Inhaltsübersicht
I. Kennzeichnung
und Ziele des Database-Marketing
II. Inhalte
einer Kunden- und Interessenten-Datenbank
III. Analyseinstrumente
IV. Database-gestützte
Marketing-Strategien
V. Die
Zukunft des Database-Marketing
I. Kennzeichnung und
Ziele des Database-Marketing
Der Begriff Database-Marketing
kennzeichnet die individualisierte Kunden- und Interessentenansprache, die
durch eine Datenbank informatorisch gestützt wird. Die individualisierte
Kommunikation, die die Informationswünsche und Bedürfnisse der Zielperson
berücksichtigen kann, wird angesichts der Informationsüberlastung von
Entscheidungsträgern und Privatpersonen einen höheren Aufmerksamkeitsgrad
erreichen als klassische Werbung.
Abb. 1: Informationskreislauf eines Database-Marketing
Eine Datenbank
ermöglicht es darüber hinaus, Zielpersonen in einen kontinuierlichen Dialog einzubinden. Dieser stellt bei datenbankgestützten Bindungssystemen
nicht nur Informationen, sondern auch Präsente bereit und fördert dadurch die
Kundentreue; und Interessenten werden durch eine mehrstufige Übermittlung
wichtiger Informationen schrittweise an ein Unternehmen und seine Angebote
herangeführt (Hartmann,
/Kreutzer, /Kuhfuß, 2004).
Sind in einer Datenbank neben den Adressen weitere, das
Unternehmen bzw. den Konsumenten beschreibende Informationen gespeichert, so
können zielgruppenspezifische
Erfolgsanalysen durchgeführt werden. Basierend auf den hier gewonnenen
Erkenntnissen können bei der Neukundengewinnung
durch den Einsatz direkt wirkender Medien
(wie Telefon, Mailing, E-Mail und Außendienst) Streuverluste reduziert und
damit die Gewinnungsquoten aufgrund maßgeschneiderter Angebote nachhaltig
gesteigert werden. Die hierdurch erzielten Ergebnisse fließen wiederum in die
Datenbank ein, sodass ein Informationskreislauf entsteht.
Informationen, die in einer Kunden- und
Interessenten-Datenbank leicht zugreifbar abgespeichert und flexibel
verknüpfbar vorliegen, werden so zum strategischen Erfolgsfaktor einer
erfolgreichen Kommunikation und damit zum Schlüsselinstrument des Direct
Marketing. Die Voraussetzung hierfür ist eine EDV-Konfiguration. In Abhängigkeit vom Datenvolumen sowie von der Komplexität
der Anwendung kann bereits ein PC ausreichen. Leistungsfähigere Anwendungen
machen sich eine Client-Server-Architektur zunutze.
II. Inhalte einer
Kunden- und Interessenten-Datenbank
Beim Aufbau einer Marketing-Database stellt sich die Frage,
welche Informationsbedarfe durch die Database abgedeckt werden müssen. Bei der
Beantwortung ist zwischen dem Consumer- und dem Business-to-Business-Sektor zu
differenzieren. Weitere Unterschiede ergeben sich im Hinblick auf die Branche
und das jeweilige Angebot. Grundsätzlich gilt, dass solche Informationen in
eine Marketing-Database aufgenommen werden sollen, die
-
zur Identifikation
und gezielten Ansprache von
Zielpersonen beitragen,
-
nachhaltigen Einfluss
auf das Kaufverhalten haben,
-
etwas über die Wahrscheinlichkeit
des Geschäftsabschlusses aussagen,
-
Transparenz
über die bisherigen Interaktionen schaffen,
-
einen potentialorientierten
Einsatz der Direct-Marketing-Instrumente erlauben,
-
Grundlage der Erfolgskontrolle
und der Erfolgsprognose sein
können.
