Inhaltsübersicht
I. Begriffsabgrenzung
II. Ziele
und Aufgaben der Personalstatistik
III. Teilbereiche
der Personalstatistik und ihre Bedeutung
IV. Arten
von Personalkennziffern
V. Ermittlung
von Personalkennziffern
VI. Möglichkeiten
und Grenzen von Personalkennziffern
VII. Kritische
Würdigung und Ausblick
I. Begriffsabgrenzung
Personalkennziffern und Personalstatistik sind Teilbereiche
der personalwirtschaftlichen Informationsbasis. Personalstatistik ist dabei ebenso als Anwendung des statistischen
Instrumenten-Tools (z.B. Errechnung des Durchschnittsalters der Belegschaft)
wie als Ergebnis statistischer Betätigung (z.B. Altersstatistik) zu begreifen.
Die Personalstatistik befasst sich unter Einsatz des statistischen
Instrumentariums mit der laufenden oder fallweisen Aufbereitung, Analyse und
Auswertung personalbezogener Massendaten.
Personalkennziffern
bringen in quantitativer Form komprimiert personalbezogene Sachverhalte zum
Ausdruck. Sie sollen eine entscheidungs- und gestaltungsorientierte Bewertung
ermöglichen.
Der Einsatz sowohl von Personalstatistik als auch
Personalkennziffern erfolgt nach Maßgabe der verfolgten personalbezogenen
Informations-, Steuerungs- und Gestaltungsziele.
II. Ziele und Aufgaben
der Personalstatistik
Die Ziele der Personalstatistik lassen sich zunächst anhand
der Spezifika des Einsatzes statistischer Methoden bestimmen. Statistik wird
insbesondere dort relevant, wo es um die Strukturanalyse großer Mengen geht,
bei denen im Hinblick auf bestimmte Merkmale Gleichheiten bzw. Unterschiede
untersucht werden sollen. Mit der Strukturanalyse solcher statistischer Massen
wird einerseits eine genauere Bestimmung der wichtigsten strukturellen Eigenschaften
ermöglicht (deskriptive Statistik). Andererseits bietet das moderne
statistische Instrumentarium Möglichkeiten der tiefergehenden Analyse von
Einflussbeziehungen (schließende Statistik).
Den allgemeinen Einsatzbedingungen der Statistik entsprechend,
besteht das Ziel der Personalstatistik vorrangig darin, Strukturspezifika des
Personals im Hinblick auf vorab definierte Merkmale herauszuarbeiten. Als
Merkmale kommen dabei sowohl quantitative Merkmale (z.B. Alter, Einkommen) in
Betracht als auch qualitative Merkmale (z.B. Qualifikationen, Fertigkeiten,
Kenntnisse, Meinungen). Die Merkmale können sich sowohl auf Verhaltensweisen
(z.B. Fehlzeiten, Inanspruchnahme von Altersteilzeit) als auch auf
unveränderliche, im Zeitablauf stabile Merkmale (z.B. Bildungsgrad, Geschlecht)
beziehen.
Bezüglich der Ziele der Personalstatistik ist zwischen einer laufenden Personalstatistik und ad hoc-Erhebungen bzw. -Auswertungen zu
unterscheiden. Die Ziele laufender personalstatistischer Erhebungen bestehen in
der regelmäßigen – laufenden oder periodischen – Information über relevante
Strukturmerkmale des Personals. Die Beobachtung struktureller Parameter
ermöglicht die Dokumentation und Überwachung bereits erfolgter
Strukturmaßnahmen ebenso wie die Vorbereitung und ggf. Frühwarnung über
zukünftige strukturelle Entwicklungen.
Demgegenüber ist das Spektrum von ad hoc-Erhebungen und
Auswertungen flexibel auf die Bedürfnisse unternehmensinterner wie -externer
Nachfrager einstellbar. Eine Begrenzung entsprechender personalstatistischer
Untersuchungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Verfügbarkeit von Rohdaten
und aus Wirtschaftlichkeitserwägungen. Die Daten der Personalstatistik stammen
vorrangig aus den personalbezogenen Stamm- und Bewegungsdaten, die im Rahmen
der Lohn- und Gehaltsabrechnung erhoben werden. Relevante Daten lassen sich
darüber hinaus auch aus der Betriebsdatenerfassung, dem betrieblichen
Rechnungswesen und anderen Datenbeständen sowie aus Primärerhebungen gewinnen.
