Inhaltsübersicht
I. Definition
von Personalkosten und -aufwand
II. Entwicklung
der Personalkosten im internationalen und nationalen Vergleich
III. Gestaltung
von Personalkosten
IV. Kritische
Würdigung und Ausblick
I. Definition von
Personalkosten und -aufwand
Der Einsatz dispositiver und objektgebundener menschlicher Arbeitsleistung in
Unternehmen (Gutenberg, 1979,
S. 3) verursacht aus Sicht des internen Rechnungswesens Personalkosten und aus
Sicht des externen Rechnungswesens Personalaufwand.
1. Begriff und Gliederung des Personalaufwands
Bei Anwendung des Gesamtkostenverfahrens
in der Gewinn- und Verlustrechnung erscheint der Personalaufwand gemäß § 275
Abs. 2 HGB in der Aufwandsposition 6 mit den Unterpositionen „ a) Löhne und
Gehälter “ und „ b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung, davon für Altersversorgung “ (Baetge,
/Kirsch, /Thiele, 2001, S. 573 ff.).
Löhne und Gehälter
sind alle Bruttoarbeitsentgelte, Nebenbezüge, in Sachwerten gewährte Bezüge und
Abfindungen, die an Mitarbeiter in einem Dienstverhältnis im abzuschließenden
Geschäftsjahr gezahlt wurden. Zu den Mitarbeitern werden Arbeiter, Angestellte,
Auszubildende sowie Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer von
Kapitalgesellschaften gezählt. Zu den sozialen
Abgaben gehören die Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Sozialversicherung,
die Beiträge des Unternehmens zur Berufsgenossenschaft sowie Beiträge für die
Insolvenzsicherung von betrieblichen Versorgungszusagen an
Pensionssicherungsvereine. Die Aufwendungen
für Altersversorgung umfassen Pensionszahlungen, falls diese nicht erfolgsneutral
zu Lasten der Pensionsrückstellungen gebucht werden, die Zuführungen zu den
Pensionsrückstellungen sowie auch Zahlungen an andere Versorgungsträger wie
Pensions- und Unterstützungskassen. Zu den Aufwendungen
für Unterstützung gehören die Aufwendungen für tätige Mitarbeiter, schon im
Ruhestand befindliche Mitarbeiter und ihre Hinterbliebenen.
2. Begriff und Gliederung der Personalkosten
Personalkosten i.e.S. sind der bewertete betriebliche
Verbrauch an menschlicher Arbeitsleistung in einer Periode (Mag, 1998,
S. 189), die durch den Personaleinsatz
entstehen. Personalkosten i.w.S. sind
Personal-, Sach- und Informationskosten der personalwirtschaftlichen Funktionen
und ihrer Träger in einer Periode (vgl. Abb. 1). Bei den Personalkosten i.e.S.
lassen sich Personalgrundkosten als Entgelt für geleistete Arbeit und
Personalneben- oder auch -zusatzkosten unterscheiden. Personalnebenkosten
entstehen aufgrund gesetzlicher, tariflicher und betrieblicher Sozialleistungen
ohne und mit Vorbehalt (Kania, 1998,
S. 2418). Zur Erhöhung der Disponierbarkeit von Personalkosten wird eine
alternative Gliederung der Personalkosten nach Bindungs- und Kündigungsfristen
in Vertragsdatenbanken gefordert.
