Inhaltsübersicht
I. Begriffliche
Grundlagen und Ausgangsbedingungen
II. Planung
bei manuellen Produktionsaufgaben
III. Planung
bei Nutzung fest installierter (meist hochautomatisierter) Technologien
I. Begriffliche Grundlagen
und Ausgangsbedingungen
Wird eine (i.d.R. stark
nachgefragte) Erzeugnisart in einem Betrieb oder Betriebsteil längerfristig
in ständiger Wiederholung hergestellt, so liegt Massenproduktion vor. Mehrere
Massenerzeugnisarten (Sorten) können
parallel auf verschiedenen Produktionssystemen oder als wechselnde
Massenproduktion auf denselben Produktionseinrichtungen zeitlich nacheinander
hergestellt werden. Im erstgenannten Fall wird auch von paralleler, im zweiten
Fall von sukzessiver Sortenproduktion
gesprochen. Wechselnde Massenproduktion kann ebenfalls in Form einer
Großserienfertigung vorliegen. Eine Großserie wird durch eine andere ersetzt,
wenn das Erzeugnis dem aktuellen Stand der Technik oder veränderten
Nachfragewünschen angepasst wird.
Produktionsbezogene Ablaufplanung
bedeutet Planung des Produktionsvollzugs. Im Vordergrund steht die Vorgabe der
Arbeitsweise einzusetzender Arbeitssysteme (Bearbeitungsstationen).
Dies sind elementare Produktionsfaktorkombinationen (Produktionsanlagen, Mitarbeiter),
die bestimmte Produktionsaufgaben übernehmen. Die Ablaufplanung stützt sich auf
die Ergebnisse der Produktionsprogrammplanung,
bei der im Planungszeitraum zu produzierende Produktarten und -mengen in
Ausrichtung auf unternehmensbezogene Ziele festgelegt werden. Bei reiner
Massenproduktion, bei paralleler Sortenfertigung und bei Großserienproduktion
reduziert sich die Programmplanung auf die Fixierung der jeweiligen
Erzeugnismenge. Bei sukzessiver Sortenfertigung resultieren hintereinander zu
produzierende Mengen aus der zielgerechten Aufteilung realisierbarer
Produktionszeiten auf die Produktarten sowie zusätzlich aus der
sortenspezifischen Losgröße,
die i.d.R. unter Kostengesichtspunkten (Lagerkosten,
Umrüstkosten) bestimmt wird.
Reine Formen der Massen- und Großserienproduktion i.S. der
Herstellung durchgängig einheitlicher Produktausgestaltungen sind heute meist abgelöst
durch Ausprägungen der Variantenfertigung,
bei der bestimmte Eigenschaften eines einheitlichen Grunderzeugnisses variiert
werden können. Die (kostengünstige)
Produktion großer Stückzahlen wird hier mit einem wirtschaftlich vertretbaren
Ausmaß an Flexibilität ausgestattet, um in bestimmten Bandbreiten
marktgeforderte Individualisierungen der Erzeugnisse zu ermöglichen.
Für die Produktion großer Erzeugnismengen bietet sich im
Hinblick auf die Gestaltung der Organisation für den Produktionsvollzug eine
Strukturierung nach dem Ablauf der Erzeugnisfertigung (Prozessfolgeprinzip) an.
Die Bearbeitungsstationen (Arbeitssysteme)
werden entsprechend der Folge der an einer Produkteinheit zu vollziehenden
Teilvorgänge angeordnet (Prinzip der Fließfertigung).
Produktbezogene Transportwege, -zeiten und -kosten werden gering gehalten.