Die Ergebnisse personalstatistischer Untersuchungen dienen
zum einen als Grundlage für Entscheidungen über Personalstrukturen. Sie können
personalbezogene Entscheidungen induzieren, indem sie auf Problembereiche und
Gestaltungserfordernisse hinweisen. Der begleitende Einsatz von Personalstatistiken
dient vor allem dem Zweck der zielgenauen Ausgestaltung von
Gestaltungsmaßnahmen. Eine personalstatistische Untersuchung über das Alter der
Belegschaft oder von Belegschaftsgruppen und der Dauer ihrer
Betriebszugehörigkeit dient beispielsweise zur Ausgestaltung der betrieblichen
Altersversorgung.
Personalstatistik hat darüber hinaus auch eine
Frühwarnfunktion inne. Ergibt sich beispielsweise, dass eine bestimmte
Beschäftigtengruppe vom Durchschnittsalter her besonders hoch liegt, dann kann
ggf. frühzeitig über gezielte Maßnahmen zur Nachwuchsförderung nachgedacht
werden, um Engpässe zu vermeiden. Dem Ziel der Frühwarnung lässt sich
vorwiegend durch Zeitreihen bzw. Trendanalysen nachkommen.
III. Teilbereiche der
Personalstatistik und ihre Bedeutung
Der praktische Schwerpunkt der Personalstatistik liegt
vorrangig im Bereich der deskriptiven Statistik und dort wiederum bei einfachen
Auswertungen, die auf der Mittelwertbildung sowie der Berechnung von Median,
gewogenen Durchschnitten und einfachen Trendanalysen beruhen. Sie erbringen bei
relativ geringen Anforderungen im Hinblick auf Datenqualität und statistische
Kenntnisse praktisch verwertbare Ergebnisse. Bereits auf dieser Ebene eröffnet
sich ein reichhaltiges Feld möglicher Untersuchungen. Dies gilt etwa für
Altersstatistiken, Geschlechtsverteilung differenziert nach Positionen und
Bereichen, Inanspruchnahme von Kantinenessen usw.
Externe Adressaten für solche Personalstatistiken sind
beispielsweise Behörden, Aufsichtsämter oder Tarifparteien, denen etwa die
Überwachung von an bestimmte Quoten gebundenen gesetzlichen oder tariflichen
Regelungen obliegt. So schreibt beispielsweise die gesetzliche Regelung
bezüglich Schwerbehinderten einen Mindestanteil von Schwerbehinderten an der
Gesamtbeschäftigtenzahl vor. Oder: Die Tarifparteien haben eine bestimmte
Höchstquote von über den Tarifbestimmungen liegenden Wochenarbeitszeiten
vereinbart, deren Einhaltung durch regelmäßige Berichterstattung an den
Betriebsrat dokumentiert werden muss.
Tab. 1: Beispiele für die Anwendung einfacher deskriptiver
Personalstatistik
Für interne Adressaten der Personalstatistik stehen
steuernde, dispositive und kontrollierende Aspekte von Personalstatistiken im
Vordergrund. Neben laufenden Berichten treten hier Sonderauswertungen in den
Vordergrund. Beispiel: Die Unternehmensleitung möchte die geltende
Altersteilzeitregelung im Hinblick auf Inanspruchnahme, Eintrittsalter und
Verteilung über Werke bzw. Abteilungen überprüfen. Sie fordert hierzu eine
personalstatistische Auswertung an.
Das Spektrum personalstatistischer Analysen wird durch die
Anwendung von Verfahren der Kreuztabellierung, der Regressionsanalyse oder der
Clusteranalyse zusätzlich ausgeweitet. Diese Verfahren dienen der
detaillierteren und tieferen Analyse von Zusammenhängen zwischen bestimmten
Merkmalsausprägungen und damit nicht nur von Strukturen, sondern auch von
Strukturierungen im Sinne möglicher Ursachen für strukturbildende Prozesse, die
jedoch mittels statistischer Verfahren nicht entdeckt, sondern lediglich auf
Plausibilität hin überprüft werden können. Diese elaborierteren Verfahren
setzen fundiertere Kenntnisse bezüglich des statistischen Instrumentariums und
den Methoden empirischer Sozialforschung voraus. Überdies stellen sie gewisse
Anforderungen an den Ablauf und die Organisation des Datenerhebungs- und
Auswertungsprozesses. Sie werden heute zunehmend innerhalb eines
spezialisierten Fachgebiets, der Personalforschung
zusammengefasst.