Abb. 1: Begriff und Gliederung der Personalkosten
Der wertmäßige
Kostenbegriff ermöglicht zum einen die zweckabhängige Bewertung der
Verbrauchsmengen an menschlicher Arbeitsleistung mit Ist-, Normal-, Plan- und
Budgetkosten (Währisch, 1998,
S. 88). Zum anderen können auch Opportunitätskosten,
die für Personaleinsatzentscheidungen an der Kapazitätsgrenze bedeutsam sind,
und Transaktionskosten (Küpper, 1996,
Sp. 968 f.) wie z.B. Kosten der Mitbestimmung berücksichtigt werden. Aus
kostentheoretischer Sicht sind als weitere Unterscheidungen der Personalkosten
bedeutsam:
-
fixe
(Angestelltengehälter) und variable
Personalkosten (Löhne der Arbeiter) nach der Abhängigkeit der Kostenhöhe
von einer Kosteneinflussgröße,
-
Personaleinzelkosten
(Löhne im Produktionsbereich) und Personalgemeinkosten
(Gehälter in indirekten Unternehmensbereichen wie z.B. Personalabteilung)
nach der Zurechenbarkeit auf einen Kostenträger,
-
beeinflussbare
und nicht beeinflussbare Personalkosten
(z.B. bei weitreichendem Kündigungsschutz oder tariflicher Unkündbarkeit) nach
der Beeinflussbarkeit und
-
laufende
(Personaleinsatzkosten) und Vorleistungs-Personalkosten
nach der Häufigkeit des Kostenanfalls (Schehl, 1994,
S. 99). Maßnahmen der Personalausstattung und der Personalerhaltung (Hentze, 1995,
S. 335) führen zu personalen
Vorleistungskosten (Kilger, 1993,
S. 270 f.), investiven Personalkosten
(Gaugler, 1993,
Sp. 1527) oder Aktionskosten (Scholz, 2000,
S. 703). Sie dienen der Schaffung mehrperiodiger personaler Nutzenpotenziale.
Dabei erfolgt ein Übergang von Personalkosten zu (finanzwirtschaftlichen)
Personalinvestitionen (Küpper, 1991,
S. 243).
3. Vergleich von Personalaufwand und
Personalkosten
Der Personalaufwand lässt sich in neutralen und ordentlichen
betrieblichen Aufwand unterscheiden (vgl. Abb. 2). Zum neutralen Personalaufwand gehören periodenfremde, betriebsfremde
und außerordentliche Aufwendungen (Gaugler, 1993,
Sp. 1532).
Abb. 2: Zusammenhänge zwischen Personalaufwand und
Personalkosten
Personalkosten werden in Grund- und kalkulatorische Kosten
i.w.S. unterschieden. Grundkosten
entsprechen nach Mengen- und Wertkomponente einem Teil des ordentlichen
betrieblichen Personalaufwandes (kostengleicher Personalaufwand; Hahn,
/Laßmann, 1993, S. 189 ff.). Anderskosten ergeben sich durch eine andere Bewertung der
Mengenkomponente des nicht kostengleichen Personalaufwands wie z.B. bei
kalkulatorischen Sozialkostenzuschlägen (Kilger, 1993,
S. 211). Zusatzkosten sind bei
Einzel- und Personengesellschaften der kalkulatorische Unternehmerlohn als
Personalkostenart (Hentze, 1995,
S. 304). Für Zwecke der Unternehmungssteuerung ist die Betrachtung von
Personalkosten zweckmäßiger, da der für externe Adressaten angegebene
Personalaufwand vergangenheitsorientiert, wenig detailliert und aufgrund der
pagatorischen Orientierung mit zeitlichen Unregelmäßigkeiten behaftet ist.
II. Entwicklung der
Personalkosten im internationalen und nationalen Vergleich
1. Internationale Personalkostenvergleiche
In internationalen Vergleichen stellen Personalkosten einen
wichtigen Standort- und Wettbewerbsfaktor dar. Im Jahre 2001 wies die
Verarbeitende Industrie in Westdeutschland mit 26,16 Euro die höchsten
Arbeitskosten je Stunde auf (vgl. Abb. 3).
Abb. 3: Arbeitskosten in der Verarbeitenden Industrie 2001 (Schröder, 2002b,
S. 9)
Die Arbeitskosten je
geleisteter Arbeitsstunde setzen sich aus dem direkten Stundenlohn (Entgelt für geleistete Arbeit,
Überstundenzuschläge, Schichtzulagen, regelmäßige Prämien) und den anteilig
berechneten Personalzusatzkosten
(Entlohnung für arbeitsfreie Tage, Sonderzahlungen, sonstige Geldzuschüsse und
Naturalleistungen als direkte Zusatzkosten; Arbeitgeberbeiträge zur
Sozialversicherung, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sonstiger Sozialaufwand
und Berufsausbildungskosten als indirekte Zusatzkosten) gemäß der Systematik
des Statistischen Amtes der Europäischen Union zusammen (Schröder, 2002b,
S. 1).
Auch unter Berücksichtigung der Arbeitsproduktivität
hatte Westdeutschland im Jahre 2000 die vierthöchsten Lohnstückkosten nach
Norwegen, Großbritannien und Italien (vgl. Abb. 4).