Hinsichtlich der Ausgestaltung ist zwischen Fließfertigung
mit zeitlich ungebundenen und
zeitlich gebundenen Arbeitssystemen
zu unterscheiden. Zeitliche Bindung liegt vor, wenn die Bearbeitungsgegenstände
kontinuierlich oder in einheitlichem zeitlichem Rhythmus von Arbeitssystem zu
Arbeitssystem für die Durchführung von Produktionsprozessen weitergegeben
werden. Die Bewältigung der Aufgaben hat in konstanten Zeitintervallen – den Taktzeiten – zu erfolgen. Wird die
zeitliche Bindung aufgehoben (zeitlich
ungebundene Fließfertigung), so entfällt die strenge Notwendigkeit zur
zeitlich gleichmäßigen Weitergabe der Erzeugnisse bzw. -teile. Im Durchschnitt
wird von einheitlichen Produktionsgeschwindigkeiten aller Arbeitssysteme
ausgegangen. Bei stärkeren Abweichungen dienen Zwischenlager (Pufferlager) als Ausgleichsfunktion.
Für die Aufgaben der Ablaufplanung ist wesentlich, ob
flexible Ausgestaltungsmöglichkeiten der Arbeitssysteme hinsichtlich
Arbeitsteilungsgrad und Aufgabenumfang vorliegen oder ob die
Bearbeitungsstationen fest installiert sind. Im erstgenannten Fall ist die
Ausgestaltung der Fertigungsabläufe Bestandteil der (operativen) Ablaufplanung für kurz- bis mittelfristige Zeiträume,
im zweiten Fall sind Möglichkeiten der Produktionsdurchführung durch die (strategische) Ausstattungsplanung
langfristig fixiert.
II. Planung bei
manuellen Produktionsaufgaben
1. Abgrenzung der Arbeitsaufgaben
Insbesondere bei der traditionellen Massenfertigung mit
überwiegend manuellen Tätigkeiten besteht die wesentliche Aufgabe der
Ablaufplanung in der Abgrenzung der
Arbeitsaufgaben der einzusetzenden Arbeitssysteme. I.d.R. wird dabei die
Forderung erhoben, die Arbeitsaufgaben zeitlich bestmöglich aufeinander
abzustimmen, um auf diese Weise die Kapazität der Arbeitssysteme weitestgehend
zu nutzen.
Bedeutende Ausgangsgröße ist die gewünschte Ausführungszeit für die abzugrenzenden
Arbeitsaufgaben. Sie wird als Zyklusdauer
bezeichnet und dient sowohl der Kennzeichnung der Bearbeitungsvorgabezeit bei
zeitlich ungebundener Fließproduktion als auch der Taktzeit bei
Fließbandfertigung. Wegen der (üblicherweise) gleichzeitigen Ausführung der
einzelnen Arbeitsaufgaben an den in der Produktion befindlichen Erzeugnissen
ist bei laufender Fertigung i.d.R. jeweils nach Beendigung der Zyklusdauer eine
Produkteinheit fertiggestellt.
Die einzuhaltende Zyklusdauer wird durch das für den
Planungszeitraum (z.B. Monat, Woche, Tag) geplante Produktionsprogramm der Massenproduktion
(= gewünschte Erzeugnismenge) und innerhalb dieses Zeitraumes realisierbare
Betriebszeit bestimmt:
Diese Zeitspanne bildet die Obergrenze für die zeitliche
Dauer der Arbeitsaufgaben der einzusetzenden Arbeitssysteme. Weil mit der
Reduzierung von Leerzeiten in vielen Fällen Kosteneinsparungen einhergehen,
bemüht sich die Ablaufplanung bei der Abgrenzung der Arbeitsaufgaben regelmäßig
um die Minimierung der Leerzeiten
aller Arbeitssysteme. Zugleich wird damit auch die Anzahl einzusetzender Bearbeitungsstationen
minimiert.
Für die Zusammenstellung der Arbeitsaufgaben wird der gesamte
Produktionsprozess zur Herstellung einer Produkteinheit in Teilvorgänge
zerlegt, die jeweils kleinste mögliche Arbeitsaufgaben darstellen können. Sie
werden als Basisprozesse oder Arbeitselemente bezeichnet.
Basisprozesse können unter Beachtung ihrer Ausführungszeiten
zu Arbeitsaufgaben kombiniert werden. Dabei darf die Summe der
Basisprozesszeiten die Zyklusdauer nicht überschreiten. Zusätzlich sind
Reihenfolgevorschriften für die Kombination der Arbeitselemente einzuhalten.