Generell ist darauf hinzuweisen, dass für die Güte von
Personalstatistiken insbesondere die Qualität der Rohdaten im Hinblick auf
Aktualität und Fehlerfreiheit verantwortlich ist. Bezüglich der werks- oder
abteilungsbezogenen Disaggregation von Daten kann es bereits bei
Mittelwertbildungen zu Verfälschungen kommen, wenn Merkmalsklassen zu gering
besetzt sind bzw. zu geringe Fallzahlen vorliegen. Auch die Interpretation von
Personalstatistiken setzt ein Mindestmaß an statistischen Kenntnissen voraus.
IV. Arten von
Personalkennziffern
Kennziffern haben den Zweck, die Aufmerksamkeit auf besonders
wichtige Sachverhalte zu lenken, von denen angenommen wird, dass sie für den
Erfolg oder Misserfolg des Unternehmensgeschehens besonders aussagekräftig
sind. Sie wurden zunächst für die Steuerung erfolgs- und finanzwirtschaftlicher
Sachverhalte entwickelt.
Personalkennziffern führen – oftmals aufbauend auf
Personalstatistiken – eine Verdichtung von Zahlenmaterial herbei. Ihre Aufgabe
ist es, gleichsam auf einen Blick über Tatsachen zu informieren und sie einer
Bewertung zugänglich zu machen. Sie sollen dabei möglichst einfach und
nachvollziehbar sein. Die Bewertungsmaßstäbe für Personalkennziffern werden
entweder auf dem Weg interner Vorgaben (Beispiel: Vorgabe eines zu erreichenden
Krankenstandes) oder auf dem Wege von Benchmarking durch interne bzw. externe
Betriebsvergleiche gewonnen (Beispiel: Erreichung des gleichen Krankenstandes
wie Konkurrenzunternehmen).
Besondere Bedeutung erhalten Personalkennziffern in Form von
Verhältniszahlen, bei denen zwei oder mehr Größen miteinander in Beziehung
gesetzt werden. Bezüglich weiterer Arten von Personalkennziffern lassen sich
neben Verhältniszahlen absolute Größen auch in Form von Summen- und
Differenzzahlen, Gliederungszahlen, Beziehungszahlen sowie Maß- und Indexzahlen
unterscheiden (Hochstädter, 1996,
S. 171 ff.).
Neuere Entwicklungen sehen die Bildung mehrdimensionaler, das
gesamte Unternehmen umgreifender Kennzahlensysteme vor, die neben den
traditionell im Vordergrund stehenden erfolgswirtschaftlichen Kennziffern (z.B.
Umsatz, Gewinn, Return on Investment, Economic Value Added usw.) auch die
personalbezogene Dimension des Unternehmensgeschehens deutlich machen.
Beispiele für solche integrativen Konzepte sind die Balanced Scorecard oder der
Skandia Navigator. Sie arbeiten mit der Hypothese, dass in den
Kennzahlensystemen Ursache-Wirkungsbeziehungen aufgezeigt werden und dass die
mit den Kennziffern zum Ausdruck gebrachten personalbezogenen Sachverhalte eine
strategisch bedeutsame Rolle für die Unternehmenssteuerung innehaben.
V. Ermittlung von
Personalkennziffern
Die Ermittlung von Personalkennziffern besteht in einem eher
technisch-wirtschaftlichen Problem der Beschaffung valider Daten unter
Berücksichtigung des anfallenden Aufwands und in einem
konzeptionell-theoretischen Problem der sinnvollen Konstruktion und Auswahl von
Personalkennziffern.
Die technisch-wirtschaftliche Problematik der Ermittlung von
Kennzahlen hat durch die Entwicklung der Informationstechnik und von
Datenbankensystemen erheblich an Bedeutung verloren. Es ist heute prinzipiell
davon auszugehen, dass viele benötigte Daten gleichsam auf Tastendruck und mit
geringem Aufwand beschafft werden können. In dem Maße wie die
technisch-wirtschaftliche Problematik der Ermittlung von Personalkennziffern in
den Hintergrund tritt, gewinnt die konzeptionell-theoretische Problematik der
sinnvollen Konstruktion und Auswahl von Kennziffern an Bedeutung.