Um einer Inflationierung der Informationswünsche vorzubeugen,
sollte nach einem ersten »Sammelschritt« ernsthaft geprüft werden, ob die
definierten Informationsbedarfe tatsächlich obigen Anforderungen genügen. Eine
übertriebene Vollständigkeit erhöht lediglich die Kosten für Datenmanagement
und Aktualisierung.
Die Adressen der
Kunden und Interessenten können aus internen Quellen stammen, etwa von der Marktforschung,
aus dem Produktmanagement,
sie können im Internet oder durch den Außendienst
erhoben worden sein. Adressen kann man aber auch extern beziehen, bspw. von
Adressenverlagen, die z.T. über eigene Datenbanken mit Adressen von Unternehmen
und Entscheidungsträgern verfügen. Konsumentenadressen können ebenfalls über
Adressenverlage oder über so genannte Listbroker für Werbezwecke angemietet
werden. Schließlich können Adressen auch durch den Einsatz von
Response-Instrumenten gewonnen werden. Hierbei handelt es sich bspw. um TV-
oder Rundfunk-Response-Spots, um Coupon-Anzeigen oder Produktbeilagen. Mit
diesen Instrumenten sollen Personen aus ihrer Anonymität herausgebrochen
werden, indem sie sich mit ihrer Adresse bei dem werbenden Unternehmen zu
erkennen geben. Erst dann kann eine direkte Kommunikation erfolgen.
Um die Ansprache kontinuierlich zu verfeinern, sind weitere
Daten bzgl. des Profils der Konsumenten (bspw. Alter, Hobbys, Familienstruktur,
Lebenszyklus) bzw. der Unternehmung sowie des Entscheidungsträgers (neben
Branche auch Umsatzgröße, Beschäftigtenzahl, Verantwortungsbereich) zu erheben
(Profildaten). Außerdem sind die auf Kunden und Interessenten ausgerichteten
direkten Werbeanstöße zu erfassen, bspw. Außendienst-Besuche, Mailings,
E-Mails, Coupon- oder ein Katalogversand sowie die telefonische Kontaktaufnahme
(Aktionsdaten). Zusätzlich sind die Reaktionen auf diese Ansprache
festzuhalten, u.a. Anforderungen von Informationen, Bestellungen, Reklamationen
usw. (Reaktionsdaten). Gerade die Reaktionsdaten haben sich immer wieder als
bester Indikator für zukünftiges Kaufverhalten erwiesen. Kunden und
Interessenten können jetzt, basierend auf ihren Profil-, Aktions- und
Reaktionsdaten, die in ihrer Gesamtheit die Historie des Kontaktes abbilden,
klassifiziert und differenziert bearbeitet werden.
III. Analyseinstrumente
1. Mikrogeografische Segmentierung
Ist eine Vielzahl von derartigen Informationen vorhanden,
müssen Methoden zu deren Aufbereitung eingesetzt werden. Hiermit ist zunächst
die Segmentierung angesprochen, mit
deren Hilfe ein vorliegender Adressenpool in mehrere homogenere Segmente
zerlegt wird. Eine besondere Bedeutung kommt im Kontext des Database-Marketing
der mikrogeografischen Segmentierung
zu. Ausgehend von der geografischen Zugehörigkeit des Kunden zu einem
bestimmten Mikrokosmos (bspw. einem Straßenabschnitt oder einer sog.