Z.B. können bei der Montage von Elektrogeräten Lötvorgänge erst nach Ausführung
bestimmter Verkabelungen vollzogen werden. Jedoch verbleiben für einen großen
Teil der Basisprozesse Freiheitsgrade hinsichtlich ihrer Platzierung in
Arbeitsaufgaben.
Aus den alternativen Ablaufgestaltungsmöglichkeiten
resultiert ein kombinatorisches Problem zur Abstimmung
von Fließfertigungen. Formal ergibt sich folgende Planungsaufgabe: Die für
die Produktion einer Erzeugniseinheit anfallenden Basisprozesse i (i = 1, 2, ?,
n) mit ihren spezifischen Ausführungszeiten ti sind insgesamt m = n Arbeitssystemen bei einer
vorgegebenen Zyklusdauer c so zuzuordnen, dass die Leerzeit L aller
Bearbeitungsstationen als Differenz zwischen gesamter Durchlaufzeit einer
Produkteinheit und der Summe aller Basisprozesszeiten ein Minimum wird (Kern, W.
1992).
Für die Lösung dieser Ablaufplanungsaufgabe sind spezifische
Verfahren entwickelt worden. Dabei ist zwischen exakten (analytischen) und
heuristischen Vorgehensweisen zu unterscheiden.
Die exakten
Planungsansätze stützen sich z.B. auf die lineare Programmierung, die
dynamische Optimierung oder die begrenzte Enumeration. Sie liefern
leerzeitminimale Lösungen. Da exakte
Verfahren lediglich für einfache (wenig praxisrelevante) Problemstrukturen
mit allenfalls 30 Basisprozessen nutzbar sind, kommt heuristischen Verfahren die größere Bedeutung zu; sie sind für
umfassende Abstimmungsprobleme anwendbar. Es handelt sich dabei um bestimmte
Vorgehensregeln, die sich im Hinblick auf das angestrebte Ziel als sinnvoll
erwiesen haben. Die Arbeitsaufgaben werden unter Beachtung der
Reihenfolgebedingungen für die Basisprozesse regelmäßig beginnend bei der
ersten Station durch Arbeitselementkombinationen (z.B. nach abnehmenden
Ausführungszeiten oder spezifischen Rangwerten unter Berücksichtigung noch folgender
Basisprozesse) zusammengestellt (z.B. Moodie, C.
L./Young, H. H. 1965; Helgeson, W.
B./Birnie, D. P. 1961). Wenngleich nicht notwendig Optimallösungen
erreicht werden, so haben zahlreiche Anwendungen der einzelnen Verfahren i.d.R.
gute Lösungen bestätigt. Die Heuristiken sind meist EDV-gerecht konzipiert.
Ablaufveränderungen dienen der Anpassung der Produktionsbereiche an veränderte Absatzsituationen
durch Variation der Zyklusdauer und der möglichst leerzeitgeringen Abgrenzung
der Arbeitsaufgaben der Stationen. Alternative Zykluszeiten führen i.d.R. zu
Ablaufplänen mit unterschiedlichen Graden der Arbeitsteilung. Durch zunehmende Arbeitszerlegung (Verringerung des
Umfanges der Arbeitsaufgaben je Station) wird eine Erhöhung und durch
zunehmende Arbeitszusammenfassung
(Erweiterung des Umfanges der Arbeitsaufgaben je Station) eine Verringerung der
Produktmenge innerhalb des Planungszeitraumes herbeigeführt.
Bisweilen ist für die Ablaufplanung bei Massenfertigung eine umgekehrte Fragestellung relevant: Mit
den verfügbaren Arbeitssystemen soll die maximal erreichbare Produktmenge
produziert werden. Dies ist z.B. dann von Bedeutung, wenn die
Absatzmöglichkeiten für das Massenprodukt die Produktionsmöglichkeiten
überschreiten und eine Kapazitätsausweitung aufgrund von Finanzrestriktionen
nicht realisiert werden kann. Das daraus resultierende Ablaufplanungsproblem
lässt sich analog zu dem bisher beschriebenen Vorgehen bewältigen. Man beginnt
mit der Aufstellung eines Ablaufplanes für die bestenfalls realisierbare
Zyklusdauer, die sich aus dem Quotienten
ergibt. Wenn die Stationenzahl des ermittelten Ablaufplanes
nicht der vorhandenen Anzahl der Arbeitssysteme entspricht, wird die
Zyklusdauer für weitere Ablaufpläne schrittweise geringfügig ausgedehnt, bis
ein Resultat erreicht wird, das der vorhandenen Ausstattung gerade Rechnung
trägt.