Abb. 4: Lohnstückkosten-Niveau 2000 (Schröder, 2001,
S. 104)
2. Nationale Personalkostenvergleiche
Über Höhe und Entwicklung der Personalkosten (in Euro)
unterschiedlicher Branchen in Westdeutschland informiert Abb. 5.
Abb. 5: Personalkosten im Produzierenden Gewerbe und im
Dienstleistungssektor Westdeutschlands (Schröder, 2002a,
S. 44)
Die westdeutschen Personalzusatzkostenquoten betrugen im Jahr
2001 im Produzierenden Gewerbe 81,2%, im Großhandel 68,9%, im Einzelhandel
69,4%, im Kreditgewerbe 101,7% und im Versicherungsgewerbe 101,1% (Schröder, 2002a,
S. 43 f.).
3. Entwicklung der Personalkosten
Die Auswirkungen unternehmensinterner und -externer
Strukturveränderungen auf den Personalkostenanteil an den Gesamtkosten zeigt
Abb. 6 im Überblick. Während das Wertgerüst der Personalkosten durch
Entgeltsteigerungen und Unternehmenswachstum eine steigende Tendenz aufweist,
sind die Auswirkungen auf das Mengengerüst nicht eindeutig zu bestimmen.
Abb. 6: Auswirkungen von Strukturveränderungen auf den
Personalkostenanteil (Schehl, 1994,
S. 145)
Diese Strukturveränderungen wirken sich auch auf die Zusammensetzung der Personalkosten aus.
Die Anteile der fixen Kosten, der Gemeinkosten, der nicht beeinflussbaren
Kosten und der Vorleistungskosten an den Personalkosten weisen eine steigende
Tendenz auf (Schehl, 1994,
S. 222). Der gestiegene Fixkostenanteil
der Personalkosten kann auf gesetzliche und tarifliche Regelungen, auf
ökonomische, technisch-organisatorische und psychologisch-gesellschaftliche
Faktoren zurückgeführt werden (Funke, 1995,
S. 33). Er verringert über die Kostenremanenz
die Reagibilität der Personalkosten an Beschäftigungsschwankungen und erhöht
das Beschäftigungsrisiko (Funke, 1995,
S. 65). Der hohe Gemeinkostenanteil
erschwert die Wirtschaftlichkeitskontrolle der Personalkosten und macht
fallweise und laufende Verfahren zur
Gemeinkostensenkung erforderlich (Hentze, 1995,
S. 319 ff.). Die Vordisposition der
Personalkosten bereits in der Produktentwicklung sowie Vorleistungskosten bei neuen Produktprojekten machen eine