Mikrozelle) können wichtige, ihn beschreibende Merkmale zugeordnet werden. Die
Grundlage hierfür ist ein umfassendes Informationssystem, welches kleine
regionale Einheiten definiert (bspw. die Mikrozelle) und diese anhand einer
Vielzahl von statistischen Informationen
beschreibt. Zu der aussagekräftigen Klassifizierung im Hinblick auf den
individuellen Lebensstil, der auf Basis von soziodemografischen Kriterien,
Kaufkraft, Wohnsituation, Haushaltsausstattung sowie Daten über das Konsum- und
Informationsverhalten gebildet wird, kommt bei der mikrogeografischen
Segmentierung die geografische Dimension
hinzu. Damit lassen sich Marktsegmente nicht nur relativ genau beschreiben,
sondern auch – für eine Direktansprache unverzichtbar – räumlich exakt
ermitteln (Kreutzer,
/Magedanz, /Krüger, 2003). Die Grundlage dieser räumlichen
Feinsegmentierung stellt die Nachbarschaftshypothese »gleich und gleich gesellt
sich gern« dar. Das heißt, sofern die räumlichen Bezugseinheiten klein genug
gewählt werden (dies ist bei einer Analyse auf Straßenabschnittsbasis der
Fall), besteht zwischen den einzelnen Haushalten bzw. Konsumenten eine starke
Ähnlichkeit hinsichtlich des Lebensstils, der bestimmte Ausprägungen des
Informations- und Kaufverhaltens einschließt.
Für das System regio Select bspw. stehen in der
Bundesrepublik Deutschland mehr als 1,6 Millionen Straßenabschnitte zur
Verfügung, die durch Straßennahmen und Hausnummern definiert sind. Hierbei
handelt es sich um real existierende Einheiten, die jeweils etwa 80 Haushalte
mit ca. 180 Einwohnern umfassen. Und jede dieser Einheiten lässt sich genau
einem von 49 Segmenttypen zuordnen. Diese werden anhand von sieben Lebensstilen
(von der Oberschicht über den klassischen Bürger bis zur sozialen Randgruppe)
sowie über sieben Ortsgrößenklassen gebildet. Die Abb. 2 zeigt beispielhaft die Verteilung der bundesdeutschen
Bevölkerung auf die 49 regio-Segmente. Die Verteilung der regio-Typen am
Beispiel der Stadt Düsseldorf zeigt Abb.
3.
Abb. 2: Verteilung der bundesdeutschen Haushalte (West) auf
die regio-Segmente (Quelle: AZ Bertelsmann, Gütersloh)
Abb. 3: Verteilung der regio-Typen am Beispiel der Stadt
Düsseldorf (Quelle: AZ Bertelsmann, Gütersloh)
Werden Kundenbestände mithilfe dieses regio-Konzepts
analysiert, so wird die Verteilung auf die einzelnen Lebensstiltypen und
Ortsgrößenklassen deutlich (Abb. 4).
Basierend auf dieser Erkenntnis können Mailings, Sampling oder
Außendiensteinsätze gezielt auf die Segmente ausgerichtet werden, die die
größte Affinität zu Unternehmen und Produkt aufweisen. Denn es kann bei der
sich anschließenden Zielgruppenansprache auf eine flächendeckende
Haushaltsdatei zugegriffen werden, die nach regio klassifiziert wurde. Auf
diese Weise können Streuverluste nachhaltig reduziert werden.
Abb. 4: Penetration der Kunden eines Unternehmens nach der
regio-Systematik (Quelle: AZ Bertelsmann, Gütersloh)
Das Einsatzfeld der mikrogeografischen Analyse reicht von
Versendern über Finanzdienstleister, Lotterie- und Touristikunternehmen bis zur
Kraftfahrzeugherstellern. Und auch Markenartikelunternehmen und Einzelhändler
setzen die feinräumige Segmentierung ein, soweit bereits Kundenadressen
vorliegen.
2. Analyse anhand des
Potenzial-Loyalitäts-Portfolios
Zielpersonen können auch nach ihrer Loyalität (i.S. der Dauer
der Kundenbeziehung) sowie nach ihrem Umsatzpotenzial in einem
Potenzial-Loyalitäts-Portfolio eingestuft werden (Abb. 5; Thedens, R.
1991). Eine Kunden-Datenbank ermöglicht durch diese Klassifizierung einen
differenzierten Einsatz der Direct-Marketing-Instrumente. Ein Teil der
Zielgruppe wird bspw. zunächst durch schriftliche Werbung
und Telefon-Marketing qualifiziert, bevor ein Außendienst-Besuch erfolgt. Der Außendienst
wird folglich nur noch zur Betreuung der Zielgruppen eingesetzt, denen
strategisch die größte Bedeutung zukommt.