Im Hinblick auf parallele
Sortenfertigung konzentrieren sich die beschriebenen Planungsaufgaben
jeweils auf den zugeordneten Betriebsbereich. Bei sukzessiver Sortenfertigung erfolgt im Hinblick auf jeden
Produktartenwechsel eine neue Ausgestaltung der Fließstrecke unter
Berücksichtigung der Produktmenge. Bei der Produktion von (bei großer
Stückzahl) realisierbaren Erzeugnisvarianten
müssen die im Produktionsprogramm fixierten unterschiedlichen
Produktausgestaltungen in die Abgrenzung der Stationsarbeitsaufgaben eingehen.
Die zeitintensivste Variante innerhalb einer Arbeitsaufgabe bildet die
Grundlage für die Zuordnung der Basisprozesse. Weniger zeitaufwendige Varianten
führen zu nachteiligen Stationsleerzeiten, die für die erreichbare
Produktionsflexibilität in Kauf genommen werden.
Einer Überprüfung bedarf die ablaufbezogene Zielsetzung der
Minimierung von Leerzeiten aller Bearbeitungsstationen.
Die Annahme, dass damit zugleich kostenminimale Lösungen verbunden sind, setzt
voraus, dass Leerzeiten an allen Arbeitssystemen ein einheitliches
kostenmäßiges Gewicht zukommt. Davon kann jedoch nicht grundsätzlich
ausgegangen werden. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang auf unterschiedliche
Schwierigkeitsgrade der Arbeitsaufgaben, die den Einsatz unterschiedlich
qualifizierter Mitarbeiter erfordern. Die damit verbundene Differenzierung in
der Entlohnung führt zu einer
differenzierten kostenbezogenen Gewichtung der Stationsleerzeiten.
Kostengünstige Ablaufpläne erfordern neben dem Bestreben der Vermeidung von
Leerzeiten die Zusammenfassung möglichst anforderungsgleicher Basisprozess zu
Stationsarbeitsaufgaben. Spezifische Erweiterungen leerzeitorientierter
Ablaufplanungsverfahren liegen vor (Steffen, R.
1976a; Rosenberg,
O./Ziegler, H. 1983).
2. Berücksichtigung von Lernprozessen und
Humanisierungsmaßnahmen
Ein bedeutsamer Einfluss auf die Ablaufplanung geht von den
Lerneigenschaften des Personals aus. Vorgabezeiten für die Ausführung von
Basisprozessen bzw. Arbeitsaufgaben beziehen sich i.d.R. auf voll
eingearbeitetes Personal. Werden die Ablaufpläne aufgrund von
Produktmengenvariationen oder durch Sortenwechsel verändert, so ergeben sich
für die einzelnen Mitarbeiter meist neue bzw. teilweise anders geartete
Arbeitsaufgaben, weil Basisprozesse in abweichender Form kombiniert werden.
Wesentlich ist, dass die vollständiger Übung entsprechende
Zyklusdauer nicht von vornherein realisiert werden kann. Man muss daher im
Rahmen der Ablaufplanung bei Produktionsbeginn mit hohen Zykluszeiten rechnen,
die sich im Zeitablauf durch Einübung bei zunehmender Wiederholung der
Arbeitsaufgaben reduzieren. Empirische Untersuchungen haben
Übungsgesetzmäßigkeiten nachgewiesen, die bei der Erstellung von Ablaufplänen
Berücksichtigung finden können (z.B. Baur, W.
1967; Steffen, R.
1973; Steffen, R.
1976).