Für die Konstruktion von Personalkennziffern sind fundiertere
statistische Kenntnisse etwa über Skalenniveaus, die über die Berechnungsform
von Kennzahlen bestimmen, ebenso notwendig, wie theoretische Kenntnisse über
Wirkungsweisen und Zusammenhänge sowie die Relevanz personalbezogener
Sachverhalte. Als entscheidender Engpass muss dabei die Frage nach der Relevanz
betrachtet werden. Hier stellt sich die Aufgabe, aus einer prinzipiell
unbegrenzten Zahl möglicher Kennziffern jene auszuwählen, von denen angenommen
werden kann, dass sie tatsächlich aussagekräftige Informationen vermitteln.
Dies gilt um so mehr, wie Kennzahlen auch als Richtzahl, also zu Vorgabezwecken
verwendet werden.
Die Frage der Auswahl
von Personalkennziffern und ihrer Kombination zu Kennziffernsystemen ist
vorrangig vom personalpolitischen
Zielsystem sowie dem personalbezogenen
Handlungsfeld eines Unternehmens bestimmt. Beides lässt sich in aller Regel
nur unternehmensindividuell bestimmen. Kennzahlen lassen sich sinnvollerweise
nur da einsetzen, wo erstens relevante Sachverhalte beleuchtet werden und
zweitens die Möglichkeit der zielgerichteten Beeinflussung der die Kennzahl
bedingenden Einflussgrößen besteht. Die Kenntnis des personalbezogenen
Handlungsfeldes setzt ihrerseits ein Mindestmaß an personalwirtschaftlichem
Theoriewissen voraus. So mag beispielsweise Arbeitszufriedenheit
ein Bestandteil des personalbezogenen Zielsystems sein. Daraus eine
entsprechende Kennziffer zu bilden, ist allerdings nur dann tragfähig, wenn
Wissen darüber besteht, von welchen Einflussfaktoren die Arbeitszufriedenheit
abhängt und wie sie sich verändern lässt.
VI. Möglichkeiten und
Grenzen von Personalkennziffern
Personalkennziffern sind dazu geeignet, auf rasche und
komprimierte Weise über personalbezogene Sachstände zu informieren. Sie lenken
den Blick sowohl auf das personalpolitische Zielsystem des Unternehmens als
auch auf sein personalbezogenes Handlungsfeld. Bei sorgfältiger Auswahl,
Erstellung und Zusammenstellung können sie einen wichtigen Beitrag zur
Durchdringung und Steuerung des personalbezogenen Geschehens in Unternehmen
leisten.
Dabei ist allerdings zu beachten, dass Personalkennziffern
durch die ihnen zugrunde liegende Daten- bzw. Informationsverdichtung immer
selektiv sind. Diese Selektivität lässt sich in zwei Dimensionen fassen. Die horizontale Selektivität bezieht sich
auf die von Kennziffern erfassten Wirklichkeitsausschnitte. Personalkennziffern
vermögen nie das gesamte personalbezogene Geschehen im Unternehmen
darzustellen, sondern nur bestimmte Ausschnitte. So weit diese Ausschnitte
tatsächlich relevante Sachverhalte beleuchten, ist dies die Stärke von
Kennziffern. Dies kann aber zur Schwäche werden, wenn die Relevanz der
Kennziffern nicht unzweifelhaft festgestellt werden kann.
Die vertikale
Selektivität von Kennziffern kommt in der Beobachtungsebene zum Ausdruck,
die mit Kennziffern eingenommen wird. Mit der Verdichtung von Daten und
Informationen kommt es unweigerlich zu einem Kontextverlust bezüglich der
Umstände und Verhältnisse, die den personalbezogenen Sachverhalten zugrunde
liegen und die sie bedingen. Personalkennziffern können diese Kontexte in aller
Regel nicht wiedergeben; sie werden dadurch zu abstrakten Größen. Dies trifft um so mehr zu, je stärker es sich um
aggregierte Größen handelt. Vor allem bei der Verwendung von Kennziffern als
Richtzahlen kann die vertikale Selektivität von Kennziffern und
Kennziffernsystemen zur Gefahr von Fehlsteuerungen und Fehldispositionen
führen, wenn die konkreten Bedingungskonstellationen vor Ort nicht beachtet
werden. Soll beispielsweise unternehmensweit ein bestimmter Krankenstand
erreicht werden und wird eine entsprechende Richtzahl vorgegeben, dann wird
diese in Bereichen mit gefahrgeneigten Tätigkeiten völlig anders zu bewerten
sein, als etwa in Angestelltenbereichen.