Abb. 5: Potenzial-Loyalitäts-Portfolio
IV. Database-gestützte
Marketing-Strategien
Die Notwendigkeit zur Installation eines Dialog-Marketing
durch den Einsatz von Interessentengewinnungs-
und Kundenbetreuungsprogrammen existiert in vielen Branchen, so etwa im
Kfz-Bereich, in dem entsprechende Konzepte bereits mit großem Erfolg eingesetzt
werden. Die Idee des Dialog-Marketing schlägt sich hier bspw. darin nieder,
dass durch Mailings auf den fälligen TÜV-Termin oder routinemäßige Inspektionen
hingewiesen wird, interessante Zusatzangebote für den jeweiligen Wagentyp
aufgezeigt und Geburtstagsgrüße übermittelt werden. Und nach drei Jahren wird
durch die Einladung zur Probefahrt das Interesse an einem Neuwagen ausgelotet (Kreutzer, 1998).
Hier wird deutlich, dass – basierend auf typischen Ersatzkauf-Zyklen – der
Anbieter seine Leistungsfähigkeit zum Zeitpunkt der Ersatzbeschaffung wieder
unter Beweis stellen sollte – noch bevor der Wettbewerber auch nur ahnt, dass
ein Kauf ansteht.
Die hohe Schule der Kundenkontaktprogramme heißt
Club-Marketing. Basierend auf einem kontinuierlichen Dialog, etwa durch eine
Info-Depesche, ein Club-Magazin oder einen Quartals-Katalog, flankiert durch
Solo-Mailings und Telefon-Betreuung, wird eine enge Kundenbeziehung aufgebaut.
Der Kunde reagiert, indem Fragen aufgeworfen, Meinungen kundgetan und
Anregungen weitervermittelt werden. Derartige Daten fließen in die Database ein
und schaffen eine immer größere Transparenz über die Kunden. Durch das Angebot
einer Club-Karte können bei Bedarf weitere Informationen abgefragt werden (Kreutzer, R.
T./Ernd, W. 1991).
Im Konsumgüterbereich
setzen sich entsprechende Konzepte immer stärker durch. Beispielhaft seien hier
der Oetker-Backclub, der Barbie-Fan-Club, der Swatch-Collectors-Club und das
IKEA-Family-Konzept sowie die übergreifende Systeme von Payback und Happy Digits
erwähnt. Überall gilt es, Kunden in einen Dialog einzubinden und damit
langfristig für ein Unternehmen und dessen Produkte einzunehmen. Durch
kreatives Club-Marketing kann eine langfristige Kundenzufriedenheit erzeugt
werden. Und frühzeitig eingesetzte Aktivierungsmailings, u.U. verbunden mit
einem Gewinnspiel oder besonders attraktiven Angeboten, können
absprunggefährdete Kunden wieder intensiv einbinden.
Aber auch Händlerbetreuungs-Programe
erhalten einen immer größeren Stellenwert, um den Handel an den Lieferanten zu
binden, indem Verkaufsaktivitäten vor Ort durch den Einsatz von
Direct-Marketing-Maßnahmen unterstützt werden; und dies alles Database-gestützt
(Kreutzer, 2005).
Die hier zum Ausdruck kommende Dialog-Orientierung und die kontinuierliche Betreuung bestehender Kunden sollte Richtschnur aller
Marketing-Aktivitäten sein. Denn einem einmal gewonnenen Kunden mehr zu
verkaufen ist i.d.R. leichter und wirtschaftlicher, als einen neuen Kunden zu
gewinnen. Noch leichter wird dies allerdings, wenn aussagefähige Informationen
über den Kunden leicht zugreifbar vorliegen. Denn dann ist sichergestellt, dass
das richtige Angebot, zum passenden Zeitpunkt, mit den wirksamsten
Kommunikationsmitteln an einen attraktiven Interessenten oder Kunden
herangetragen wird.