langfristige Planung und Kontrolle der Personalkosten notwendig (Riezler, 1996,
S. 18). Schließlich ist auch auf die Anreizwirkung
der Entgelte als Hauptbestandteil der Personalkosten hinzuweisen, die durch
die überproportionale Expansion der Personalzusatzkosten, Tendenzen zur
Lohnsatznivellierung, die abnehmende Bedeutung klassischer Leistungslohnformen,
die Angleichung des Arbeiter- an den Angestelltenstatus, die Entkopplung von
Arbeitszeit und Entgelt durch Arbeitszeitflexibilisierung sowie durch den
Wertewandel verringert wurde (Eckardstein,
von, 1986, S. 258; Muhr, 1996,
S. 101).
III. Gestaltung von
Personalkosten
Die zielorientierte Beeinflussung der Personalkosten wird als
Aufgabe der Personalkostenplanung innerhalb der Personalplanung
(Mag, 1998,
S. 187 ff.), des Personalkostenmanagements (Scholz, 2000,
S. 689 ff.) oder des Personalcontrolling
(Wunderer,
/Schlagenhaufer, 1994, S. 22 f.) gesehen. Organisatorische
(Dezentralisierung und Segregation) und informationstechnologische
Entwicklungen (automatisierte Betriebsdatenerfassung) haben die
Zurechenbarkeitsprobleme (Drumm, 2000,
S. 671 f.) der negativen und positiven Erfolgsbeiträge des Personals verringert
und damit die Voraussetzungen für die Personalkostengestaltung verbessert (Oechsler, 1996,
S. 149 f.).
1. Ziele der Personalkostengestaltung
Aus personalwirtschaftlicher Sicht sind die
Arbeitswirtschaftlichkeit und Arbeitsproduktivität
als wirtschaftliche Ziele sowie die Arbeitszufriedenheit
als soziales Ziel (Marr,
/Stitzel, 1979, S. 65 ff.) der Personalkostengestaltung zu
nennen. Zwischen wirtschaftlichen und sozialen Zielen können kurzfristig
Konflikte bestehen, die durch Zielrangordnung gelöst werden können (Gutenberg, 1979,
S. 183 f.). Langfristig ist von der Komplementarität der wirtschaftlichen und
sozialen Ziele des Unternehmens auszugehen (Hax, 1977,
S. 20; Marr,
/Stitzel, 1979, S.
79; Hahn,
/Laßmann, 1993, S. 57).
2. Einflussgrößen der Personalkosten
Aus Unternehmenssicht lassen sich die Einflussgrößen der Personalkosten in Daten und Aktionsvariablen
unterscheiden. Als Daten sind gesetzliche,
tarifliche und betriebliche Regelungen zu nennen, die durchaus auch
Gestaltungsspielräume (z.B. Wechsel der Regelungsebene, Wechsel in den
räumlichen Geltungsbereich anderer gesetzlicher und tariflicher Regelungen,
Kündigung eines Tarifvertrages) eröffnen können. Auf einer Makroebene sind als Aktionsvariablen
der Personalkostengestaltung die kurz- und langfristigen Kosteneinflussgrößen
der Kostentheorie (Küpper, 1996,
Sp. 962 f.) anzusehen. Personalwirtschaftlichen Entscheidungsprozessen kommt
dabei eine besondere Bedeutung als intervenierende Variable zu, da die
Beziehung zwischen Einflussgrößen und Personalkosten nicht technisch
determiniert, sondern die Nutzung der Gestaltungsspielräume der
Anpassungsmaßnahmen vom Verhalten der personalen Entscheidungsträger (Strategic Choice) abhängig ist (Küpper, 1996,
Sp. 961 f.; Oechsler,
/Wiskemann, 1999, S. 7). Auf der Mikroebene der Personalkostengestaltung lassen sich originäre und
abgeleitete Einflussgrößen unterscheiden (vgl. Abb. 7).
Abb. 7: Einflussgrößen der Personalkosten (Hahn,
/Laßmann, 1993, S. 196)
