a.
Fehr,
Ernst/Schmidt, Klaus 2000). Die Prinzipal-Agenten-Theorie hat sich
also insofern weiterentwickelt, als die empirische Kritik ernst genommen und
für alternative Modellierungen genutzt wird.
Bezogen auf die praktische Umsetzbarkeit des
Prinzipal-Agenten-Ansatzes stellt sich evtl. jedoch ein anderes Problem. In den
Modellen ist dem jeweiligen Prinzipal immer bewusst, ob er ein Hidden-Action-
oder ein Hidden-Information-Problem zu lösen hat und ob er sich dabei in einem
Grundmodell oder einem erweiterten Modell befindet. Nicht auszuschließen ist
jedoch, dass reale Prinzipale vor einer Art Meta-Informationsproblem stehen und
nicht genau wissen, in was für einer Prinzipal-Agenten-Situation sie sich genau
befinden. Möglich ist statt einer asymmetrischen Informationsverteilung auch
eine Situation mit symmetrischer Unsicherheit. Wird dies vom Prinzipal aber
nicht erkannt und wendet er aufgrund einer vermuteten
Hidden-Information-Situation einen Informationsaufdeckungsmechanismus an, so
kann dies nur zu unsinnigen Ergebnissen führen.
Literatur:
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S. 488 – 500
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Baron, David P./Besanko, David :
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Bernheim, Douglas/Whinston, Michael D.
: Common Agency, in: Econometrica, Jg. 54, 1986, S. 923 – 942
Fehr, Ernst/Gächter,
Simon/Kirchsteiger, Georg : Reciprocity as a Contract Enforcement Device, in:
Econometrica, Jg. 65, 1997, S. 833 – 860
Fehr, Ernst/Schmidt, Klaus : Fairness,
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2000, S. 1057 – 1068
Grossman, Sanford J./Hart, Oliver D. :
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Holmström, Bengt : Managerial
Incentive Problems: A Dynamic Perspective, in: Review of Economic Studies, Jg.
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Holmström, Bengt : Moral Hazard in
Teams, in: Bell Journal of Economics, Jg. 13, 1982, S. 324 – 340
Holmström, Bengt/Milgrom, Paul R. : Multitask
Principal-Agent Analysis: Incentive Contracts, Asset Ownership, and Job Design,
in: Journal of Law, Economics, and Organization, Jg. 7, 1991, S. 24 – 52
Jost, Peter-J. : Die
Prinzipal-Agenten-Theorie in der Betriebswirtschaftslehre, Stuttgart 2001
Kräkel, Matthias : Organisation und
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Lazear, Edward P./Rosen, Sherwin :
Rank-Order Tournaments as Optimum Labor Contracts, in: J.Polit.Econ, Jg. 89,
1981, S. 841 – 864
Mas-Colell, Andreu/Whinston, Michael
D./Green, Jerry R. : Microeconomic Theory, New York et al. 1995
Radner, Roy : Monitoring Cooperative
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49, 1981, S. 1127 – 1148
Ross, Stephen A. : The Economic
Theory of Agency: The Principal\'s Problem, in: AER, Jg. 63, 1973, S. 134 – 139
Schweizer, Urs : Vertragstheorie,
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