V. Die Zukunft des
Database-Marketing
Bereits heute erlauben die EDV- und Drucktechnologien eine
immer raffiniertere Direktansprache. Schon gegenwärtig ist der Einsatz eines
Kataloges in Massenauflagen möglich, der individuell auf jeden einzelnen
Empfänger ausgerichtet wird. Aus einer Vielzahl von Angebotsmodulen wird
aufgrund der in einer Database abgelegten Kaufhistorie eines Kunden ein
Selectronic Catalogue zusammengestellt, der genau auf dessen Bedürfnisse
ausgerichtet ist. So entstehen Unikate – und dies in millionenfacher
Ausfertigung. Ein weiterer Schritt ist Selectronic Addressing, wobei die Kundenadresse
bereits während des Druckvorgangs mittels Ink-Jet-Technologie aufgebracht wird.
Gleichzeitig kann auch in Anzeigen innerhalb einer Zeitschrift der Abonnent
persönlich angesprochen werden, u.U. mit dem Hinweis auf das Geschäft in seiner
Nähe, der aufgrund der Abonnenten-Adresse zugespielt wird.
Es wird der personalisierte
Club-Katalog eingesetzt, wobei das Mitglied auf dem Titelblatt persönlich
angesprochen und ihm bspw. zu einer mehrjährigen Mitgliedschaft gratuliert
wird. In einer weiteren Entwicklungsstufe kann man sich auch ein individualisiertes Editorial einer
Zeitschrift vorstellen, in dem der Abonnent persönlich angeredet und auf
Beiträge innerhalb der Zeitschrift hingewiesen wird, die aufgrund seines
Tätigkeitsfeldes für ihn von besonderem Interesse sein könnten. Auch die
Grundlage hierfür stellt eine leistungsfähige, gut gepflegte Database dar.
Die technologischen Voraussetzungen hierfür sind schon
geschaffen, und Unternehmen – nicht nur in den USA, sondern zunehmend auch in
Europa – machen davon Gebrauch. Wir stehen hier erst am Anfang einer rasanten
Entwicklung. Die Erfolge in der EDV- und Druck-Technologie werden immer
raffiniertere Anwendungen im Direct Marketing erlauben. Gleichzeitig werden
durch den Preisverfall für Hardware immer mehr Unternehmen in die Lage
versetzt, zur Optimierung ihrer Zielgruppenansprache sowie zur langfristigen
Kundenbetreuung ein EDV-gestütztes Informationssystem einzusetzen.
Um beim Database-Marketing durchgreifende Erfolge zu
erzielen, bedarf es im Unternehmen einer bereichsübergreifenden Koordination der Kommunikationsaktivitäten.
Eine Arbeitsteilung, bei der das PR-Büro und die Werbeabteilung von ihren
jeweiligen Aktivitäten nur durch Zufall erfahren, oder derzufolge
Online-Maßnahmen laufen, die mit der sonstigen Kommunikation nicht abgestimmt
sind, kann und darf bei der Umsetzung von Database-Marketing keinen Bestand
mehr haben. Die einzelnen Kommunikationsaktivitäten dürfen nicht länger Teile
eines Puzzles sein, das nicht zusammengesetzt wird.
Bei einer integrierten Kommunikation sind die
verschiedenartigen Kommunikationsinstrumente frühzeitig aufeinander abzustimmen
und miteinander zu verzahnen. Erst auf diese Weise lassen sich Synergieeffekte
in der Kommunikation nachhaltig nutzen. Allerdings nur dann, wenn bereits die
Konzeption den Integrationsaspekten Rechnung trägt und – von zentraler
Bedeutung – die klassische Kommunikation als Grundlage für das
Database-gestützte Direct
Marketing verstanden und auch entsprechend ausgestaltet wird. In
welcher Form dieses Zusammenspiel – basierend auf der bereits erzielten
Kundenloyalität sowie angesichts des Kundenpotenzials – zu erfolgen hat, zeigt Abb. 5. Um diesen unverzichtbaren
Integrationsnotwendigkeiten Rechnung zu tragen, wird dem Zielgruppenmanagement
in Zukunft die zentrale Bedeutung zuwachsen (Rumler, A.