Sollen Personalkennziffern zur Bewertung personalbezogener
Sachstände dienen, so müssen angemessene Bewertungsmaßstäbe gewonnen werden. Da
dies bei personalbezogenen Sachverhalten in aller Regel nicht auf dem Wege
kardinaler Messungen möglich ist, sind weit überwiegend ordinale Messungen
anzuwenden. Sie führen zu „ besser-schlechter “ -Aussagen, wobei die Gültigkeit
dieser Aussagen um so höher ist, je breiter die Vergleichsbasis ist.
Personalkennziffern sind tendenziell um so besser als Richtzahlen verwendbar,
je eher sie durch Betriebs-, Unternehmens- oder Branchenvergleichskennziffern
unterstützt werden können. Dieser Effekt wird insbesondere durch Benchmarking
genutzt.
Das Nichtbeachten der horizontalen und vertikalen
Selektivität von Personalkennziffern kann zu erheblichen negativen Effekten
führen. So weit Kennziffern bzw. Kennziffernsysteme den Eindruck vermitteln,
dass sie einen vollständigen Überblick liefern und eine unmittelbare
Handlungsaufforderung ohne Beachtung des jeweiligen Handlungskontextes
darstellen, entwickeln sie ein Eigenleben, von dem deutliche Gefahren für die
Steuerung der Unternehmens- wie der Personalpolitik
ausgehen können.
VII. Kritische Würdigung
und Ausblick
Die Personalstatistik kann in gewisser Weise als stille
Helferin der betrieblichen Personalpolitik bezeichnet werden. Sie kommt zum
Tragen, sobald im personalbezogenen Unternehmensgeschehen statistisch relevante
Massen erreicht werden und findet dann in vielen Bereichen Einsatz: Vom
Personalberichtswesen über die Steuerung, Dokumentation und Kontrolle der
Personalpolitik bis hin zur Frühwarnung über unerwünschte personalbezogene
Strukturentwicklungen.
Personalkennziffern vermitteln auf den ersten Blick ein
einfaches und zugleich aussagekräftiges Bild des personalbezogenen
Unternehmensgeschehens und sie erlauben eine umstandslose Bewertung. Auf den
zweiten Blick wird deutlich, dass an Kennziffern – vor allem wenn sie
unmittelbar handlungsleitend sein sollen – hohe theoretisch-konzeptionelle
Ansprüche zu stellen sind. Der Nutzen von Personalkennziffern wird durch ihre
horizontale und vertikale Selektivität in Frage gestellt. Dementsprechend
sollte ihr Einsatz unter Beachtung und aktivem Hinweis auf diese Selektivität erfolgen,
auch wenn dadurch scheinbar ihre Brauchbarkeit eingeschränkt wird.
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Bortz, J. : Statistik für
Sozialwissenschaftler, 4. A., Berlin et al. 1993
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Hidden Roots, New York 1997
Grünefeld, H. G. :
Personalberichterstattung mit Informationssystemen, Wiesbaden 1987
Hochstädter, D. : Statistische
Methodenlehre, 8. A., Frankfurt am Main/Thun 1996
Kaplan, R./Norton, D. P. : Balanced
Scorecard. Strategien erfolgreich umsetzen, Stuttgart 1997
Kropp, W. : Systemische
Personalwirtschaft, München et al. 1997
Ossola-Haring, C. : Das große Handbuch
Kennzahlen zur Unternehmensführung, Landsberg am Lech 1999
Reichmann, T. : Controlling mit
Kennzahlen und Managementberichten, 4. A., München 1995
Schnell, R./Hill, P. B./Esser, E. :
Methoden der empirischen Sozialforschung, München et al. 1988
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