3. Instrumente der Personalkostengestaltung
Als Instrumente der Personalkostengestaltung werden
Personalkostenrechnung, Personalkennziffern
und -statistik, Humanvermögensrechnung und Sozialbilanzen
(Küpper, 1991,
S. 241 ff.; Hahn,
/Laßmann, 1993, S. 183; Streim, 1993,
Sp. 1682; Hentze, 1995,
S. 302) genannt, die Bestandteile der Personalinformationssysteme sind.
Notwendig ist eine weitergehende Differenzierung der Personalkostenrechnung, um
den durch den Wandel der Absatz- und Produktionsbedingungen veränderten kurz-
und langfristigen Informationsbedarfen der personalwirtschaftlichen Funktionen
gerecht zu werden (Henselek, 2005,
S. 292 ff.).
Für die periodische Planung und Kontrolle der
Wirtschaftlichkeit aller personalwirtschaftlichen Funktionen ist eine
Personalkostenrechnung als Plankostenrechnung unerlässlich (Weber, 1975,
S. 63). Die Erfassung der Personalkosten in der Kostenartenrechnung wird bereits in der Lohn- und Gehaltsabrechnung
und in der Finanzbuchhaltung vorbereitet (Gaugler, 1993,
Sp. 1533). Notwendig ist eine Unterscheidung in primäre und sekundäre
Personalkosten, um Doppelerfassungen zu vermeiden (Hahn,
/Laßmann, 1993, S. 187 f.). Die Kostenartenrechnung ermöglicht
lediglich eine summarische Kostenkontrolle (Gaugler, 1993,
Sp. 1534). In der Kostenstellenrechnung
wird die Wirtschaftlichkeit von Kostenstellen überwacht. Während
Fertigungseinzellohnkosten analytisch geplant werden (Kilger, 1993,
S. 246 ff.), werden Personalgemeinkosten der indirekten Kostenstellen eher
summarisch als Budgetkosten aus der Unternehmensplanung abgeleitet (Währisch, 1998,
S. 90; Scholz, 2000,
S. 718 ff.). Dazu gehört auch die Planung und Kontrolle der Kosten der personalwirtschaftlichen
Funktionen (Potthoff,
/Trescher, 1986, S. 138 ff.; Hentze, 1995,
S. 315 ff.; RKW, 1996,
S. 487 ff.; Mag, 1998,
S. 187 ff.).
Für die kurzfristige Wirtschaftlichkeitskontrolle des
Personaleinsatzes ist eine produktionsprozessbegleitende Online-Kennziffernrechnung erforderlich, die schicht-, tages- und
wochennahe Kosten- sowie vor allem Mengen-, Zeit- und Qualitätsdaten zur
Verfügung stellt (Kaiser, 1993,
S. 33). Arbeitszeitmodelle ermöglichen durch die Synchronisation von
Personalbedarf und Personaleinsatz gemäß dem Leitbild des „ atmenden Unternehmens “
(Hartz, 1998,
S. 239) eine kurzfristige Beeinflussung der Personalkosten (Muhr, 1996,
S. 212), wodurch z.B. Leerkosten und Mehrarbeitszuschläge verringert werden.
Für die periodenübergreifende Wirtschaftlichkeitsbeurteilung
personalwirtschaftlicher Maßnahmen ist eine Personalinvestitionsrechnung als
integrierte Investitions- und Personalplanung notwendig (Küpper, 1991,
S. 243; Mag, 1998,
S. 202). Die Lebenszyklusrechnung,
die über den Lebenszyklus eines strategischen Projektes (z.B. Produkt-,
Organisations-, Humankapitaländerung) erfolgt, erlaubt die Ableitung von
periodischen Vorgaben für die investiven und laufenden Personalkosten, womit
erreicht werden kann, dass personalwirtschaftliche Maßnahmen aus einem
langfristigen Wirtschaftlichkeitsziel (Projekterfolg) hergeleitet werden (Riezler, 1996,
S. 169).
IV. Kritische Würdigung
und Ausblick
Mit dem Übergang von der stabilen Industrie- zur flexiblen
Informationsgesellschaft (Oechsler, 2000,
S. 234) sind die Potenziale der Arbeitsflexibilisierung gewachsen, die die
Anpassungsmöglichkeiten der Personalkapazität als Mengen- (Hamel, 1985,
S. 297) und der Entgeltsätze als Wertgerüst der Personalkosten (Marr,
/Kötting, 1993, S. 220; Oechsler, /Wiskemann,
1999, S. 1 ff.) erhöht haben. Zeitliche, räumliche,
quantitative und qualitative Flexibilitätspotenziale im Zusammenspiel mit
variablen Entgelten ( „ atmende Entgelte “ durch Erfolgsbeteiligung
der Arbeitnehmer) und flexibleren Tarifverträgen erlauben eine
höhere Reagibilität und Anreizwirkung der Personalkosten. Damit werden auch die
Chancen verbessert, zur Personalkostensenkung auf Entlassungen verzichten zu
können (Bertelsmann
Stiftung, 1999, S. 34 f.).
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