1990).
Damit ist der Weg bereitet zur Entwicklung von CAMM – dem Computer Aided Marketing
Management. Immer mehr Unternehmen werden darauf setzen und CAMM damit zur
neuen Spielregel im Marketing machen. Und wer heute schon eine Database
aufbaut, um diese morgen zur Grundlage eines Computer Aided Marketing
Management zu machen, wird seinen Wettbewerbern übermorgen die entscheidende
Nasenlänge voraus sein.
Literatur:
Backhaus, K./Späth, G. -M./Mödder, S.
: Computer-Aided Marketing bei Investitionsgütern, in: Marktforschung &
Management, 1993, S. 109 – 116
Hanke, R. : Mikrogeographische
Marktsegementierung: Das System »regio Select«, in: Marktforschung &
Management, 1993, S. 128 – 129
Hartmann, W./Kreutzer, R. T./Kuhfuß,
H. : Kundenclubs & More. Innovative Konzepte der Kundenbindung, Wiesbaden
2004
Hermanns, A./Flegel, V. :
Wettbewerbsvorteile durch Datenbanksysteme, in: Marktforschung &
Management, 1993, S. 99 – 108
Köhler, R. : Target Marketing, in:
DBW, 1994, S. 121 – 123
Kreutzer, R. T. :
Zielgruppen-Management mit Kunden-Datenbanken, in: DBW, 1992, S. 325 – 340
Kreutzer, R. T. : Volkswagen Club/Audi
A Plus, in: Kundenbindungsprogramme & Kundenclubs, hrsg. v. Butscher, S.
A., Ettlingen 1998, S. 456 – 469
Kreutzer, R. T. : Kundenbindung im
Business-to-Business-Markt, in: WiSt, Jg. 34., H. 9/2005, S. 517 – 520
Kreutzer, R. T./Ernd, W. :
Informationsgewinnung durch Direct Marketing, in: Handbuch Direct Marketing,
hrsg. v. Dallmer, H., 6. A., Wiesbaden 1991, S. 603 – 622
Kreutzer, R. T./Magedanz, O./Krüger,
M. : Zielgruppen- und Responseanalyse, in: Handbuch Couponing, hrsg. v.
Hartmann, W./Kreutzer, R. T./Kuhfuß, H., Wiesbaden 2003, S. 279 – 302
Kreutzer, R. T./Weppler, K. :
Marketing by Database, in: Markenartikel, 1990, S. 488 – 499
Rensmann, F. -J. : Database-Marketing
und Kundenmanagement, in: Marktforschung & Management, 1993, S. 117 – 120
Rumler, A. : Konsumentenbezogenes
Marktmanagement, Wiesbaden 1990
Schüring, H. : Vertriebssteuerung
mittels Kundendatenbank, in: Verkauf & Marketing International, Nr.
10/1990, S. 7 – 9
Schüring, H. : Database Marketing,
Landsberg a.L. 1991
Shaw, R./Stone, M. : Database
Marketing, Southampton 1988
Thedens, R. : Integrierte
Kommunikation, in: Handbuch Direct Marketing, hrsg. v. Dallmer, H., 6. A., Wiesbaden
1991, S. 17 – 29
Wilde, K. D. : Database-Marketing,
in: Werbeforschung & Praxis, Nr. 1/1989, S. 10
Wilde, K. D. :
Erfolgspotential-Bewertung von Direct-Marketing-Aktionen, in: Marktforschung
& Management, 1993, S. 121 – 127
|