Vielfach werden bei der Arbeitsgestaltung Maßnahmen zur
Humanisierung in der Produktion aufgegriffen. Bedeutsam sind dabei
Arbeitsstrukturierungen in Gestalt von Aufgabenerweiterungen,
-bereicherungen, Arbeitswechsel (Job
Enlargement, Job Enrichment, Job Rotation) sowie in Verbindung mit
dem Einsatz teilautonomer Arbeitsgruppen.
Mit dem Ziel des Abbaus von Monotonie bei stark arbeitsteiliger
Massenproduktion werden Handlungsspielräume
ansatzweise erweitert. Entsprechende Gesichtspunkte lassen sich in
Ablaufplanungsverfahren integrieren (Storp, H.
1982; Steffen, R.
1978).
III. Planung bei
Nutzung fest installierter (meist hochautomatisierter) Technologien
Sind Fließfertigungsbereiche technisch so ausgestaltet, dass
manuelle Produktions- und Transportaufgaben (weitgehend) entfallen, so sind die
Bildung von Bearbeitungsstationen und die Gestaltung des technischen Verbundes
i.d.R. schon mit der Anlagenerrichtung und -installation verknüpft (Steffen, R.
1993). Diese Situation ist insb. bei hochautomatisierten computerintegrierten
Technologien gegeben. Für eine (operative)
kurz- und mittelfristige Ablaufplanung sind die Freiheitsgrade im Vergleich zu
Fließstrecken mit manuellen Arbeitsaufgaben begrenzt. Überlegungen der
wirtschaftlichen Gestaltung von Produktionsabläufen gehen bereits in die strategische Planung ein und werden in
ausstattungsbezogenen Investitionsrechnungen berücksichtigt. Für reine
Massenproduktion finden sich entsprechende Beispiele in der Mineralöl-, in der
Nahrungsmittelindustrie sowie in der chemischen Industrie. Verbindungen der
Bearbeitungsstationen erfolgen hier großenteils über Rohrleitungssysteme. In Montagefertigungsbereichen
wird vielfach auf Variantenfertigung
abgestellt, wobei einzelne Bearbeitungsstationen (meist ohne Umrüstzeitbedarf)
unterschiedliche Ausgestaltungen der Produkte vornehmen können (z.B. Pkw ohne,
mit manuell/elektrisch betriebenem Schiebedach). Angesprochen sind flexible
Transferstraßen, bei denen ausgewählte Stationen mit einer bestimmten
Flexibilität für unterschiedliche Bearbeitungen ausgestattet sind.
Für die wirtschaftliche Gestaltung der Produktionsabläufe ist
die Harmonisierung der Kapazitäten (Steffen, R.
1980) von Bearbeitungsstationen und Transportsystemen im Rahmen der Fabrikplanung
von grundlegender Bedeutung. Für Bereiche der Variantenfertigung ist dabei
neben der quantitativen Kapazität
(Stückzahl/Zeiteinheit bzw. Zeitspanne) die qualitative
Kapazität (realisierbare unterschiedliche Produktionsvorgänge) einiger
Bearbeitungsstationen zu beachten. Bei sukzessiver Sortenfertigung gilt dies i.d.R. für alle Bearbeitungsstationen,
wobei mit einem Sortenwechsel Umrüstvorgänge verbunden sind, deren Zeitbedarf
bei hochautomatisierten Technologien teilweise so gering ist, dass selbst die Losgröße
1 wirtschaftlich vertretbar ist.
In kurz- und mittelfristigen Zeiträumen über die Ablaufplanung
vorzunehmende Änderungen der zu produzierenden Erzeugnismenge sind in den
beschriebenen Bereichen über eine Variation des Arbeitsteilungsgrades nicht
möglich. Sie werden hier über zeitliche
Anpassungen (Überstunden, Kurzarbeit) bzw. in Verbindung mit quantitativen Anpassungen beim Aufsicht
führenden Personal (Zusatzschichten, Mehrschichtbetrieb) herbeigeführt.
Umfassende Bereiche der (operativen) Ablaufplanung werden in die Ausstattungs-
und Layoutplanung vorverlagert.
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